Herren 1 von Beginn weg in Rücklage08.03.2014

Das Ungleichgewicht zwischen einem dezimierten Appenzeller Kader und einer kompletten, ambitionierten Mannschaft aus dem 1.Liga-Spitzenfeld zeigte sich auch schon früh in der Spielentwicklung. Appenzell war an diesem Abend mit der zügigen Spielart der Horgener überfordert und konnte auch im Angriff nicht die nötige Durchschlagkraft erzeugen. Der TVA musste das Spieldiktat den Zürchern überlassen und verlor sein Auswärtspiel deutlich mit 16:29 (7:12) Toren.

Handballfoto

Ein weiteres Mal waren beim TVA einige Spieler arbeits- oder krankheitsbedingt nicht einsatzfähig. So präsentierte sich die Mannschaft am Samstagabend in der gegnerischen Halle mit einem Kader von insgesamt 11 Spielern. Gegen einen der Aufstiegsaspiranten war dies alles andere als eine aussichtsreiche Voraussetzung für einen erfolgreichen Auftritt der Appenzeller. Dass nur wenige der anwesenden TVA-Akteure in Vollbesitz ihrer Kräfte waren, war schnell einmal zu erkennen. Zu selten stand die Verteidigung in gewohnter Manier und auch im Angriff lief wenig zusammen. Appenzeller Erfolge in der Horgener Sportarena haben ohnehin Seltenheitswert – dies wurde auch an diesem Abend wieder einmal bestätigt.

Früh in Rücklage

Das Spielgeschehen der Startviertelstunde ist schnell erzählt. Am Ende dieses Spielabschnitts lagen die Zürcher Seeländer mit 7:1 Toren in Front und bei Appenzell nahm man das Team-Timeout. Obwohl Christian Geisser schon seine ersten Paraden zeigte, musste er in dieser Startphase bereits sieben Mal hinter sich greifen. Horgen erarbeitete sich mit zügigem Angriffswirbel Lücken in der TVA-Abwehr und wusste seine Chancen regelmässig zu nutzen. Die Innerrhödler sahen ihre ersten Schüsse zum einen vom gutdisponierten Zürcher Keeper pariert, zum andern fielen viele der Versuche unpräzis aus und brachten wenig Gefahr. Danach kamen die Gäste etwas besser ins Spiel, konnten ihre Tore 2 und 3 erzielen und wirkten allgemein etwas stabiler. Horgen legte aber in der Folgezeit bezüglich Spieltempo wieder um einiges zu und erspielte sich innert kurzer Zeit einen 7-Torevorspung. Vorteile, die durch Abwehren des TVA-Torhüters entstanden, wurden durch technische Fehler in der Offensive postwendend wieder verspielt. Geisser sorgte aber weiterhin für willkommene Stabilität in der Defensive. Im Angriff lief es nun auch etwas besser und Appenzell gelangen weitere Treffer zum 7:11 Zwischenstand. Kurz vor der Pause landete der Ball nach einer weiteren bravurösen Abwehr des Gästetorwarts unglücklich in den Fängen des Gegners, die dann noch zum 12:7-Pausenstand erhöhen konnten.

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Lage am Tabellenende zugespitzt

Auch in Halbzeit 2 rannten sich die Angriffsspieler der Gäste vermehrt im Abwehrriegel des HC Horgen fest - nur selten gelang ihnen ein Durchkommen. Dazu kam, dass sich für die Holztreffer ebenfalls die Gäste verantwortlich zeigten. Siebenmal sahen sie die Bälle von der Torumrandung abprallen. Horgen spielte sich in hohem Tempo den Ball zu und riss so Appenzeller Abwehr auseinander bis sich die entscheidenden Lücken auftaten. Dies mit einer Wirkung, dass sich auch dem starken TVA-Keeper kaum mehr Abwehrchancen boten. Dazu kam nun eine Vielzahl an erfolgreichen Gegenstössen der Platzherren, mit denen sie ihren Vorsprung relativ bequem ausbauen konnten. Appenzell gelang zwar noch ein paar sehenswerte Treffer, die aber dem klaren Verdikt nicht mehr viel antun konnten. Nachdem Raphael Neff in Halbzeit 2 nicht mehr mittun konnte, fiel auch Mario Broger nach einem Sturz in einer Angriffsaktion zehn Minuten vor Spielende noch verletzt aus. So lief die Uhr herunter und im Lager der Zürcher wechselte das Interesse auf die Resultate der andern Spielplätze. Des einen Freud – des andern Leid. Horgen freute sich über die Niederlagen ihrer direkten Gegner um die Aufstiegsrundenplätze und beim TVA hatte man nach dem Spiel die Tatsache zu verdauen, dass seine Tabellennachbarn dadurch praktisch durchwegs zu überraschenden Vollerfolgen kamen. Dies hat zur Folge, dass die Teams in der zweiten Tabellenhälfte noch näher zusammenrückten. Die Ausgangslage für den weiteren Saisonverlauf könnte spannender kaum sein. Das Spiel zwischen Horgen und Appenzell endete mit einem 29:16 auf der Resultattafel. Nun gilt es, dieses Spiel abzuhaken und sich auf die kommenden Aufgaben zu konzentrieren.

HC Horgen – TV Appenzell 29:16 (12:7)

Horgen Waldegg - 70 Zuschauer - Sr. Hess/Zimmermann.

Appenzell spielte mit: Christian Geisser; Stefan Bischofberger (1), Mario Broger (1), Christian Hamm (2), Ramon Hörler (3), Andreas Inauen, Sven Lämmler (1), Stefan Metzler (2), Fabian Neff (4), Raphael Neff (2/2), Silvan Neff. – 4 Zweiminutenstrafen gegen Horgen/ 2 Zweiminutenstrafen gegen Appenzell.

Bericht/Bilder: Dani Gmünder

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