Herren 1 - trotz Fehlstart besteht Hoffnung09.09.2017

Die 1.Liga-Handballer der SG TV Appenzell unterliegen im ersten Spiel der Saison 2017/18 gegen den SC Frauenfeld mit 26:30 (12:15). Es sind aber gute Ansätze auszumachen.

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Lange gut mitgehalten, Mitte der zweiten Halbzeit leicht eingebrochen – auf diesen Nenner liesse sich das Saison-Eröffnungsspiel vom letzten Samstag in der Sporthalle Wühre reduzieren. Das junge Team liess aber erkennen, dass Potential vorhanden ist.

"Sie waren uns körperlich überlegen und hatten mit Kipili und Petrig zwei Spieler in ihren Reihen, die ihre ganze Erfahrung aus höheren Ligen in die Waagschale werfen konnten", zog TVA-Trainer Enver Koso ein simples Fazit aus der beidseits engagiert geführten Begegnung. Vom Alters- und damit vom Erfahrungsdurchschnitt her war die Differenz zwischen den Innerrhodern und den Thurgauern nicht so eklatant. Aber punkto Körpergrösse – im Handball ein wesentlicher Faktor – lagen die Vorteile eindeutig bei Frauenfeld.

Eine Viertelstunde lang geführt

Bis zur 16. Minute lag der TVA dank zügig vorgetragener Angriffe in Front, wobei der Abschluss meist über den Rückraum gesucht wurde: Waldburger, Gamrat und Thür trafen je zweimal. In der Anfangsphase agierte auch die Deckung mit der gebotenen Bissigkeit, so dass die in der Favoritenrolle angetretenen Frauenfelder den Tritt vorerst nicht fanden. Kam dazu, dass Graf, die Nummer eins im Tor der Appenzeller, als Motivator erster Güte seine Vorderleute emotional in Fahrt brachte. Und der zweite TVA-Torhüter Jan Bischof, bei einem Siebenmeter aufs Feld gekommen, konnte überdies seinen ersten Einsatz für Appenzell gleich erfolgreich gestalten.

Thurgauer Führung

In der 17. Minute musste der TVA dann aber doch den 7:7-Ausgleich hinnehmen, und in der 19. Minute ging Frauenfeld erstmals in Führung, die es in der Folge nicht mehr abgeben sollte. Fehlzuspiele und Ballverluste brachen den Appenzeller Anfangsschwung mehr und mehr. Und im Frauenfelder Tor kam auch Kaj Stokholm allmählich auf Betriebstemperatur. So ging es beim Stande von 12:15 in die Pause.

Mehr Routine

In der zweiten Halbzeit gelang es dem SC Frauenfeld, den TVA trotz eines Aufbäumens zum 15:17 und trotz Grafs zahlreichen Paraden relativ sicher auf Distanz zu halten. Vor allem die Routine von Petrig und Kipili, auf den TVA-Trainer Koso zwischenzeitlich eine Manndeckung anordnete, zahlte sich nun aus. Auf Innerrhoder Seite vereitelten bei allem Bemühen, die gegnerische Deckung mit schnellem Spiel aus den Angeln zu heben, eine Anzahl Technischer Fehler ein Näherkommen. So blieb es lediglich bei Resultatkosmetik. Ganz unerwartet kommt die Startniederlage nicht. Gleichwohl verdient das personell stark veränderte Team Enver Kosos Kredit. Es liess phasenweise erkennen, dass es bei Weitem noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat, zumal mit Sven Sutter und René Rigas zwei Routiniers fehlten. Eine Korrektur ist schon am kommenden Samstag, 16. September, denkbar, wenn der HC Romanshorn in der Wührehalle gastiert.

Lücken in der Mannschaft

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Gleich von fünf wertvollen Stammspielern des Herren 1 galt es vor dem Spiel Abschied zu nehmen. Besonders bedauerlich wiegt dies im Fall von Tobias Sutter und Christian Geisser, die sich verletzungs-bedingt vom aktiven Handballsport zurückziehen müssen. Mit Mario Broger, Fabian Geiger und Silvan Neff verlassen drei weitere tragende Teamspieler die Mannschaft. Zum Dank für ihren starken Beitrag, den sie in Team und Verein geleistet haben, durfte jeder einen Gutschein (Vereinssponsor) entgegennehmen.

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Erfreuliches: Ist da womöglich ein neuer Fanclub am heranwachsen?!

TV Appenzell – SC Frauenfeld 26:30 (12:15)

Appenzell Wühre - 470 Zuschauer - Schiedsrichter: Meienberg/Widmer.

Für den TVA spielten: Raffi Graf/Jan Bischof; Rouven Bischof, Lukas Bischofberger, Lukas Gamrat (4), Yannick Inauen (2), Laurin Manser (4), Lukas Manser (1), Robin Mauchle (2), Lukas Metzger, Arie Thür (6/2), Dano Waldburger (6), Fabian Wüthrich (1), Elias Valaulta. - Strafen: 4 x Zweiminuten gegen Appenzell, 4 x Zweiminuten gegen Frauenfeld.

Bericht: Martin Hüsler / Bilder: Dani Gmünder

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