Herren 1 muss sich mit Remis begnügen16.04.2016

Die TVA-Handballer galten im Erstliga-Abstiegskampf gegen den TSV Frick als klare Favoriten. Trotz einer längeren deutlichen Führung mussten sich die Innerrhoder nach einer hart umkämpften Schlussphase mit einem 28:28 - Unentschieden begnügen.

Was lange nach einem deutlichen Sieg aussah, endete für den TVA völlig unerwartet mit einem Remis. Nach einer phasenweise hart umkämpften Handball-Partie durften sich zum Schluss beide Teams die Haare raufen. Die Appenzeller, weil sie eine deutliche Acht-Tore-Führung während der zweiten Halbzeit nicht besser verwaltet hatten. Die Aargauer, weil sie im entscheidenden letzten Angriff den Ball verloren. Die Gäste hatten in ihrem ersten Abstiegsspiel gegen Wetzikon bereits eine erste Niederlage eingefahren und standen deshalb am Mittwochabend gegen den TVA unter grösserem Druck.

Die Aargauer machten zu Beginn der Partie nicht den Eindruck, als könnten sie in Appenzell für eine Überraschung sorgen. Sie liessen sich beim Spielaufbau sehr viel Zeit und bekundeten Schwierigkeiten, sich an der 9-Meter-Linie in Position zu bringen. Mit entsprechend wenig Druck flogen die Bälle Richtung Innerrhoder Tor. Die Appenzeller hingegen machten im Angriff klare Ansagen, sorgten für einen geordneten Spielaufbau und blieben im Abschluss präzise, was bald eine 4:1 – Führung zur Folge hatte. Doch sukzessive erhöhte Frick sowohl das Tempo wie auch den Druck aufs Tor. Den überraschten Innerrhodern blieb bisweilen zu wenig Zeit, die Abwehr rechtzeitig in Stellung zu bringen. Es gelang den Aargauern zudem immer wieder, nach Abprallern zum Nachschuss anzusetzen. In der 13. Minute erfolgte der Ausgleich (4:4). Mit dem Grössenvorteil von Fabian Geiger schuf sich der TVA neue Optionen, um vermehrt über die Kreisposition zu spielen. Doch entscheidend blieben weiterhin die Treffer aus dem Rückraum von Dano Waldburger und Roman Künzler. Waldburger konnte zudem zwei Punkte aus verwerteten Penalties beisteuern. Der TVA ging schliesslich mit einer 14:10 – Führung in die Pause.

Vorsprung schmolz dahin

Der TSV Frick forcierte zunehmend ein hohes Spieltempo, um Bewegung in die Innerrhoder Abwehrreihen zu bringen. Tatsächlich gelangen den Aargauern immer wieder sehenswerte Durchmärsche. Sie scheiterten aber meist am äusserst wachsamen Christian Geisser im Innerrhoder Tor. Mit 16 Paraden beeinflusste er den Spielverlauf entscheidend. Dank seiner Risikopässe nach vorne konnten sich die Appenzeller bald einmal vom Gegner absetzen. Der TVA konnte sich damit während eines grossen Teils der zweiten Spielhälfte auf die Verwaltung des Vorsprungs konzentrieren und mit schnellem Passspiel optimale Abschlussmöglichkeiten abwarten. Dies funktionierte gut, zumal auch Sven Sutter am Kreis nach dem Zuspiel viel Bewegungsfreiheit vorfand. Bis zur 38. Minute hatten sich die Innerrhoder eine Acht-Tore-Führung erarbeitet (18:10), welche sie längere Zeit halten konnten. Der TSV Frick wollte sich aber zu keiner Zeit kampflos geschlagen geben. Die Aargauer setzten weiterhin auf gewagte Einzelaktionen, um die gegnerischen Abwehrreihen zu durchbrechen und provozierten so zahlreiche Fouls. Entsprechend blieb die Abwehr bisweilen etwas zu vorsichtig, sodass die Aargauer zunehmend Richtung Innerrhoder Tor durchmarschieren konnten. Zusätzliche Passfehler und übereilte Abschlüsse der Appenzeller trugen dazu bei, dass der Vorsprung rasch dahinschmolz. Der TSV Frick zeigte sich in dieser Situation äusserst abgebrüht, punktete sicher und schaffte in der letzten Spielminute den Ausgleichstreffer zum 28:28. Der TVA konnte zwar in den Schlusssekunden noch von einer verpatzten Ballannahme des Gegners profitieren, das mit der Schlusssirene zusammenfallende Tor von Waldburger zählte allerdings nicht mehr. Für den TVA gilt es nun, am Samstag in Wetzikon Fehler tunlichst zu vermeiden.

TV Appenzell - TSV Frick 1 28:28 (14:10)

Wühre Appenzell - 150 Zuschauer - Schiedsrichter: Schmid/Walther

Für den TVA spielten: Raffael Graf / Christian Geisser; Stefan Bischofberger, Rolf Erdin, Fabian Geiger (1), Yannick Inauen (2), Roman Künzler (8), Thomas Loser (2), Lukas Manser, Fabian Neff (2), Silvan Neff, Sven Sutter (2), Tobias Sutter (2), Dano Waldburger (9). - Strafen: 3 x Zweiminuten gegen Appenzell, 4 x Zweiminuten gegen Frick.

Bericht: Thomas Hutter

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