Herren 1 erkämpft sich zwei wichtige Punkte18.03.2015

In der zweiten Partie in Folge holte sich der TV Appenzell gegen eine deutlich höher kotierte Mannschaft das Punktepaar. Ihre kämpferische Einstellung wurde mit einem 26:20-Sieg über die Kadetten Youngsters aus Schaffhausen belohnt.

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Der Erfolg gegen die Munotstädter kam dank einer engagierten Abwehrleistung, einem überragenden Torhüter Geisser, der mit einer 50-Prozent-Abwehrquote aufwartete, und einem unbändigen Siegeswillen des ganzen Kollektivs zustande. Er sei sehr stolz auf sein Team, freute sich TVA-Trainer Reto Valaulta nach dem Schlusspfiff. In seiner Einschätzung hatte die vorzügliche Deckungsarbeit der Innerrhoder den Boden für den Gewinn der beiden Punkte bereitet. "Wir haben den Schaffhausern mit unserem unablässigen Bemühen, ihr Spiel nicht zur gewohnten Entwicklung kommen zu lassen, den Schnauf genommen und so allmählich den Schneid abgekauft", zeigte er sich von der Leistung der Einheimischen angetan.

Viele Absenzen

Wegen Verletzungen und Militärdienst trat der TV Appenzell mit einem ausgedünnten Personalbestand an. Lediglich elf Namen waren auf dem Matchblatt aufgeführt. So fehlten Lukas Gamrat, Mario Broger, Thomas Loser und Sven Sutter. Die Schaffhauser agierten ohne den U21-Internationalen Albin Alili. Spielertrainer Julius Marcinkevicius, ein wahres Handball-"Schlachtross" mit unzähligen NLA-Einsätzen bei Pfadi Winterthur und im Fanionteam der Kadetten sowie bei der ungarischen Spitzenequipe Dunaferr, legte trotz seiner bald 40 Jahre kaum je eine Verschnaufpause ein.

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Verhaltener Start

Es dauerte ziemlich lange, bis der Match Fahrt aufnahm. Nach einer Viertelstunden waren hüben wie drüben erst je drei Tore gefallen. Überhastete Abschlüsse und zahlreiche Treffer an die Torumrandung hielten das Skore lange sehr tief. Nach einem von Waldburger vergebenen Penalty gingen die Schaffhauser ein zweites und zugleich letztes Mal in Führung, doch glich Thomsen postwendend zum 5:5 aus. Das 6:6 war der letzte Gleichstand. Danach hielten die Innerrhoder ihren Gegner immer mit mindestens zwei Toren auf Distanz.

Den Youngsters enteilt

Hochstimmung kam in der Wührehalle auf, als Ziswiler in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit einen Penalty abwehrte und im Gegenzug das 13:10 fiel. Von da an hatte man das Gefühl, die Innerrhoder würden das Heft definitiv und mit einiger Bestimmtheit in die Hand nehmen. Sie liessen sich auch durch kleinere Nickeligkeiten von Routinier Marcinkevicius nicht aus dem Konzept bringen. Die beiden sehr souverän agierenden Schiedsrichter verstanden es aber, die Partie im Rahmen des Erlaubten zu behalten. Je länger das Spiel dauerte, umso mehr verblüffte nun Torhüter Geisser mit teils tollen Paraden, die sogar "Christian, Christian"-Sprechchöre provozierten. Und vorne sorgten vor allem Waldburger, Thomsen, Tobias Sutter und Bischofberger mit sehenswerten Treffern dafür, dass der Tore-Abstand stets in beruhigenden Dimensionen verblieb.

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Vor entscheidenden Partien

Der TV Appenzell rangiert nun auf Platz elf und hat drei Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten, den SV Lägern Wettingen. Ausstehend sind noch zwei Spiele. Am kommenden Samstag, 21. März (19.00 Uhr, Athletik-Zentrum), muss der TVA bei Fides St. Gallen antreten. Eine Woche später, am Samstag, 28. März (19.30 Uhr), empfängt er in der Wührehalle die SG Seen Tigers/Yellow aus Winterthur. Beendet er die Hauptrunde auf dem elften oder dem zehnten Rang, bleibt als Hoffnung die Relegationsrunde. Rein theoretisch wäre sogar noch Rang neun möglich; aber hiefür müsste schon sehr vieles zusammenpassen.

TV Appenzell – Kadetten Youngsters SH 26:20 (10:7)

Appenzell Wühre - 260 Zuschauer - Sr. Schlegel/Steiner

Appenzell spielte mit: Christian Geisser/Andreas Ziswiler (für 2 Penaltys); Andreas Inauen (3), Lukas Manser, Yannick Inauen, Dano Waldburger (6), Fabian Geiger, Tobias Sutter (4), Mads B. Thomsen (8/2), Stefan Bischofberger (4), Elias Valaulta (1). - 4 Zweiminutenstrafen + 1 rote Karte gegen Appenzell und 3 Zweiminutenstrafen gegen Schaffhausen.

Bericht: Martin Hüsler / Bilder: Dani Gmünder

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