Herren 1 mit bemerkenswertem Heimauftritt28.02.2015

Mit der SG Wdenswil war an diesem Samstag ein Gegner mit einem selten praktizierten Spielsystem zu Gast in der Whre. Dank einem couragierten Auftritt bezwang das TVA-Team den aktuellen Tabellenfhrer vor begeistertem Publikum mit 32:29 Toren.

Handballfoto

Im Vorfeld des Spiels wurde bekannt, dass die Gste aufgrund vieler erkrankter Spieler das Match eigentlich kurzfristig verschieben wollten. Was aber die Whrehalle zumindest in der Startphase zum Beben brachte, war der geballte Auftritt einer Spielgemeinschaft vom Zrichsee sowie deren lautstarke Fangemeinde. Es machte nicht unbedingt den Anschein, als ob den Appenzellern eine geschwchte Mannschaft gegenberstehen wrde. Der Gegner des TVA zeigte sich von Beginn weg wild entschlossen, die Punkte mit nach Hause zu nehmen und lieferte den Appenzellern einen erbitterten Kampf. Wdenswil war offensichtlich nicht gewillt, Geschenke zu verteilen und versuchte mit ihrem krfteraubenden Spielsystem die Einheimischen zu "zermrben".

Appenzell musste auch in diesem Spiel auf einen Einsatz von Lukas Gamrat, Sven Sutter und Marco Sutter sowie neu auch Mario Broger verzichten. Egal wie der Gegner heisst und welches Kaliber er aufweist, nun gibt es nur noch eines: das Spiel muss gewonnen werden. Dies schienen sich die Appenzeller auf die Fahne geschrieben zu haben und gingen dementsprechend ans Werk. Wdenswil wollte den Sieg - Appenzell wollte ihn unbedingt.

berlegenheit der Gste

Fr den Grossteil des Publikums waren die Spielvariante des Gegners und das daraus resultierende Handballspiel noch etwas gewhnungsbedrftig. Angesichts der offensiven Abwehrvariante und temporeichen Angriffsauslsung der SG Wdenswil waren Konzentration, Wachsamkeit und Schnelligkeit auf beiden Seiten gefordert. Da die Appenzeller in dieser ersten Halbzeit doch einige hochkartigen Chancen vergaben, bzw. vom gegnerischen Keeper abgewehrt sahen, konnten sie nicht verhindern, dass die Gste sich bald einen Vorsprung herausspielten. Nach 20 Spielminuten verletzte sich mit Elias Valaulta ein weiterer TVA-Spieler, was ein Fragezeichen fr allfllige weitere Spieleinstze in dieser Saison hinterlsst. Nach einer Dreitore-Fhrung stellten die Gste ihr Verteidigungssystem dann auf "Standard" um, konnten ihren Vorsprung locker verwalten und schienen alles unter Kontrolle zu haben. Angesichts einer sichtbaren berlegenheit der Gste und dem Pausenstand von 16:12 fr die Seezrcher war in den Reihen der einheimischen Zuschauer bereits zu diesem Zeitpunkt nur mehr wenig Hoffnung auf einen positiven Spielausgang zu erkennen.

