Herren 1: Trotz Niederlage ein tolles Handballfest23.12.2015

Das 1.Liga-Team des TV Appenzell scheidet im Cup mit einer 21:37-Niederlage gegen die NLA-Spitzenmannschaft Pfadi Winterthur aus, hlt sich aber durchaus achtbar.

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Was aufgrund des Zweiklassenunterschiedes zu erwarten war, ist eingetreten: Pfadi Winterthur gab sich keine Blsse und gewann vor 1050 Zuschauern in der proppenvollen Whre-Halle die Cuppartie gegen den TV Appenzell unangefochten. Die Einheimischen hatten allerdings verletzungsbedingte Ausflle zu beklagen, die schwer wogen.

Wohl niemand hat ernsthaft damit gerechnet, dass der TVA den Cup-Achtelfinal gegen den Titelverteidiger aus der Eulachstadt zu seinen Gunsten wrde entscheiden knnen. Zumal mit Fabian Neff einer der Topskorer wegen eines gebrochenen Zeigefingers nicht antreten konnte und mit Ren Rigas ein weiterer Rckraumspieler bereist in der 9. Minute verletzungsbedingt ausschied. Das Interesse richtete sich deshalb in erster Linie auf die Tordifferenz am Ende der 60 Minuten und auf die Art und Weise, wie sich der Erstligist gegen den NLA-Vertreter aus der Affre ziehen wrde.

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Ganz zu Beginn in Fhrung

Nun, was die Mannschaft von Trainer Markus Klemencic vor 1050 enthusiastisch mitgehenden Zuschauern darunter auch eine lautstarke Pfadi-Anhngerschaft ablieferte, durfte sich durchaus sehen lassen. Jedenfalls liess sie sich nicht gleich zu Beginn berrumpeln und an die Wand spielen. Ja, sie konnte sich sogar im hellen Licht einer 1:0-Fhrung sonnen. Es blieb freilich die einzige in dieser Partie, denn Pfadi nahm das Heft postwendend in die Hand und ging ab Mitte der ersten Halbzeit sukzessive auf standesgemsse Distanz. Immerhin hatte der TVA bis dahin eine doppelte Unterzahl schadlos berstanden.

Zu Umstellungen gentigt

Der frhe Ausfall von Rigas ntigte Klemencic zu weiteren Umstellungen im wegen des Fehlens von Neff ohnehin schon vernderten Mannschaftsgefge. Fr Rigas kam im Rckraum Goldener neben Waldburger und Valaulta zum Einsatz. Zeitweise hatte aber auch der rechte Flgel Manser die Aufbauerposition inne, so dass der linke Flgel Loser auf die "falsche" Seite wechseln musste. Eingespielte Ablufe konnten so schwerlich in gewohnter Manier zum Tragen kommen, zumal die Winterthurer Deckungsarbeit NLA-Standard aufwies.

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Geisser einmal mehr brillant

Im Abwehrverhalten zeigten sich die Innerrhoder ebenfalls forsch und furchtlos, vermochten aber nicht zu verhindern, dass Pfadi immer wieder Kreislufer Gavranovic erfolgreich zum Abschluss bringen konnte. Auch was aus Distanz aufs Tor kam, war nicht von schlechten Eltern. Htte nicht Geisser im Tor der Appenzeller mit einigen bemerkenswerten Paraden aufgewartet er parierte unter anderem einen Penalty , wre das Skore zur Pause (8:18) zweifellos noch hher ausgefallen.

Torhterwechsel ausgentzt

In der zweiten Halbzeit konnte der TVA insofern besser mithalten, als Pfadi-Trainer Brngger ab der 40. Minute mit Murbach den dritten Torhter zwischen die Pfosten beorderte. Das nutzten die sichtlich auf eine schnelle Spielweise bedachten Einheimischen zu einigen Toren, die bei Stammgoalie Vaskevicius wohl kaum gefallen wren. Die Winterthurer ihrerseits hielten den Erstligisten auf sicherem Torabstand. Zum Schluss glnzten sie noch mit einem Flieger, den Pecoraro abschloss.

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"Einmaliges Erlebnis"

Die am Ende resultierende Differenz von 16 Toren zugunsten der Winterthurer mutet zwar etwas brutal an, spiegelt aber letztlich das Krfteverhltnis. Fr die Innerrhoder war es dennoch eine tolle Erfahrung, vor diese Kulisse gegen eine so renommierte Mannschaft antreten zu knnen. Das besttigte auch Torhter Graf, der von einem einmaligen Erlebnis sprach. So hatte denn der Cupabend in der Whre trotz des Resultats den Charakter eines Handballfestes, an das man sich gerne erinnern wird.

TV Appenzell Pfadi Winterthur 21:37 (8:18)

Whre Appenzell - 1050 Zuschauer - Schiedsrichter: Bernet/Wick

TV Appenzell: Christian Geisser/Raffi Graf (ab 31.); Lukas Manser (3), Yanick Inauen (1), Fabian Graber, Michael Goldener (3), Dano Waldburger (6), Fabian Geiger, Tobias Sutter, Mario Broger, Ren Rigas, Thomas Loser (2), Elias Valaulta (3/1), Sven Sutter (3). Pfadi Winterthur: Vaskevicius/Murbach (ab 40.); Maros (2), Corovic (5), Pecoraro (3), Celestin, Sidorowicz (3), Gavranovic (10), Lier (6), Vernier, Jud (2), Scheuner (4), Freivogel, Svajlen (2). Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Appenzell, 5mal 2 Minuten gegen Pfadi.

Bemerkungen: Appenzell ohne Fabian Neff und Stefan Bischofberger (beide verletzt), Ren Rigas in der 10. Minute verletzt ausgeschieden. Pfadi ohne Torhter Bringolf und Tinowski.

Bericht: Martin Hsler / Bilder: Thomas Hutter/Dani Gmnder

Ein ganz grosses Dankeschn der gastgebenden Handballriege geht an:

  • Das Team Herren 1, welches sich dieses Spiel mit seinem Effort gegen den NLB-Ligisten Siggenthal erarbeitet, redlich verdient und berhaupt ermglicht hat.
  • Unsere Sponsoren, die auch diesen gelungenen Anlass wieder wirksam untersttzt haben.
  • Alle Helferinnen und Helfer, denn dank ihrem aufmerksamen und fleissigen Arbeiten bekamen auch Verpflegungsengpsse keine wahre Chance und durften sich die Gste wohlfhlen.
  • Alle Gste und Fans von nah und fern, die mit ihrem Kommen die Mannschaft tchtig untersttzt haben und dieses Cupspiel zu einem wahren Freudenfest aufsteigen liessen.

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