Herren 1: TVA-Handballer dürfen weiterhin hoffen26.03.2011

Im Spitzenspiel gegen die SG Albis Foxes Zürich gewinnt der TVA überraschend deutlich. Das Team von Spielertrainer Rolf Erdin zeigte am Samstagabend in der Wührehalle eine Glanzleistung. Mit einem klaren 38:29 Sieg gegen die Albis Foxes rückt die Möglichkeit auf einen Platz in der Aufstiegsrunde für die 1. Liga Handballer des TV Appenzell wieder näher.

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Bild: Heinz Guntli beschäftigt die gegnerische Abwehr

Anstelle des Fussballknüllers Bulgarien-Schweiz hiess es für die TVA-Handballer am Samstagabend: Antreten zum Spitzenspiel gegen den Tabellennachbarn „SG Albis Foxes Zürich“. Das Rückspiel gegen die momentan zweitplatzierten Zürcher fand unter gänzlich anderen Voraussetzungen als das verlorene Hinspiel statt. Vergangenen November fehlten in den Reihen der Appenzeller die verletzten Schlüsselspieler Rolf Erdin und Raphael Neff. Dennoch waren es die Zürcher, die der Heimmannschaft von Beginn weg ihre schnelle Spielweise aufdrängten. Torwart Andreas Masina stellte mit drei eindrücklichen Paraden jedoch gleich in den ersten Spielminuten klar, dass der TVA es den Gästen nicht einfach machen würde. In der Folge versuchten die Zürcher, über ihren Kreisspieler zu besseren Torchancen zu gelangen. Geschickt spielten sie diesen nach Wurftäuschungen an und erzielten so bald eine Zwei-Tore-Führung.

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Bild: Flügelspieler Wirz überzeugte mit fast perfekter Trefferquote

Starke Flügelspieler

Der Vorsprung währte nicht lange. Nach 16 Spielminuten begannen die Innerrhoder, ihre Gäste in die Mangel zu nehmen. Sandro Wirz und Christian Hamm deckten die Zürcher mit spektakulären Flügeltreffern ein und katapultierten ihr Team mit fünf Zählern in Führung. Von diesem plötzlichen Kraftakt überrascht, versagte die Zürcher Angriffswelle gänzlich. Zwar spielten die Gäste weiterhin druckvoll, doch führte das riskante Angriffsspiel zu Fehlpässen und die Nachlässigkeiten in der Abwehr nahmen zu, was wiederum die Appenzeller sofort nutzten. Innerhalb weniger Spielminuten baute der TVA seine Führung dank schneller Gegenstösse durch Hamm und Neff sowie einem starken Heinz Guntli am Kreis weiter aus. Die Albis Foxes waren wie gelähmt und an der Seitenlinie tobte Trainer Felix Marti, der für seinen Wutausbruch kurz vor der Halbzeitpause die gelbe Karte kassierte. Dies änderte wenig am Halbzeit-Resultat von 21:12.

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Bild: Topskorer Raphael Neff sucht Anspielstation

Lahme Füchse

„Ein derart grosser Rückstand wird auch moralisch schwer zu verkraften sein“, meinte Torwart Andreas Masina zur ungemütlichen Lage der Zürcher. Tatsächlich gelang es den Albis Foxes in keiner Weise, an das gute Spielniveau der Anfangsphase anzuknüpfen. Verbesserungen waren nur in der Verteidigungsarbeit auszumachen. Kreisspieler Heinz Guntli wurde von den Gästen mit einer Doppel-deckung aus dem Spiel genommen und die kompakte Zürcher Abwehr zwang die Innerrhoder zu schwierigen Distanzschüssen. Kurzzeitig brachte dies den Zürchern zwar Entlastung, doch Neff blieb auch aus der Distanz zielsicher und verbuchte bis zum Schluss zwölf Treffer. Eine Spielszene war symptomatisch: Trotz einer fast zweiminütigen 6:4 Überzahl gelang es den Gästen nicht, aus dieser vorteilhaften Situation heraus ein Tor zu erzielen. Mit der erneuten Einwechslung von Wirz und Hamm erfolgten sofort wieder die Treffer aus den Flügelpositionen, wodurch der Vorsprung des Heimteams bis zur fünfzigsten Spielminute auf elf Tore Differenz anwuchs. In der Folge dümpelte das Spiel angesichts der aussichtslosen Lage der Zürcher etwas vor sich hin. Die Schlussphase brachte nochmals Spannung, da sich die Gäste mit weiten Pässen und schnellem Angriffsspiel nochmals gegen die drohende Niederlage aufbäumten. Doch von der ersten bis zur letzten Spielminute stimmte bei den TVA-Handballern diesmal alles. Daran konnte auch ein starker Gegner an diesem Abend wenig ändern. Mit dem verdienten 38:29 Sieg dürfen die Appenzeller nun weiterhin auf einen Platz in der Aufstiegsrunde hoffen. Die verbleibenden drei Partien können noch Bewegung in die Tabelle bringen. Doch ein Vorrücken ist ausgerechnet einzig vom weiteren Saisonverlauf der Albis Foxes abhängig.

TV Appenzell – SG Albis Foxes Zürich 38:29 (21:12)

Sporthalle Wühre - 200 Zuschauer - Sr: Eng/Frey.

Appenzell spielte mit: Christian Geisser/Andreas Masina (Tor), Andreas Inauen (1), Christan Hamm (7), Roman Künzler (3), Heinz Guntli (2), Sandro Wirz (8), Martin Geisser, Florian Bolting, Stefan Metzler (2), Raphael Neff (12), Sven Sutter (1), Rolf Erdin (2).

Bericht und Bilder: Thomas Hutter

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