Herren 1 mit ärgerlichem Punktverlust gegen Leader26.11.2016

Nach verwirrlichen Schlusssekunden müssen die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell dem HSC Kreuzlingen einen Punkt überlassen.

Ein von Petar Roganovic direkt verwandelter Freistoss nach Ablauf der regulären Spielzeit führt zum 21:21 und kostet den TV Appenzell einen wertvollen Punkt. Die Umstände, die zur letztlich entscheidenden Szene führten, liessen die Emotionen hochkochen.

Handballfoto

Die Matchuhr stand bei 59:52, das Skore bei 21:20, als Kreuzlingens Kappenthuler einen Fehlwurf produzierte, was die Innerrhoder bereits in Siegesjubel ausbrechen liess. Männiglich in der Halle glaubte, die Schiedsrichter hätten in der Folge auf Abwurf vom Appenzeller Tor entschieden, zumal sich auch die Kreuzlinger Spieler darauf einstellten und bereits im Begriff waren, zu einer offenen Manndeckung überzugehen. Doch zur allgemeinen Verwunderung liessen die Unparteiischen vier Sekunden vor Schluss einen Freistoss gegen Appenzell ausführen, der den Thurgauern zunächst nichts einbrachte. Nachdem die Spielzeit abgelaufen war, erhielt der HSC Kreuzlingen nochmals einen Freistoss zugesprochen, den Roganovic über die Mauer zum 21:21 ins hohe Eck zirkelte. Gleichermassen konsterniert wie verärgert haderte man auf Appenzeller Seite mit den Unparteiischen, welche ansonsten die Partie bis weit in die zweite Halbzeit hinein souverän geleitet hatten.

Mangelnde Kaltblütigkeit

Man kann es den Appenzellern kaum verdenken, dass sie sich ob des auf solche Weise entschwundenen Punktes ziemlich echauffierten. Dabei hätten sie es in der Hand gehabt, dem Leader eine Niederlage zuzufügen und damit zum vierten Mal in Folge zu gewinnen. Getragen von den Leistungen des wiederum brillanten Torhüters Graf hielten sie die Kreuzlinger nach der Pause auf Distanz und führten so viereinhalb Minuten vor Schluss noch 20:17. Aber drei mangels Kaltblütigkeit vergebene Chancen liessen Kreuzlingen nochmals herankommen.

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Viel Positives

Der verlorene, in der Endabrechnung vielleicht noch unerwünschtes Gewicht erhaltende Punkt schmerzt. Aber das Team von Enver Koso kann sich aufgrund dieser Partie an viel Positivem aufrichten. Das Abwehrverhalten vor den beiden sehr zuverlässigen Torhütern darf als vorzüglich eingestuft werden, wobei sich insbesondere Geiger im eins zu eins unerschrocken zeigte. Im Angriff fiel das effiziente Kreuzen auf, das sie beiden Goalgetter Waldburger und Gamrat immer wieder in gute Abschlusspositionen brachte. Dem Spiel über die Flügel war diesmal zwar nicht die gewünschte Wirkung beschieden, auch wenn sowohl bei Manser wie auch bei Loser und Inauen gute Ansätze auszumachen sind. Was die Ausbeute über den Kreis betrifft, so gilt es zu berücksichtigen, dass mit der Absenz der beiden Sutter-Brüder einiges an Durchschlagskraft fehlt. Insgesamt verdient der TV Appenzell weiterhin Kredit. Der vierte Rang, der ihn aller Sorgen um die Ligazugehörigkeit enthöbe, liegt durchaus in Reichweite.

TV Appenzell - HSC Kreuzlingen 21:21 (11:10)

Appenzell Wühre - 410 Zuschauer - Schiedsrichter: Meienberg/Widmer

Für den TVA spielten: Christian Geisser / Raffael Graf; Lukas Bischofberger, Lukas Gamrat (7), Fabian Geiger (1); Yannick Inauen (1), Thomas Loser (1), Lukas Manser (1), Silvan Neff, Rene Rigas, Elias Valaulta, Dano Waldburger (8/1), Andreas Wild (1), Fabian Wüthrich (1). - Strafen: 4 x Zweiminuten gegen Appenzell, 2 x Zweiminuten + 1 blaue Karte gegen Kreuzlingen.

Bericht: Martin Hüsler

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