Herren 1 muss in die Abstiegsrunde09.04.2016

Die TVA-Handballer verlieren das letzte Meisterschaftsspiel gegen den Grasshopper Club Amicitia Zrich zuhause deutlich mit 38:27. Nun warten fnf nervenaufreibende Barrage-Spiele auf die Innerrhoder. Deren Verlauf entscheiden ber den Liga-Erhalt.

Handballfoto

Es war das letzte regulre Spiel einer nicht optimal verlaufenen Saison. Diverse Mngel zeigten sich im Abschlussspiel gegen das siebtplatzierte GC Amicitia Zrich nochmals deutlich. Die TVA-Handballer mussten sich vom jungen Zrcher Team um Trainer Daniel Hauser phasenweise regelrecht vorfhren lassen. Amicitia zeigte dem Publikum eindrcklich, wie schneller dynamischer Handball gespielt wird. Die Grasshoppers wirkten usserst routiniert und vermochten sich zudem rasch auf sich ndernde Spielsituationen anzupassen. Gegen das rasante Angriffsspiel der Zrcher konnten die Appenzeller mit ihrer statischen 6:0 - Verteidigung wenig auszurichten. Gekonnt umschifften die Gste die wie auf einer Schnur aufgezogene Innerrhoder Abwehrmauer und spielten den Ball vor allem auf ihre beiden Flgelspieler, die fr den TVA oftmals ausser Reichweite blieben. Die Gste setzten ihrerseits auf eine effektive Mann-Deckung, sodass sich die Innerrhoder immer wieder mit zeitraubendem Balldribbling und schwierigen Pssen aus der Umklammerung lsen mussten. Zwar versuchten die Appenzeller, mit viel Laufarbeit und schnellem Passspiel Lcher in die gegnerische Abwehr zu reissen, was aber kaum gelang. Entsprechend einfrmig blieb ihr Angriffsspiel, welches mehrheitlich aus wenig gefhrlichen Distanzschssen aus dem Rckraum bestand.

Selbstbewusste Gste

Die Strafe folgte jeweils auf dem Fusse: Das Publikum musste unglubig mitansehen, wie die Zrcher jeweils mit einem weiten przisen Pass den abgesetzten Mann anspielten, der alleine aufs Innerrhoder Tor zulaufen konnte. Gegen solche schnellen Gegenstoss-Aktionen war selbst Raffi Graf im Innerrhoder Tor chancenlos. Trainer Markus Klemencic sah sich beim Spielstand von 10:4 (12. Minute) gentigt, ein frhes Time-out zu nehmen. Der TVA fand aber weiterhin kein Rezept, um dem Torreigen der Gste Einhalt zu gebieten. Whrend das Selbstbewusstsein der Gste stetig wuchs, versuchten die Appenzeller mit eher brachialen Methoden, Tore zu erzwingen. Sie scheiterten aber meist am usserst wachsamen Tormann Fabrizio Steiner. In einer kurzen Phase vor der Pause zeigte das Heimteam mit einer dynamischen Verteidigung und deutlich mehr Geduld im Spielaufbau, dass sie dem Gegner durchaus Paroli bieten knnten. Der eingewechselte Sven Sutter stellte am Kreis sein Durchsetzungsvermgen und Thomas Loser seine Schnelligkeit unter Beweis (10:15 / 25. Minute). Die Gste liessen das Heimteam jedoch nur kurz gewhren und gingen bald darauf mit einem komfortablen 18:12 - Vorsprung in die Halbzeitpause.

Handballfoto

Sand im Getriebe

Trainer Klemencic schien keinen Plan B in der Hinterhand zu haben. Die Grasshoppers spielten weiterhin ihr temporeiches Angriffsspiel und zogen innerhalb weiterer fnf Spielminuten mit 23:14 davon. Obschon die Partie bald einmal an Tempo und damit auch an Attraktivitt verlor, blieben die Gste konstant torgefhrlich, whrend die Innerrhoder im Angriff weiterhin blass wirkten. Zwar gelangen auch den Appenzellern einige rasch eingeleitete Angriffsgegenstsse. Doch selbst wenn sie alleine aufs gegnerische Tor zusteuern konnten, mangelte es ihnen im Abschluss an der ntigen Fokussiertheit. Das Gerusch eines Lattenknallers war in dieser Partie allzu oft zu hren. Es war Flgelspieler Lukas Manser, der sein Team wieder aus der Lethargie weckte und ein schnelles Angriffsspiel forcierte. Sofern Sven Sutter am Kreis an den Ball kam, war er mit seiner schnellen Krperdrehung nicht zu stoppen. Graf zeigte im Tor nochmals seine oft bewiesenen Qualitten und reihte Parade an Parade. Es gelang, den Abstand dadurch auf sieben Zhler zu verringern. Doch zu kurz blieben die Phasen, in denen die Zahnrder im Spiel der Appenzeller ineinander griffen. Einige unbequeme Sandkrner reichten aus, um das Getriebe wieder aus dem Rhythmus zu bringen. So gelang es den Zrchern nach einem taktischen Time-out, den Spielfluss der Appenzeller zu stoppen und mit vier Treffern in Folge das Spiel mit 38:27 klar fr sich zu entscheiden.

TV Appenzell - GC Amicitia Zrich 27:38 (12:18)

Whre Appenzell - 180 Zuschauer - Schiedsrichter: Andreoli/Leu

Fr den TVA spielten: Raffael Graf / Andreas Ziswiler (Tor), Stefan Bischofberger, Fabian Geiger (3), Yannick Inauen (1), Roman Knzler (4), Thomas Loser (4), Lukas Manser (3), Silvan Neff, Sven Sutter (6), Tobias Sutter (2), Elias Valaulta (3), Dano Waldburger (1), Michael Goldener. - Strafen: 3 x Zweiminuten gegen Appenzell, 4 x Zweiminuten gegen Zrich.

Bericht/Bilder: Thomas Hutter

»Zurck zur letzten Seite«

Hauptsponsoren

Co-Sponsoren

Ausrüster

Gastgeschenk