Herren 1 verspielt mögliche Punkte04.03.2010

Im Spiel vom Donnerstag unterliegt das Team aus Appenzell nach einem Wechselbad der Gefühle auswärts gegen die SG Wädenswil mit 34:35 (20:15) Toren.

Nachdem die SG Wädenswil auf die Rückrunde hin seine Mannschaft mit ehemaligen NLA-und NLB-Spielern aus ihrer Region verstärkt hatte, ging es mit diesem Team vom Zürichsee erstaunlich schnell aufwärts. Die Mannschaft überzeugte in den vergangenen zwei Spielrunden gegen starke Gegner und holte in souveräner Manier auf Anhieb vier Punkte. So reisten auch die Innerrhoder mit nüchternen Absichten nach Wädenswil und zeigten sich gefasst auf entsprechende Gegenwehr. Die Appenzeller agierten mit erstaunlichem Engagement, scheiterten aber letztendlich an eigenen individuellen Fehlern. Ganz am Ende fehlte wohl auch die Kraft mit ihrem kleinen Kader zu reüssieren.

Mangelnde Bereitschaft zu Spielbeginn

Mit dem Schwung aus den Siegen der vorangegangen Spiele starteten die Einheimischen furios in diese Partie. Nach nur knapp vier Spielminuten sahen sie sich mit dem Resultat von 5:0 in Führung. Bei den Gästen funktionierte in dieser Startphase die Zusammenarbeit zwischen Torhüter und Verteidigung in keinster Weise. Gabor Busa gelang es an diesem Abend nicht an die Leistung der vergangenen beiden Spiele anknüpfen. Zudem schien der Gegner gegen ihn ein wirkungsvolles Schusskonzept bereit zu haben.

Fulminante Aufholjagd

Kurz darauf gelang den Appenzellern der viel umjubelte erster Treffer und wirkte wie ein Befreiungsschlag. Das mitgereiste Publikum spürte, dass ihre Mannschaft Unterstützung brauchte und begann lautstark einzuwirken. Das schien dem Team um Spielertrainer Erdin sichtlich gut zu tun. In der Folgezeit kam dann Masina im Tor zum Einsatz und lief zu absoluter Glanzform auf. Innerhalb zehn Minuten fand die Aufholjagd mit dem Treffer zum 10:10 ihren Abschluss. Mit ihrem überragendem Torhüter gelang den Appenzellern gar ihren Schwung weiterzutragen und sich eine Fünftore-Führung zu erspielen. Die Einheimischen wirkten zu diesem Zeitpunkt etwas verunsichert und fanden den direkten Weg zum Tor immer seltener. Das Team aus Appenzell hatte sich nun auch besser auf den gegnerischen Kreisläufer eingestellt. Trotzdem resultierte aus derartigen Situationen der eine und der andere Siebenmeter für Wädenswil. Patric Weingarten, einer der Neuzugänge der Einheimischen, verwandelte sämtliche Penaltys mit seiner Erfahrung souverän. Überhaupt war er Dreh-und Angelpunkt im Spiel der Seeländer und verhinderte eine deutlichere Führung der Gäste. Zu diesem Zeitpunkt entwickelte sich ein hektisches Spiel mit zahlreichen Ballverlusten und technischen Fehlern auf beiden Seiten. Spielertrainer Erdin gelang nach Ablauf der 1.Halbzeit noch ein sehenswerter Treffer. Mit seinem direkt verwandelten Freistoss an der gegnerischen Abwehrmauer vorbei überraschte er den Goalie zur 20:15-Pausenführung.

Unkonzentrierter Wiederbeginn

Auch wenn die SG Wädenswil in Unterzahl die 2.Spielhälfte in Angriff nahm - ein Spieler hatte sich für Reklamieren während der Pause eine Zweiminuten-Strafe eingehandelt - gelang es ihnen die Schwächephasen der Gäste zu nutzen und den Rückstand zu verkürzen. Mit zwei sehenswerten Gegenstössen nach mirakulösen Paraden von Masina gelang es dem Gästeteam vorerst die Führung zu halten. Beim TVA gönnte man nach 40 Spielminuten dem Torhüter eine Verschnaufpause. Doch wie bereits in der ersten Halbzeit schienen die Gastgeber mit dieser Konstellation besser zurecht zu kommen. Dazu kamen etliche Zweiminutenstrafen für die Innerrhoder, die dem Gegner mehr Raum im Angriff ermöglichten. Es gelangen ihnen wieder Treffer im Minutentakt und bald war der Ausgleich Tatsache. Doch auch hier zeigten die Appenzeller tolle Moral, nützten kleinere Schwächen der Zürcher aus und legten wieder zwei Tore vor. Die letzten zehn Spielminuten waren dann an Spannung kaum mehr zu überbieten. Auf die jeweilige Führung mittels schnell ausgetragenen Angriffen der SG Wädenswil, wusste der TVA immer wieder eine Antwort, so dass die Partie bis zum Ende umstritten blieb. In der letzten Spielminute waren die Gäste im Ballbesitz und hatten die Chance mit einem Führungstreffer zumindest die Hoffnung auf einen Punktegewinn aufrecht zu halten. Ein weiteres Mal liefen sie sich jedoch in der Wädenswiler Verteidigung fest. - Ausgerechnet in dieser entscheidenden Spielphase hatte die Innerrhoder Fangemeinde eine Panne zu beklagen. Die Fanglocken wurden beinahe während der gesamten Spielzeit mächtig durchgeschüttelt. So kam es, dass sich innert Minutenfrist gleich die Klöppel beider Glocken in weitem Flug von ihrem "Wohnraum" verabschiedeten. - Nachdem die Einheimischen noch das Teamtimeout bezogen, gelang ihnen mit einem schnörkellosen Angriff Sekunden vor Schluss der Siegestreffer.

Appenzell verbleibt im Abstiegskampf

Für die verbleibenden Partien ist somit Hochspannung angesagt. Auch wenn es in diesem Spiel ein weiteres Mal knapp nicht gereicht hat; die Mannschaft lässt sich sichtlich von einem begeisternden Publikum tragen. Bleibt zu hoffen, dass viele Fans und Handballfreunde das Team bei ihren restlichen Spielen unterstützen und somit der Hoffnung auf den Ligaerhalt Nahrung geben.

Torfolge: 2:0; 5:0; 5:1; 7:2; 7:8; 10:10; 10:11; 11:11; 11:17; 12:17; 14:19; 15:20 / 17:20; 19:21; 20:23; 22:25; 25:25; 28:26; 30:28; 31:30; 32:31; 33:32; 34:33; 34:34; 35:34

SG Wädenswil - TV Appenzell 35:34 (15:20)

Wädenswil Glärnisch - 52 Zuschauer.

Schiedsrichter: Bätschmann/Schlegel

Appenzell mit: Andreas Masina/Gabor Busa, Roman Künzler (9/2), Rolf Erdin (10), Leslie Lloyd (2), Sven Sutter (6), Tobias Sutter (1), Diego Goldener, Philipp Mathies, Martin Geisser (3), Andreas Inauen (3).

Strafen: Wädenswil 5-mal 2 Minuten, Appenzell 8-mal 2 Minuten.

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