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Geisser`s bersicht

Das TVA-Team kam ruhig und abgeklrt aus den Kabinen, arbeitete von nun an in der Verteidigung mit verstrkter Wirkung und schaffte es tatschlich, sich gegen den Tabellenfhrer whrend zehn Spielminuten keinen Gegentreffer einzuhandeln. Erstaunlich war dabei die Ruhe und Geduld, mit der das Heimteam zu Werke ging. Pltzlich war auf der Anzeigetafel der Spielstand 16:16 zu lesen und die Zuschauer wagten ihren Augen kaum zu trauen. Nebst einer sehr starken Abwehrleistung zeichnete sich Tobias Sutter im Angriff mit einer hohen Trefferquote aus. Im Rckraum kam Stefan Bischofberger zu wesentlich mehr Einsatzzeit und leistete mit gewohnter Entschlossenheit wie hoher Effizienz seinen Beitrag zu einer geschlossen starken Mannschaftsleistung. Dank weiterer Treffer durch Goalgetter Dano Waldburger und Mads Thomsen ging Appenzell kurz darauf gar in Fhrung. Christian Geisser verdankte den beherzten Einsatz seiner Vorderleute mit einem mirakulsen Auftritt in Halbzeit 2 - seine Paraden waren ein weiteres Mal spielentscheidend fr den TVA. Der Lrmpegel in der Whrehalle stieg und man whnte sich zusehends in einem "Hexenkessel". Als der TVA dann gar mit 22:18 Toren fhrte, reagierte man auf der gegnerischen Spielerbank. Der Torhter wurde nun durch einen siebten Feldspieler ersetzt, was Wdenswil zwar weitere Torerfolge, aber auch gewissen Risiken eintrug. Und prompt nutzte Torhter Geisser zweimal die Ballverluste des Gegners und befrderte das Spielgert gleich eigenhndig ins gegnerische Tor. Die Begeisterung und Freude bei ihm und dem Appenzeller Publikum kannte keine Grenzen mehr. Bei seinem dritten Versuch sah er dann seinen weiten Distanzwurf von der Torumrandung abklatschen und zeigte sich nach dem Spiel mit seiner 67%igen Trefferquote nicht gnzlich zufrieden. In den letzten acht Minuten orientierte er sich vermehrt nach vorne und war phasenweise gar im Angriffssektor anzutreffen, was nicht unbedingt nur beruhigende Wirkung auf die TVA-Fans hatte. Die Platzherren brachten aber ihren Vorsprung kontrolliert ber die Zeit und siegten letztendlich mit 32:29 Toren. Mit einer bemerkenswerten Willensleistung rang Appenzell den Tabellenfhrer in einer intensiv gefhrten Begegnung nieder und durfte sich verdientermassen ber weiteren Punktezuwachs freuen.

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Die aktuellen Spiele unseres H1-Teams sind definitiv nichts fr schwache Nerven, dann eher schon etwas fr die Freunde der spannenden Unterhaltung (Thriller, Krimi, etc.). Fr viele werden die Besuche dieser Spiele zur ultimativen Nervenprobe. Die einen mgen schon gar nicht mehr hinschauen oder verzichten gar gnzlich auf einen Besuch. Diejenigen, die am Samstag wieder in der Whrehalle weilten, mussten ihr Kommen definitiv nicht bereuen. Sie kamen in den Genuss einer absoluten Willensleistung und einem Erfolg des gesamten Teams der Handballriege.

Wohl die wenigsten im TVA-Lager haben nach der ersten Halbzeit noch ernsthaft an einen derartigen Spielausgang geglaubt. Das TVA-Team hat sich gut auf ihren Gegner eingestellt und sich geduldig weitere Punkte erspielt. Mit dem Punktzuwachs konnte Appenzell den aktuellen Rckstand auf Wettingen auf einen Zhler reduzieren. Damit kehrt durchaus wieder etwas Hoffnung in das TVA-Team und seine Reihen zurck.

TV Appenzell SG Wdenswil 32:29 (12:16)

Appenzell Whre - 370 Zuschauer - Sr. Zwahlen/Castineiras

Appenzell spielte mit: Christian Geisser (2), Martin Ziswiler; Andreas Inauen (1), Tobias Sutter (5), Stefan Bischofberger (6), Mads Boie Thomsen (5/2), Dano Waldburger (9/2), Elias Valaulta (1), Fabian Geiger (1), Thomas Loser (2), Yannick Inauen, Lukas Manser. - 5 Zweiminutenstrafen gegen Appenzell und 4 Zweiminutenstrafen gegen Wdenswil.

Bericht/Bilder: Dani Gmnder

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