Herren 1 mit entscheidender Schwächephase 17.11.2012

Ab der 14. Minute lagen die 1. Liga-Handballer des TV Appenzell beim wiedererstarkten Dietikon-Urdorf bis zur 45. Minute meist knapp in Führung. Dann aber kam ein leistungsmässiger Einbruch und neun Minuten später lagen die Innerrhoder mit sechs Treffern im Rückstand. Der darauffolgende Endspurt kam letztendlich zu spät und es resultierte für die Appenzeller lediglich noch eine Resultatverbesserung zum 26:28.

Neben Sandro Wirz und Ramon Hörler mussten die Gäste auch auf Sven Sutter verzichten. Insgesamt verfügten der TV Appenzell über zehn Feldspieler und zwei Torhüter. Die Innerrhoder setzten auf den Zürcher Daniel Imhof ab Beginn eine Spezialbewachung an, was sich auch bezahlt machte. Aus dem Spiel heraus gelangen dem Topskorer nur zwei Treffer.

Dem Gegner einen Schritt voraus

Dank starken Abwehrreihen und Torhütern (bei Appenzell war es Andreas Masina) auf beiden Seiten dauerte es seine Zeit bis Tore fielen. Nach dem 4:4 nach 13 Minuten lagen die Appenzeller meist mit einem bis drei Toren in Führung, konnten sich aber nie absetzen. Obwohl Raphael Neff mit seiner Schussleistung nicht nur zufrieden war, erzielte er am meisten Treffer. Mit der Zeit kam auch sein Bruder Fabian in Fahrt. Wieder eine tadellose Leistung bot Sven Lämmler. Herrlich zum Beispiel sein Tor nach einer Körpertäuschung. Und so führte Appenzell zur Pause mit 14:12 und war dem Gegner einen Schritt voraus.

Rote Karte mitentscheidend

In Unterzahl spielend büssten sie nach Wiederbeginn diesen Vorsprung aber schnell ein. Dann konnten sie allerdings nochmals die Führung an sich reissen. Beim Stande von 19:17 für Appenzell verletzte sich Fabian Wüthrich und konnte fortan nicht mehr mittun. Dafür konnte Torhüter Christian Geisser einen Siebenmeter halten und bot auch sonst eine gute Partie. Mitentscheidend war nach 42 Minuten auch die dritte Zweiminutenstrafe gegen Tobias Lieberherr, so dass ein zweiter Akteur nicht mehr mittun konnte. Nach den 20:19 für die Innerrhoder in Unterzahl war es mit der Führung vorbei. Nach 54 Minuten lagen die Gäste plötzlich mit 21:27 zurück und die Entscheidung war eigentlich gefallen. Dies obwohl ein zu spät kommender Schlusssport sie nochmals bis auf zwei Treffer heranbrachte. In der zweiten Spielhälfte waren die Appenzeller im Abschluss nicht mehr so erfolgreich, was zum Teil auch auf die Qualität des Zürcher Torhüters Josip Katicic zurückzuführen war. Aber die Gäste produzierten insgesamt zu viele Fehler. Auch fehlten den Innerrhodern die Routine und das Glück, welches ihnen in früheren Partien auch schon einige Male zur Seite stand.

Gute Platzierung

Trotz der zweiten Niederlage im achten Spiel gehören die Appenzeller weiterhin zu den besten vier Mannschaften ihrer Gruppe. Vor dem Spitzenspiel vom nächsten Samstag gegen das punktgleiche Fides (Rang drei) liegen die Innerrhoder (Platz vier) nur zwei Zähler hinter dem Spitzenreiter Kreuzlingen.

HC Dietikon/Urdorf – TV Appenzell 28:26 (12:14)

Urdorf Zentrum - 60 Zuschauer - Sr. Zaugg/Zimmermann.

Appenzell spielte mit: Andreas Masina/Christian Geisser; Mario Broger (1), Martin Geisser, Christian Hamm, Sven Lämmler (6), Tobias Lieberherr (3), Stefan Metzler (1), Fabian Neff (6), Raphael Neff (9/4), Fabian Wüthrich, Tobias Sutter.

Strafen: 4 x 2 Minuten gegen Dietikon; 4 x 2 Minuten + 1 x rote Karte gegen Appenzell.

Bericht: Martin Kradolfer/Dani Gmünder

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