Herren 1 gewinnt typisches Kehrausspiel29.04.2017

Die Herren des TV Appenzell schlagen zu Hause im letzten Meisterschaftsspiel ein nicht mehr ganz engagiert auftretendes GC Amicitia Zürich mit 33:29 (16:12) Toren.

Handballfoto

Appenzell wollte dem einmal mehr zahlreich erschienenen Publikum zum Abschluss der Saison einen Sieg schenken. Das Gastteam dagegen tat von Anfang an zu wenig, um dieses Vorhaben zu unterbinden. So entwickelte sich das Spielgeschehen ganz nach dem Gusto des treuen Anhangs. Das Spiel lebte von vielen schönen Angriffsaktionen, die ihren Ursprung oft in den legèren Interpretationen des Verteidigungsverhaltens fanden. Kurz und bündig: man tat sich nicht mehr gross weh. Solange der Gegner die Partie offen gestalten konnte, solange wusste dieser auch kämpferisch zu überzeugen. Vor allem wenn die Zürcher mit schnellen Ballstafetten das etwas unbewegliche Appenzeller Verteidigungsdispositiv auseinanderrissen und immer wieder den Abschluss mittels eines Kreisanspieles fanden, konnten sie sich gefährlich in Szene setzen. Appenzell dagegen hatte lange Zeit Mühe, sich als druckvolles Kollektiv Chancen zu erarbeiten. Einzelaktionen prägten auf Seiten des Heimteams das Geschehen. Erst nach gut 10 Minuten, als die Appenzeller sich leicht mit 2 Toren (6:4) absetzten, konnte man flüssigere Angriffsaktionen bewundern. Vor allem die Integration der Flügelspieler ins Angriffsspiel bereitete den Gästen Kopfzerbrechen. In dieser Phase hatte Appenzell mehrmals die Möglichkeit, den Gegner schon vorzeitig in die Knie zu zwingen, die mangelnde Chancenauswertung hielt GC/Amicitia aber im Geschäft. Es blieb lange Zeit eine enge Geschichte, bis dann in der 21. Minute Flügelspieler Lukas Manser, einmal mehr herrlich eingesetzt von Rene Rigas, das Heimteam mit drei Längen in Front schoss. Die Zürcher versuchten noch einmal mit viel Einsatz, die Lücke zu schliessen, was ihnen aber nicht mehr richtig gelingen wollte. Appenzell machte bis zur Pause den Sack mal sicher halb zu und durfte sich kurze Zeit auf der 16:12 Führung ausruhen.

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Spielen und spielen lassen, unter diesem Motto spulten die beiden Mannschaften die letzten 30 Minuten einer intensiven Meisterschaft runter. Immer klarer wurde dabei, dass Appenzell den grösseren Siegeshunger an den Tag legte und bald schon den Lohn für eine weitere, kämpferisch tadellose Leistung, an der Anzeigetafel sehen konnte. In der 39. Minute gingen sie erstmals mit 6 Toren Vorsprung in Führung. GC Amicitia konnte auch im Verlauf der zweiten Halbzeit hin und wieder Glanzpunkte setzen, musste aber schnell erkennen, dass am heutigen Abend ihrem Konto keine Punkte mehr gutgeschrieben würden. Das dankbare Publikum wurde mit einigen Kunststücken für die Treue über die ganze Saison belohnt. Die Anhänger dankten es mit einer letzten, lautstarken Unterstützung bis zum Schlusspfiff. Trainer Enver Koso liess es sich nicht nehmen, dass in der Schlussabrechnung alle Feldspieler mindestens einmal über ein persönliches Tor jubeln konnten. Das letzte Tor der Saison verdiente sich Sven Sutter, auch im Schlussspurt, wie viele seiner Mannschaftskollegen, grad in kämpferischen Belangen ein Vorbild.

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«Ich verliere nicht gerne, darum hatte ich an einigen Spielen in dieser Finalrunde keine grosse Freude», Enver Koso hatte für die Finalrunde grössere Erwartungen. Er bemängelt nach dem Schlusspfiff auch, dass sich nach der erfolgreichen Qualifikation, und der frühen Entledigung des Abstiegsgespenstes, da und dort Genügsamkeit eingenistet hatte. Dies dürfe nächste Saison nicht mehr passieren. Doch vorerst hätten sich die Spieler zwei Wochen Pause verdient, bevor dann die recht intensive, harte Vorbereitungszeit in Angriff genommen wird. Was die neue Saison anbelangt, so hat die neue Mannschaft schon ein Gesicht. TK-Chef Martin Geisser klärt auf: «Das momentane Kader bleibt mehr oder weniger zusammen. Sicher werden Christian Geisser und Silvan Neff nächste Saison nicht mehr dabei sein. Vom TSV St.Otmar St.Gallen werden einige junge Spieler, darunter auch Rückkehrer, ins Kader integriert. Eines ist klar, die Mannschaft wird an Breite gewinnen, was auch den Vorstellungen des Trainers entspricht. Für nächste Saison hat man sich zum Ziel gesetzt, wiederum möglichst früh dem Abstiegskampf aus dem Weg gehen zu können».

TV Appenzell – GC Amicitia Zürich 33:29 (16:12)

Appenzell Wühre - 375 Zuschauer - Schiedsrichter: Diethelm/Morf

Für den TVA spielten: Thomas Brülisauer / Mario Rempfler; Lukas Gamrat (5), Fabian Geiger (1/1), Yannick Inauen (3), Nicolas Knechtle (1/1), Fabian Langenegger (1/1), Thomas Loser (4), Lukas Manser (6), Silvan Neff (1/1), Rene Rigas (2), Sven Sutter (6), Elias Valaulta (2), Fabian Wüthrich (1/1). - Strafen: 2 x Zweiminuten gegen Appenzell, 4 x Zweiminuten gegen Zürich.

Bericht: Hansruedi Rohner / Bilder: Dani Gmünder

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