Herren1-Sieg in fasnächtlicher Ambiance05.03.2011

Nach einer desolaten Leistung im letzten Spiel gegen den HC Romanshorn meldeten sich die 1. Liga Handballer des TV Appenzell mit einer deutlichen Antwort zurück. Gegen den SC Frauenfeld gaben sich die Innerrhoder zuhause keine Blösse und fegten die Thurgauer deutlich mit 36:24 vom Platz.

Herren 1

Obschon die Stärkeverhältnisse mit Blick auf die Tabelle eigentlich klar waren - Appenzell steht im Mittelfeld, bei Frauenfeld geht es Richtung Tabellenende – taten sich die TVA-Handballer während der ersten Halbzeit schwer mit dem vermeintlich leichten Gegner. Die Thurgauer waren aus den letzten drei Partien zweimal als Sieger hervorgegangen und mit entsprechendem Selbstvertrauen nach Appenzell gereist. Das Team unter neuer Führung von Trainer Erich Studer (ehemaliger Spieler von Pfadi Winterthur) besass während 30 Minuten klare Spielvorteile. Gefährlich waren die Frauenfelder vor allem durch ihre schnelle Spielweise und mit ihren wirkungsvollen Gegenstössen. Dem TV Appenzell blieb kaum Zeit, die Deckung zu organisieren, bevor der Ball im Netz landete. In der Folge leisteten sich die Innerrhoder zunehmend Fehler in der Verteidigung und griffen einige Male zu spät nach dem Gegner, sodass die Thurgauer zweimal an die Freiwurflinie treten und erfolgreich verwerten konnten. Erst nach 17 Spielminuten gelang Flügelspieler Sandro Wirz der Ausgleichs- und kurz darauf der Führungstreffer. Doch weitere Abwehrfehler, die kurz aufeinanderfolgend zu zwei 2-Minutenstrafen führten, erlaubten es den Gästen, sich in Überzahl die Führung zurückzuerobern. Während die Thurgauer eher hektisch agierten und mit riskantem Passspiel den Torerfolg suchten, verfolgten die Appenzeller einen abwartenden konzentrierten Spielaufbau. Die Geduld zahlte sich schliesslich aus: In den letzten Minuten vor der Pause leisteten Andreas Inauen und Roman Künzler mit zwei Flügeltreffern den Anschluss- und Raphael Neff schliesslich den wichtigen Ausgleichstreffer (14:14).

Frauenfeld in der Statistenrolle

Trotz mässigem Spielverlauf nahmen die TVA-Handballer nach der Halbzeitpause kaum taktische Änderungen vor. Spielertrainer Rolf Erdin forderte einzig, vermehrt die zweite Angriffswelle zu fahren. Hauptakteur im Angriff war der neu eingewechselte Christian Hamm. Mit drei Treffern in Folge brachte er seine Mannschaft in Führung und die Tordifferenz wuchs schon in den ersten Minuten auf fünf Punkte an. Mit einem frühen Time-Out versuchte Frauenfelds Trainer Erich Studer, den Innerrhodern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Doch diese liessen sich nicht beirren. Die Torbilanz nach acht Spielminuten (9:1) sprach deutlich für den TV Appenzell. In den Reihen der Thurgauer griff zunehmend Verunsicherung um sich. Im Angriff agierten die Gäste überhastet und leisteten sich Fehler am laufenden Band. Nur Frauenfelds Edin Hasanovic vermochte sich vereinzelt in Szene zu setzen. Die Appenzeller hatten ihren Gegner dank einer soliden Verteidigungsarbeit fest im Griff. Besonders den gegnerischen Kreisspieler vermochten sie immer wieder zu isolieren, während den Thurgauern gute Alternativen fehlten. Die schwierigen Distanzwürfen verfehlten oft ihr Ziel oder waren leichte Beute für Torwart Christian Geisser.

Von der Euphorie beflügelt gelang es den Innerrhodern in der Schlussphase, schnelle Gegenstösse einzuleiten und spektakuläre Torerfolge zu erzielen. Die Thurgauer konnten in keinster Weise an die solide Leistung der ersten Halbzeit anschliessen. Sie mussten sich mit der Statistenrolle zufrieden geben, während die TVA-Handballer für das heimische Publikum ein Schaulaufen veranstalteten. Mit diesem eindrücklichen 36:24 Sieg rücken die Appenzeller auf den 4. Tabellenplatz vor. Damit bleiben die Chancen auf einen Platz in der Aufstiegsrunde weiterhin intakt.

TVA – SC Frauenfeld 36:24 (14:14)

Wührehalle - 190 Zuschauer - Sr. Hartmann, Meienberg.

Appenzell spielte mit: Christian Geisser/Andreas Masina; Rolf Erdin (1), Martin Geisser (3), Heinz Guntli (1), Christan Hamm (6/2), Andreas Inauen (1), Leslie Lloyd (3), Roman Künzler (3), Daniel Inauen (1), Stefan Metzler (1), Raphael Neff (7/1), Sven Sutter, Sandro Wirz (6)

Bericht und Bilder: Thomas Hutter

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