Herren 1 erringt mühevollen Pflichtsieg15.12.2012

Die 1. Liga Handballer des TV Appenzell lieferten sich gegen die SG Seen Tigers/Yellow aus Winterthur während sechzig Minuten ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, welches die Appenzeller nur knapp mit 25:23 für sich entscheiden konnten.

Mit dem Heimvorteil im Rücken hätte man sich gegen die zehntplatzierten Winterthurer wahrlich einen deutlicheren Sieg der Innerrhoder erhoffen dürfen. Die Partie blieb von der ersten bis zur letzten Spielminute ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Die TVA-Handballer bekundeten Mühe mit der schnellen Spielweise ihrer Gäste, konnten aber dennoch vor der Halbzeitpause die Führung übernehmen. Die Winterthurer liessen während der zweiten Halbzeit einige Chancen an der Siebenmeterlinie ungenutzt, was ihnen zum Schluss den Sieg kostete.

Zahnlos im Angriff

Das erste Tor des Abends war allerdings ein erfolgreicher Siebenmeter der Winterthurer in der dritten Spielminute. Ungewohnt lange hinkten die Innerrhoder, die im Angriff etwas zahnlos auftraten, danach ihren Gästen hinterher. Einzig Raphael Neff sorgte in dieser Phase offensiv für die nötige Spieldynamik und blieb torgefährlich. Bis zum Spielende hin sollte er ganze neun Treffer erzielt haben. Die Winterthurer ihrerseits verfügten über die bessere Ballkontrolle, spielten im Angriff mit mehr Risiko und verschafften sich so immer wieder freie Wurfpositionen. Die Appenzeller hingegen liessen den Ball lange kreisen und fanden dennoch selten eine gegnerische Abwehrlücke. Insbesondere bei schnellen Gegenstoss-Aktionen bekundeten die Einheimischen Mühe, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Dann aber griffen die beiden Flügelspieler Sven Lämmler und Ramon Hörler mit erwachtem Selbstvertrauen in die Partie ein und deckten den Winterthurer Torwart Adrian Inauen mit präzisen Schüssen von der Seite ein. Ab der 20. Spielminute konnten die Appenzeller die Spielführung übernehmen und diese kontinuierlich auf vier Zähler ausbauen. Die Winterthurer attackierten nun früh ihren Gegner, versuchten das Angriffsspiel des TVA rasch zu unterbrechen und suchten nach Ballbesitz sofort den schnellen Abschluss. Die Innerrhoder hatten ihre Verteidigung aber blitzschnell organisiert und wussten den Gegenangriff effizient zu unterbinden. Dank dieser Abgeklärtheit ging der TVA mit leichtem Vorsprung in die Halbzeitpause (15:13).

Handballfoto

Spannung bis zum Schluss

Die Gäste liessen sich auch nach der Pause nicht abschütteln und konnten wieder bis auf einen Zähler Differenz verkürzen. Geisser, Lämmler und die Brüder Fabian und Raphael Neff erhöhten zwar den Druck aufs gegnerische Tor, doch es fehlte das Überraschungsmoment im Angriff und viele der Distanzschüsse blieben für den Winterthurer Keeper gefahrlos. Am Kreis trat Tobias Lieberherr nun vermehrt in Aktion. Er verschaffte sich zwar den nötigen Freiraum, musste diesen aber mit zwei Zweiminutenstrafen bezahlen. Auf der Gegenseite blieb Christoph Meili der auffälligste Spieler. Dieser erzielte neun Treffer, konnte den TVA jedoch nicht im Alleingang bodigen. Nach einer herrlichen Doppelparade von Christian Geisser und zwei aufeinanderfolgenden Torerfolgen durch Fabian Neff in der 46. Spielminute, lag der TVA plötzlich mit vier Treffern in Führung. Die Winterthurer mobilisierten nochmals alle Kraftreserven, verhedderten sich unter Zugzwang aber immer wieder im Angriff. Als sich der TVA in den Schlussminuten nochmals einige Fehler erlaubte und den Gegner in Ballbesitz brachte, stand das Spiel nochmals auf der Kippe. Eine erneute Parade von Geisser und der verdiente Schlusstreffer des neunzehnjährigen Ramon Hörler sicherten Appenzell den knappen 25:23 Sieg in dieser äusserst fair gespielten Handballpartie.

TV Appenzell – SG Seen Tiger/Yellow W`thur 25:23 (15:13)

Appenzell Wühre - 340 Zuschauer - Sr. Fleischli/Widmer.

Appenzell spielte mit: Andreas Masina/ Christian Geisser (Tor), Ramon Hörer (5), Sven Lämmler (3), Sandro Wirz, Martin Geisser (1), Fabian Wüthrich (1), Tobias Lieberherr (3), Stefan Metzler, Fabian Neff (3), Raphael Neff (9).

Strafen: 3 x 2 Minuten gegen Appenzell; 3 x 2 Minuten gegen Winterthur.

Bericht/Bilder: Thomas Hutter

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