Herren 1 verpasst weitere Punkte26.09.2015

berraschend war in Wetzikon die Gegenwart der neuerbauten Sporthalle, nicht aber der Sieg der Platzherren. Es scheint eine Tradition mit bleibender Dauer, dass Appenzell seine Spiele in Wetzikon verliert. Diesmal zeigte die Anzeigetafel am Ende des Spiels ein 24:23 fr die Heimmannschaft an.

Handballfoto

Der Sport drfte eigentlich auch ohne derartige Traditionen auskommen - in diesem Fall scheint dies aber eher schwierig. Kaum zu glauben - auch nach diesem Spiel steht Wetzikon wieder als Sieger da. Und wenn der Gegner sich diesmal dann schon richtig schwer tut, dann kann man ja noch ein bisschen nachhelfen, so htte man eine allfllige "Devise" deuten knnen. Speziell in dieser Affiche wrde man sich bei den Appenzellern vielleicht ein Quntchen weniger Traditionsbewusstsein wnschen.

Obwohl es schon fast amtlich als Unding erscheint, dass der TVA in jener Gemeinde punktet, wirkte die Niederlage wie ein empfindlicher Dmpfer. Appenzell zeigte sich vorwiegend nur in den ersten zehn Spielminuten mit der gemeinschaftlichen Entschlossenheit, die es fr einen erfolgreichen Auftritt braucht. Danach schlichen sich technische Fehler und zu viele Unkonzentriertheiten ein. Leistungstrger Neff und Waldburger blieben weitgehend blass und hinter den Erwartungen zurck. Ein erstes Fazit ist schnell gezogen, denn Appenzell tat in Wetzikon das, was es immer tut - es verlor.

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Hallenatmosphre vermisst

Wer in den vergangenen Jahren die Duelle dieser beiden Teams verfolgt hatte, vermisste von Beginn weg vor allem eines. Von Brisanz trotz des ausgeglichenen Spielverlaufs war in der neuen Mehrzweckanlage Wetzikon praktisch nichts zu verspren. Kein Vergleich zu der knisternden Atmosphre in der altehrwrdigen Walenbachhalle. Obwohl man an jener Sttte viele schmerzende Niederlagen einstecken musste, sehnte man sich ein wenig nach ihr. Am neuen Spielort whnte man sich in einem Konferenzraum und die Begegnung erinnerte phasenweise eher an ein Trainingsspiel, als an einen Ernstkampf um Punkte. Das Publikum weilt in der neuen Halle nicht mehr auf Augenhhe der Mannschaften, sondern versucht aus der 3. Etage direkt unter dem Hallendach etwas zu ersphen. Es scheint, dass die Anlage mit eher unbedeutender Prioritt fr die Austragung von Handballspielen geplant wurde. Ein wenig schade in Anbetracht der grossen Faszination dieses Sports.

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Problemloser Start

In den ersten Minuten machte es durchaus den Anschein, dass sich die Appenzeller einiges fr dieses Spiel vorgenommen hatten. Bis zur zehnten Minuten erspielte sich der TVA einen 5:1 Vorsprung - und es wre durchaus noch mehr drin gelegen. Danach wirkten die Gste ber weite Strecken leicht konsterniert und produzierten zusehends Fehler. Die Przision der Schsse liess nach und der gegnerische Torhter bekam Gelegenheit, sich besser ins Spiel einzubringen. Solche Dinge werden in der ersten Liga, auch gegen ein mssiges Wetzikon, schnell einmal bestraft. Innert 13 Minuten gelang es den Platzherren, den Rckstand wettzumachen und zum 6:6 auszugleichen. Die Innerhoder gingen in der Abwehr entschlossen zur Sache und mussten dabei dem Gegner drei Siebenmeter zugestehen. Appenzell liess zwar in der ersten Halbzeit nur 5 Gegentreffer aus dem Spiel heraus zu (2 Gegenstsse und die Penaltys exklusiv), sndigte aber im Angriff vor allem aus dem Rckraum und verpasste damit eine bessere Ausgangslage fr die zweite Spielhlfte. Beim Spielstand von 10:10 zur Pause blieb aber fr den Spielausgang noch alles offen.

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Leistungstrger blieben blass

Wetzikon verzeichnete den besseren Start in die zweite Halbzeit. Es profitierte dabei von schwachen Abschlssen und technischen Fehlern der Gste und legte gleich mal zwei Tore in Serie vor. Das TVA-Team schien wachgerttelt und reagierte seinerseits mit drei Treffern in Folge, darunter zwei weitere sicher verwertete Penaltys von Elias Valaulta. Wetzikon suchte geduldig nach Lcken in der Abwehr der Gste und fand diese auch immer fter. Mit scheinbar einfachen Durchbrchen gelangen ihnen die Tore, die sie brauchten, um die Partie ausgeglichen zu gestalten. Da die Leistungstrger Waldburger und Neff ohne die gewnschte Wirkung blieben, war es an anderen Spielern, die "Kohlen aus dem Feuer" zu holen. Thomas Loser fasste sich mehrmals in seiner bekannten Art ein Herz, schoss seine Treffer und holte sich mit letztem Einsatz den einen oder anderen Ball aus den gegnerischen Reihen. Nach Graf in Halbzeit 1 zeigte auch Geisser im Tor einige wichtige Paraden. Leider sprangen diese Funken an Leidenschaft nicht an alle Spieler der Mannschaft ber. Erfolgreiche Kreisanspiele sah man beim TVA nur sprlich und auch in der berzahl spielend waren kaum Vorteile erkennbar. Immer wieder brachten technische Fehler im Angriff den Gegner in Ballbesitz, was ihn im Spiel hielt. Vier Minuten vor Schluss gelang Waldburger mit etwas Glck der Ausgleich zum 22:22. Den folgenden Angriff konnte Geisser mit einer weiteren tollen Parade abfangen und schickte Rigas in den Gegenstoss, der diesen sicher zur erstmaligen TVA-Fhrung in Halbzeit 2 verwertete. Wetzikon konnte dann aber mit einem platzierten Schuss ins Lattenkreuz postwendend wieder ausgleichen. Beim letzten Angriff der Gste agierte Waldburger etwas ungeduldig und suchte zu frh den Abschluss. Der Ball blieb in der gegnerischen Abwehr hngen. So kamen die Zrcher Oberlnder in der Schlussminute per Gegenstoss noch auf einfache Art zum Siegtreffer und Appenzell verspielte den sicherscheinenden Auswrtspunkt.

HC KZO Wetzikon TV Appenzell 24:23 (10:10)

Sporthalle Egg/Zentrum - 45 Zuschauer - Sr. Abalo/Maurer

Appenzell spielte mit: Geisser Christian, Graf Raffael; Stefan Bischofberger, Michael Goldener, Fabian Geiger (1), Yannick Inauen (1), Thomas Loser (5), Lukas Manser, Fabian Neff (5), Rene Rigas (4), Sven Sutter, Tobias Sutter (1), Elias Valaulta (3/3), Dano Waldburger (3).

Bericht/Bilder: Dani Gmnder

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