Herren 1 lässt in Zürich nichts anbrennen09.02.2013

Das 1.Liga-Herrenteam des TVA traf am Samstag in der Saalsporthalle auf das achtplatzierte GC Amicitia Zürich und somit auf einen Gegner, gegen den sich die Appenzeller in den vergangenen Jahren auswärts immer schwer taten. Mit einer überzeugenden Abwehrleistung erspielte sich der TVA eine deutliche Pausenführung und konnte diesen Vorsprung in der 2. Spielhälfte verwalten. Appenzell gewann dieses Match in Abwesenheit von Lieberherr, Lämmler und Wüthrich mit 22:16 Toren.

Handballfoto

Überzeugende Abwehr

Der Zuschaueraufmarsch hielt sich in Grenzen. Im imposanten Raum der Saalsporthalle (2300 Sitzplätze) verloren sich neben den Aktiven noch etwa gleich viele Zuschauer (inkl. Funktionäre). Während der Einspiel- , bzw. Aufwärmphase der beiden Teams entstand der Eindruck, als ob sich für diesen Abend in erster Linie die Einheimischen etwas vorgenommen hätten. Sie wirken um einiges frischer und agiler als die Gäste. Appenzell war aber von der ersten Spielminute an voll da und präsentierte sich in Abwehr und Angriff konzentriert. Dies war auch erforderlich, denn auch die Platzherren zeigten sich sichtlich gewillt, ihr Punktekonto nach Möglichkeit aufzustocken. Nach zehn Minuten lagen die Hausherren mit 4:3 in Front und konnten nach der ersten Zeitstrafe gegen den TVA in Überzahl agieren. In dieser leicht kritischen Phase setzte aber Neff ein erstes Ausrufezeichen und erzielte den Ausgleich. Kurz darauf bediente TVA-Keeper Masina seinen Mitspieler Hamm mit einem Traumpass übers ganze Feld, der diesen Gegenstoss sicher verwandelte. In der Folgezeit wurden auf beiden Seiten zum Teil Chancen derart fahrlässig vergeben, dass das Publikum das Gesehene kaum glauben konnte. Das Spiel verlief bis zur 20.Minute ausgeglichen. Die Innerrhödler waren es, die ihre Chancen vor allem in den letzten acht Minuten der ersten Halbzeit dann besser nutzten und bis zum Seitenwechsel auf 11:6 davonzogen. Begünstigt wurde diese Spielentwicklung durch den tollen Auftritt von ihrem Torhüter und der disziplinierten Abwehrarbeit.

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Vorsprung verwaltet

Die Zürcher Verteidigung ging in Halbzeit 2 offensichtlich mit einer verstärkten Aggressivität zu Werke, was von den beiden Schiedsrichtern nur selten geahndet wurde. Die erste Torchance wurde von den Platzherren kläglich vergeben. Gleich im Anschluss patzte der TVA im Angriff, doch Masina korrigierte, indem er beim darauffolgenden Gegenstoss Schuss und Nachschuss glänzend parierte. Den Einheimischen gelangen ihre Tore vorwiegend mittels postwendenden Aktionen, nachdem die Appenzeller geduldig ihren Torerfolg erarbeitet und dabei einige Male infolge technischer Fehler den Ball verloren hatten. War die TVA-Verteidigung bereit, gab es für GC Amicitia nur schwer ein Durchkommen. In der 44. Spielminute wurde Christian Geisser für einen Siebenmeter eingewechselt, den er gleich parierte und für den Rest der Partie das Tor hütete. Beide TVA-Torhüter brachten es gemeinsam auf beachtliche 22 Paraden und waren während des gesamten Spiels mitentscheidend, dass die Appenzeller ihren Vorsprung verwalten konnten. In einer weiteren sehenswerten Aktion versuchte Raffi Neff ein Anspiel zu Sven Sutter. Schon fast aussichtlos - erreicht der von ihm gespielte Ball den Kreisläufer im letzten Moment, doch Sutter`s Geschoss knallt an den Pfosten. Neff reagiert aber blitzschnell und reüssiert im Nachschuss. Schlecht genutzt wurde von den Gästen in Halbzeit 2 das Überzahlspiel. Nach dem Team-Timeout des TVA kamen die Zürcher gar nochmals auf drei Tore Differenz heran, da Appenzell in der Konzentration auch etwas nachliess. Doch die Zürcher schienen ihre Kräfte verpufft zu haben und nicht mehr an eine Wende zu glauben. Der TVA legte nochmals zu und markierte durch R. Neff, bzw. Ch. Hamm die letzten beiden Treffer des Spiels zum Schlussstand von 22:16 zu ihren Gunsten.

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Bei Appenzell trugen sich beinahe alle Spieler in die Torschützenliste ein, was aufzeigt, dass sie alle Positionen durchaus erfolgreich in ihr Angriffspiel einbezogen. Ramon Hörler war die zweiwöchige Trainingspause (Auslandaufenthalt) kaum anzumerken. Auch ihm gelangen sehenswerte Tore vom Flügel. Nicht nur bei den Appenzeller Spielern gab es zufriedene Gesichter – dies war auch bei den mitgereisten Zuschauern der Fall. Es gab nicht nur verpasste hochkarätige Chancen zu sehen, sondern auch einige sehenswerte Spielzüge und sowie tolle Treffer zu bewundern. Zu den Schönsten gehörten das Tor von Mario Broger, der aus dem Rückraum das runde Ding in die rechte obere Ecke wuchtete und der Treffer von Hörler, der in Bedrängnis und aus praktisch aussichtsloser Flügelposition reüssierte. Die Rückreise an die heimische Fasnacht konnte somit froh gestimmt in Angriff genommen werden.

GC Amicitia Zürich – TV Appenzell 16:22 (6:11)

Zürich Saalsporthalle - 25 Zuschauer - Sr. Fässler/Meier.

Appenzell spielte mit: Andreas Masina (1.-44.)/Christian Geisser (44.-60.); Stefan Metzler (2), Raphael Neff (6/1), Fabian Neff, Tobias Sutter, Christian Hamm (4), Sandro Wirz (2), Mario Broger (1), Martin Geisser (1), Sven Sutter (2), Ramon Hörler (4).

Strafen: 5 x 2 Minuten gegen Amicitia; 5 x 2 Minuten gegen Appenzell.

Bericht/Bilder: Dani Gmünder

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