Herren 1 erhält Lehrstunde in der Grenzstadt 21.01.2017

Die ersatzgeschwächte SG TV Appenzell bleibt beim 1. Liga-Finalrundenstart der Handballer in Kreuzlingen vor 250 Zuschauern völlig chancenlos. Wie in der Qualifikation unterliegt man auswärts wiederum mit 22:32.

Die Handballmeisterschaft In der dritthöchsten nationalen Spielklasse wurde nach der Weihnachtspause mit dem Start in die Finalrunde neu lanciert. Am Kräfteverhältnis änderte sich gegenüber der Qualifikationsphase allerdings nichts. Die SG TV Appenzell geriet auch beim zweiten Auftritt in dieser Saison in der Thurgauer Grenzmetropole arg unter die Räder. Brisanterweise unterlagen die Innerrhoder ein zweites Mal auswärts mit demselben Ergebnis. Kreuzlingen gewann wiederum mit 32:22. Die Partie verlief alles in allem äusserst fair, war aber im Gegensatz zu früheren Begegnungen wenig umkämpft.

Zu viel Respekt gezeigt

Das Spiel zwischen den jahrelangen Rivalen war schon in der ersten Halbzeit rasch vorentschieden. Die Einheimischen drückten gleich von Beginn an voll aufs Gas und überholten die völlig überforderten Gäste schon in der ersten Viertelstunde. Nach dem ersten Spielviertel stand es bereits 8:2 für die favorisierten Thurgauer. „ Ohne die verletzten Dano Waldburger und Lukas Gamrat Uns fehlte eine wichtige Achse im Spielaufbau und im Angriff“, hatte Appenzell-Trainer Enver Koso eine Erklärung dafür, wieso seine Mannschaft derart verunsichert und nervös agierte. Fehlwürfe, technische Unzulänglichkeiten, dem Team gelang einfach nichts. Es war eine eigentliche Lehrstunde, die sich da abspielte. Bis zum Pausenpfiff wurde das Verdikt immer deutlicher. 19:7 führte Kreuzlingen, als es in die Kabine ging. Koso brachte es auf den Punkt: „Wir haben einfach zu viel Respekt gezeigt“.

Gute Moral bewiesen

Im zweiten Abschnitt gestaltet sich die Begegung wesentlich ausgeglichener. Zum einen stand Appenzell in der Defensive wesentlich kompakter. Dann liessen es die Kreuzlinger aber auch eine Spur ruhiger angehen. „ Mir hat gefallen, wie meine Mannschaft gute Moral bewiesen hat“, so Koso. Den Gästen gelang es gar, resultmässig die zweite Hälfte zu gewinnen. Dies änderte aber nichts an der Tatsache, dass der HSCK mit seinem entschlossenen Auftritt seine Ambitionen auf einen absoluten Spitzenplatz klarmachte. Für Appenzell dürfte es hier zu in den kommenden Wochen wohl eher nicht reichen.

HSC Kreuzlingen – TV Appenzell 32:22 (19:7)

Kreuzlingen Egelsee - 250 Zuschauer - Schiedsrichter: Schmid/Walther

Für den TVA spielten: Raffi Graf (12 Paraden), Christian Geisser; Silvan Neff (6), Lukas Manser, Tim Thür (1), Yannick Inauen (3/1), Marko Sabljo (1), Kevin Huber, Fabian Geiger (4), Rene Rigas, Lukas Bischofberger, Thomas Loser (1), Fabian Wüthrich (2), Elias Valaulta (4). - Strafen: 2 x Zweiminuten gegen Kreuzlingen, 1 x Zweiminuten gegen Appenzell.

Bericht: Christian Lohr

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