Herren 1 lässt Chance ungenutzt19.03.2016

Aufgrund einer schwachen Vorstellung in der Abwehr setzte es für die 1.Liga-Handballer des TVA beim Tabellenletzten HC Arbon eine unerwartete 29:34-Niederlage ab.

Handballfoto

Da der 8.Tabellenrang für die Appenzeller immer noch im Bereich des Möglichen lag, hätte man in dieser Partie von ihrer Seite entsprechenden Widerstand erwartet. Zumal das TVA-Team am vergangenen Wochenende im Spiel gegen den Spitzenreiter Seen Tigers gezeigt hatte, zu was es fähig ist. Mit einer starken Gegenwehr der Seebuben und einem engen Spielausgang musste gerechnet werden. Was aber die Mannschaft aus Appenzell in der Defensive an den Tag legte, war nicht keinesfalls ligawürdig. Auch wenn mit Fabian Geiger ein "Turm in der Schlacht" fehlte, müssten derart viele Gegentreffer zu vermeiden sein. Man hatte an diesem Abend zu wenig den Eindruck, als ob es für die Gäste ernsthaft noch um etwas ginge. Kaum ein entfachender Funken an Teamspirit in den Abwehrreihen, welcher eine Spur unbedingten Siegeswillens verbreitete. Arbon liess sich nicht zweimal bitten, ging die einfachen Wege und spazierte zeitweilig regelrecht durch die Appenzeller Abwehrreihen. Das TVA-Team kassiert gegen einen bereits feststehenden Absteiger unglaubliche 34 Tore, was klar aus dem verträglichen Rahmen fällt.

Bei Halbzeit noch alles offen

Die ersten acht Spielminuten verliefen ausgeglichen - Appenzell legte jeweils ein Tor vor und Arbon eines nach. Nach kurzzeitigen Zweitore-Rückstand gelang den Gästen wieder der Ausgleich und Sven Sutter ging in den Gegenstoss, welchen er trotz merklicher Behinderung des Gegenspielers in sehenswerter Art zur nächsten Führung abschloss. Danach verpassten sie es aufgrund Patzern in der Abwehr, das Spiel bereits Mitte erster Spielhälfte in eine möglicherweise entscheidende Bahn zu lenken. Eine kurzzeitige 3-Tore-Führung wurde so innert Kürze wieder aus der Hand gegeben. Arbon kam mit einfachen Rezepten zu ihren Toren, wobei die Gegenwehr oftmals sehr dürftig ausfiel. Sie reüssierten vor allem über die eine Flügelseite und mit oftmals ungehinderten Würfen aus dem Rückraum. Bei Appenzell übernahm vor allem Dano Waldburger die Verantwortung und war für die meisten Treffer besorgt. Da aber die Defensive der Innerrhödler weiterhin Aussetzer verzeichnete, lagen sie dann kurz vor der Halbzeitpause drei Tore im Hintertreffen, schafften aber dank etwas glücklichen Umständen noch den Anschluss vor dem Pausenpfiff.

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Abwehr enttäuscht

Beim Wiederanpfiff war noch wenig Besorgnis im Gästesektor zu verspüren, da man davon ausging, dass die TVA-Abwehr es in der zweiten Spielhälfte dann wohl richten werde. Man sah sich aber schon früh eines Besseren belehrt. Arbon erspielte sich bald wieder einen Vorsprung von 3 bis gar 5 Toren. Mal für Mal taten sich in der TVA-Abwehr wieder urplötzlich Lücken auf, welche die Hausherren förmlich zum Abschluss einluden. Ein Abwehrverhalten, welches in keiner Weise an die Leistung vor Wochenfrist erinnern liess. Und der wirksame Ruck durch die Mannschaft blieb aus. Unter diesen Umständen hatten auch die Torhüter Geisser und Graf weniger echte Gelegenheiten, sich unterstützend für das Team in Szene zu setzen. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr zeichnete sich diese nicht unbedingt erwartete Niederlage ab. Bei 29 erzielten Auswärtstoren ist es zwar müssig, die Gründe eines Spielausgangs im Angriffsverhalten zu suchen. Trotzdem sei erwähnt, dass überhastete Zuspiele zu ärgerlichen Ballverlusten führten und so ein resultatmässiges Aufschliessen verunmöglichten. Mit ins Gewicht fielen die technischen Fehler, die oft aus mangelnder Achtsamkeit entstanden und dem Gegner gleich wieder Chancen eröffneten, ihren 3-Tore-Vorsprung wieder herzustellen. Dass ganz am Ende sich noch verzweifelte und unglückliche Torabschlüsse dazugesellten, passte irgendwie zur Entwicklung des Spiels und dem Gesamtauftritt der Appenzeller Mannschaft an diesem Abend. So gelang ihr auch keine Resultatkosmetik mehr und eine empfindliche 29:34 Niederlage in der neuen Sporthalle von Arbon musste hingenommen werden.

Dieses Spiel hat ein weiteres Mal gezeigt, dass man in dieser Liga nur bestehen kann, wenn sich alle Beteiligten reinhängen und Verantwortung übernehmen. Ein vermeintlicher Vorteil für die Barragespiele ist mit dieser Niederlage ebenfalls verspielt. Bleibt der Mannschaft zu wünschen, dass es ihnen gelingt, sich wieder auf ihre Abwehrstärken und Kampfkräfte zu besinnen, was im Hinblick auf die bevorstehenden Relegationsspiele auch nötig sein wird. Dort wird wieder jedes Spiel kapitalen Charakter aufweisen, da aufgrund einer Ligadezimierung lediglich der Gruppensieger in der 1.Liga verbleiben wird.

HC Arbon – TV Appenzell 34:29 (16:15)

Sporthalle Arbon - 70 Zuschauer - Schiedsrichter: Schmid/Staunovo

Für den TVA spielten: Christian Geisser/Raffael Graf; Stefan Bischofberger, Michael Goldener, Yannick Inauen, Künzler Roman (5), Thomas Loser (5), Lukas Manser (1), Silvan Neff (2), Tobias Sutter (1), Sutter Sven (3), Elias Valaulta (4/3), Dano Waldburger (8). - Strafen: 3 x Zweiminuten gegen Arbon, 2 x Zweiminuten gegen Appenzell.

Bericht/Bilder: Dani Gmünder

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