Herren 1 verliert stark ersatzgeschwächt22.02.2014

Ohne seine drei verletzten Topskorer und weiteren Abwesenden standen die 1.Liga-Handballer des TV Appenzell gegen Uster auf verlorenem Posten. Die Appenzeller verlangten den Zürchern trotzdem alles ab. Dank ihrem sprichwörtlichen Kampfgeist fanden sie nach einem Siebentore-Rückstand nochmals ins Spiel zurück, verloren dann aber doch klar mit 21:30 (11:16).

Wie befürchtet fehlte neben dem verletzten Fabian Neff auch sein Bruder Raphael. Dann kam wegen einer Schulterprellung auch noch Roman Hörler dazu. Dazu konnten berufshalber auch noch Tobias Sutter und Fabian Wüthrich nicht mittun. So verfügten die Innerrhoder vor rund 150 Zuschauern nur noch über neun Feldspieler. Und so kämpften die Einheimischen mit dem letzten Aufgebot. Dies aber sehr aufopferungsvoll und couragiert und zur Freude der an diesem Abend eher kleinen Zuschauerkulisse. Uster - angetreten auch mit einigen wenigen Akteuren, welche innerhalb einer Spielgemeinschaft auch dem Kader des NLA-Clubs Stäfa angehören - gewann verdient, denn es lag in dieser Partie nie im Rückstand. Die Appenzeller konnten einzig zum 4:4, 5:5 und zum 6:6 ausgleichen. Nebst dem guten Kampfgeist produzierten die Einheimischen auch immer wieder kleine Fehler, welche zur Niederlage führten. Die Platzherren hatten aber eine Niederlage in dieser Höhe nicht verdient und hatten alles versucht. Pech hatten die Innerrhoder auch mit rund einem halben dutzend Schüssen an die Holzumrandung. Und der erst 20jährige Mario Broger versuchte Verantwortung zu übernehmen, hatte aber nebst seinen dieses Mal "nur" drei Toren bei weiteren acht Abschlussversuchen kein Glück (die beiden Torwarte der Zürcher erwischten auch nicht den schlechtesten Tag). Stefan Metzler und Sven Lämmler gelangen zusammen immerhin neun Treffer. In der Abwehr wurde versucht energisch und konsequent zuzupacken, was aber auch zu fünf Siebenmeter für den Gegner führte.

Spielverlauf

Uster startete besser und Appenzell lag nach neun Minuten mit 2:4 zurück. Dann machten die Einheimischen die Partie schnell und das Spiel verlief bis zum 6:6 ausgeglichen. Danach aber gelangen Uster drei Treffer in Folge und Appenzell lag wieder zurück. Und bis zur Pause wurden es sogar fünf Tore Differenz. Die Gäste bestimmten auch den Auftakt zur zweiten Hälfte. Als die Partie beim Stande von 12:19 nach 33 Minuten entschieden schien, kamen die Innerrhoder bis zur 45. Minute gar wieder auf 18:20 heran. Dies auch Dank einem sehr starken Torhüter Christian Geisser mit insgesamt über 15 erfolgreichen Paraden. Zudem verzeichnete Andreas Inauen mit guter Schusstechnik mehrere schöne Treffer. Auch der kräftige und unberechenbare Kreisläufer Sven Sutter stellte die Gästeabwehr immer wieder auf die Probe. In dieser Spielphase liess das Heimteam gar noch die Hoffnung aufkommen, dass das Spiel noch gedreht werden könnte. Dann aber schwanden die Kräfte und Uster hatte leichtes Spiel. Nach einer zehnminütigen Torflaute fanden die Gäste wieder besser ins Spiel. Als Appenzell mit 19:26 zurücklag, war die Entscheidung endgültig gefallen. Und am Ende lautete die Differenz gar neun Tore, womit aber die Niederlage der Einheimischen zu hoch ausfiel.

TV Appenzell - SG Uster 21:30 (11:16)

Appenzell Wühre - 160 Zuschauer - Sr. Heusser/Künzle.

Appenzell spielte mit: Christian Geisser / Mario Rempfler; Andreas Inauen (5), Christian Hamm, Mario Broger (3), Stefan Bischofberger, Stefan Metzler (5/2), Elias Valaulta (1), Sven Sutter (3), Sven Lämmler (4), Silvan Neff.

3 Zweiminutenstrafen gegen Appenzell / 3 Zweiminutenstrafen gegen Uster.

Bericht: Martin Kradolfer

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