Herren 1: Saisonvorschau 2017/1802.09.2017

Ligaerhalt ist das Minimalziel

Die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell steigen zuversichtlich in die neue Saison. Mit einigen Mutationen im Kader nimmt die weiterhin von Enver Koso trainierte Truppe die neue Spielzeit in Angriff. Im Auftaktspiel vom kommenden Samstag, 9. September (19.30 Uhr), gastiert der SC Frauenfeld in der Sporthalle Wühre.

"Wir haben mehr erreicht als erwartet", blickt Martin Geisser, der Sportliche Leiter, auf die zurückliegende Saison zurück. Zur Erinnerung: Der vierte Rang nach der Hauptrunde befreite den TV Appenzell schon früh von allen Abstiegssorgen und berechtigte ihn zur Teilnahme an der Finalrunde. Diese verlief dann wegen Verletzungen von Leistungsträgern eher durchzogen. "Wir waren zwangsläufig genötigt, in der Finalrunde jungen Spielern Einsatzmöglichkeiten zu geben. Was diese damit an Erfahrungen sammelten, könnte man als Kapitalanlage für die neue Saison verbuchen", gewinnt Martin Geisser den ungünstigen Umständen im Nachhinein Positives ab.

Breiter aufgestellt

Das auf höherer Stufe erworbene Potential sollte den jungen Spielern nunmehr zustatten kommen. Ihr Bestreben muss es sein, in Ergänzung zu den arrivierten Teamstützen wie Dano Waldburger, Lukas Gamrat oder René Rigas die Abgänge im Kader zu kompensieren und in der 1. Liga definitiv Fuss zu fassen. "Insgesamt sind wir etwas breiter aufgestellt. Wenn Enver Koso alle Spieler zur Verfügung stehen, ist durchaus Qualität vorhanden. Sie sollte ausreichen, um mindestens die Liga-Zugehörigkeit zu wahren. Wenn mehr daraus wird, umso besser", schätzt der Sportliche Leiter die Situation ein. Verletzungsbedingt aufhören musste Torhüter Christian Geisser, auf den stets Verlass war. Ebenfalls nicht mehr dabei sind Tobias Sutter und Mario Broger, Nur noch in der zweiten Mannschaft läuft Silvan Neff auf. Der in der Abwehr zuverlässige, bis anhin mit einer Doppellizenz ausgestattet Fabian Geiger schliesslich spielt künftig nur noch bei Fortitudo Gossau.

1996, 1997, 1998, 1999

Neu zum Kader gestossen sind mit den Zwillingen Jan und Rouven Bischof, mit den Brüdern Laurin und Simon Manser sowie mit Lukas Metzger, Fabian Schneider und Arie Thür lauter Spieler mit Jahrgängen zwischen 1996 und 1999. Teils sind sie ausgestattet mit einer Talentförderungslizenz, so dass Rouven Bischof, Simon Manser, Lukas Metzger und Fabian Schneider auch bei Forti Gossau und Arie Thür bei St. Otmar zum Einsatz kommen können. Zum erweiterten Kader gehören ferner der bei Forti Gossau lizenzierte Robin Mauchle und Lukas Bischofberger aus der zweiten TVA-Mannschaft. Als etabliert im Fanionteam dürfen nebst Waldburger, Gamrat und Rigas die Torhüter Raffi Graf und Thomas Brülisauer, die Rückraumspieler Elias Valaulta und Fabian Wüthrich, Kreisläufer Sven Sutter sowie die Flügelspieler Yannick Inauen, Thomas Loser und Lukas Manser gelten.

Favorisiert sind andere

In der Saison 2017/18 bekommt es der TV Appenzell mit Pfader Neuhausen, HSC Kreuzlingen, HC Romanshorn, HC Arbon, SC Frauenfeld, Fides St. Gallen und der BSG Vorderland zu tun. Realistischerweise müssen Kreuzlingen, Frauenfeld und Fides stärker als Appenzell eingestuft werden. Als Favorit steigt Kreuzlingen, wo neu der von Forti Gossau gekommene kosovarische Nationalspieler Valon Dedaj die Fäden bei der Spielgestaltung zieht, ins Rennen. Wacker aufgerüstet hat auch der SC Frauenfeld. Dort stehen mit dem zweifachen Nationalspieler Mulele Kipili, Yves Petrig und Patrick Murbach einstige NLA-Akteure im Team. Handballerische Gardemasse sind bei Appenzells Gegnern in ausgeprägterer Form vorhanden. "Von den körperlichen Voraussetzungen her liegen demnach die Vorteile nicht unbedingt bei uns. Wir müssen dies wettmachen mit Spielintelligenz im Angriff und mit Varianten im Abwehrbereich, wo je nach Gegner Alternativen zur 6:0-Deckung zur Anwendung gelangen sollten", steckt Martin Geisser die Erfolgsmöglichkeiten ab. Dazu vertraut er auch in der neuen Saison wieder auf die tolle Atmosphäre in der Wührehalle, die den TVA schon zu vielen Siegen auch gegen höher kotierte Teams getragen hat.

Bericht: Martin Hüsler

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