Herren 1 schafft erste Hürde im CH-Cup15.09.2013

Am Sonntag traten die 1.Liga-Handballer des TVA in der Steinachhalle zum ersten Saisonderby gegen den SV Fides an. Dabei ging es um den Einzug in die 1.Hauptrunde des CH-Cups. In einem intensiv umkämpften, spannenden Match behielt das TVA-Team das bessere Ende für sich und siegte mit 27:26 Toren.

Wenn das Ergebnis umgekehrt ausgefallen wäre, hätte man wohl gesagt: Super gekämpft – trotzdem verloren. Appenzell hat aber den Rückschlag vom Vortag gut verarbeitet, die Doppelbelastung (2 Spiele in 24 Stunden) weggesteckt und die Mannschaft des SV Fides in einem würdigen Cupfight knapp bezwungen.

Handballfoto

Geisser als starker Rückhalt

In einem von Beginn weg intensiv geführten Spiel dauerte es drei Minuten bis der erste Treffer bejubelt werden konnte, was den Einheimischen vorbehalten war. Appenzell schaffte aber postwendend der Ausgleich und legte gleich zwei Tore nach. Die 5:2 Führung der Innerrhödler nach zehn Spielminuten gab den besseren Start der Gäste wieder. Der torarme mittlere Abschnitt der ersten Spielhälfte war geprägt von einem intensiven Kampf um den Ball und den ersten Zeitstrafen. Dies nach dem Motto – Im Derby gibt man keinen Ball verloren. Der verbissene Einsatz beider Teams führte aber auch zu hektischen Szenen. Viele Bälle gingen dabei verloren oder es kam zu unkontrollierten Abschlüssen. Bei Appenzell glänzte immer wieder Schlussmann Ch. Geisser, der mit letztendlich 21 Paraden eine wichtige Basis zum Erfolg legte. Gegen Ende der ersten Halbzeit liess die Treffsicherheit im Angriff des Gästeteams zusehends nach. Gleichzeitig fanden die Fidesler vermehrt Lücken in der sonst stabilen Abwehr des TVA. So konnten die Platzherren vier Minuten vor dem Pausenpfiff den Ausgleich erzielen. Nach ihrem Führungstreffer hatte ihr linker Flügelspieler gar die Chance auf 12:10 zu erhöhen. Der treffsicherste Akteur der St.Galler scheiterte aber am starken Keeper Geisser. Nach einem Ballverlust der Gäste wurde aber dieses Ergebnis doch noch Tatsache. Appenzell nahm sein Team-Timeout und nutzte die folgende Minute mittels einstudierter Variante zu einem wahren Traumtor. Fides verzeichnete in dieser Spielhälfte die bessere Chancenauswertung und so gelang ihnen in den letzten Sekunden dann auch noch der Treffer zur 13:11 Pausenführung.

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Grosser Wille zum Sieg

Auch in Halbzeit 2 erleben die Zuschauer einen besseren Start der Gäste. Appenzell wirkte konzentriert, machte innert Kürze den Rückstand wett und liess starken Siegeswillen erkennen. Während die St.Galler einige Male Pech mit Schüssen an die Torumrandung zu beklagen hatten, sorgten die Gebrüder Neff aus dem Rückraum mit wuchtigen Würfen für weitere Gästetreffer. Nach einer Zweitore-Führung der Appenzeller fand Fides ab Mitte zweiter Halbzeit wieder besser ins Spiel und konnte das Resultat ausgeglichen gestalten. In einem offenen Schlagabtausch wurden vermehrt Schüsse von Abwehrreihen erfolgreich geblockt. Bei Appenzell schienen sich die Ereignisse der ersten Halbzeit zu wiederholen. Die Ballverluste mehrten sich, doch daraus resultierende Gegenstösse wurden vom Gegner nur spärlich genutzt. Und diese TVA-Phase dauerte nicht lange – das Spiel behielt seine Spannung. Die Tore fielen nun regelmässig auf beiden Seiten. Weitere Zeitstrafen und je ein Platzverweis waren die Folge einer intensiv geführten Partie. Als eigentlicher Joker entpuppte sich letztendlich Fabian Wüthrich. Gegen Schluss der Partie eingesetzt, sorgte er mit einem sehenswerten Sprungwurf aus dem Rückraum wieder für einen Zweitore-Abstand. Fides antwortete mit dem erneuten Anschlusstreffer. Und dann nutzten die Appenzeller ihr Team-Timeout ein weiteres Mal optimal – Wüthrich schloss einen tollen Angriff aus der Flügelposition ab und setzte den Ball vorentscheidend in die Maschen. Der Treffer zum 26:27 der Gastgeber in den letzten Spielsekunden konnte dem Erfolg des TVA-Teams nichts mehr antun.

SV Fides St.Gallen – TV Appenzell 26:27 (13:11)

St.Gallen AZSG 1-3 - 130 Zuschauer - Sr. Bernet/Wick.

Appenzell spielte mit: Christian Geisser(1.-60.)/ Mario Rempfler (für 1 Penalty); Stefan Bischofberger, Mario Broger, Martin Geisser (3), Christian Hamm, Ramon Hörler (3/1), Andreas Inauen (1), Sven Lämmler (1), Fabian Neff (6), Raphael Neff (9/1), Tobias Sutter (1), Fabian Wüthrich (3).

Vier Zweiminutenstrafen + 1 rote Karte gegen Fides / Acht Zweiminutenstrafen + 1 rote Karte gegen Appenzell.

Bericht: Dani Gmünder

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