Herren 1 ohne den erhofften Befreiungsschlag27.02.2010

Die TVA-Handballer spielen gegen Tabellennachbarn HC Dietikon-Urdorf unentschieden.

Der erhoffte Befreiungsschlag blieb fr den TV Appenzell im drittletzten Spiel aus. Im Kampf am Strich mussten sich die 1. Liga Handballer in einer hektischen Partie gegen den HC Dietikon-Urdorf mit einem Unentschieden zufrieden geben. In der Schlussphase vergaben die Appenzeller eine Zweipunkte-Fhrung.

Die Zrcher lagen mit einem Spiel weniger und einem Sieg mehr als die Innerrhoder einen Platz weiter vorne in der Tabelle. Momentan bewegen sich der TV Appenzell, der HC Dietikon-Urdorf sowie SG Bruggen/Fides mit je siebzehn Punkten hart am Strich. Darunter beginnen bereits die Abstiegspltze. Die Innerrhoder standen am Samstag zuhause im Rckspiel gegen den HC Dietikon-Urdorf unter starkem Zugzwang, zumal das Hinspiel gegen die Zrcher usserst knapp verloren ging.

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Kaltstart erwischt

Vor heimischer Kulisse durften sich die TVA-Handballer nun keine Blsse geben und es galt, den Gegner frh zu stren und seinen Freiraum einzuschrnken. Doch die Innerrhoder erwischten einen Kaltstart, agierten gehemmt und leisteten sich in der wichtigen Startphase zu viele Fehler. Im Angriff fehlten die Ideen gegen die defensiv stark auftretenden Gegner und viele Psse verfehlten ihr Ziel. Die Zrcher hingegen forcierten von Beginn weg ein hohes Tempo und kamen mit berraschenden Gegenstossaktionen zu ihren ersten Punkten. Torwart Andreas Masina war nicht in bester Form und schien gegen die przisen Schsse aus dem Rckraum machtlos. In der 10. Minute lagen die Zrcher bereits mit 8:4 vorne. Darauf bernahm Gabor Busa bis zum Schluss des Spiels den Platz im Tor. Lange Zeit kam der Angriff der Appenzeller nicht auf Touren und die Zrcher blockten Schuss um Schuss. Erst als der junge Lloyd Leslie auf der Flgelposition das Zepter in die Hand nahm und wichtige Punkte holte, wurden die Innerrhoder aus ihrer Lethargie geweckt. Kontinuierlich arbeiteten sich die TVA-Handballer wieder heran. In der 20. Minute gelang Roman Knzler endlich der Ausgleichstreffer und vier Minuten spter sogar der Fhrungstreffer zum 14:13. Doch damit war der Exploit bereits wieder beendet und bis zur Halbzeit gelang es keinem der beiden Teams, sich abzusetzen. Whrend zehn Minuten hinkte Appenzell immer knapp mit dem Anschlusstreffer hinterher, doch konnte die Heimmannschaft durch ein Tor in letzter Sekunde, wiederum durch Knzler, mit einer hauchdnnen 17:16 Fhrung in die Pause gehen.

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Befreiungsschlag blieb aus

Mit dem knappen Resultat nahmen auch die Frustrationen auf dem Feld zu. In den ersten Minuten der zweiten Hlfte kam es zu einer Meinungsverschiedenheit zwischen Spielertrainer Rolf Erdin und seinem Gegenspieler. Beide wurden mit Zweiminutenstrafen belegt und weil es fr Erdin bereits die dritte war, sah er die rote Karte und musste sich den Rest des Matchs von der Bank aus ansehen. Das Spiel glitt den beiden Schiedsrichtern Beat Jucker und Yannick Ulmann zusehends aus den Hnden. Immer hufiger griffen die Spieler zu unlauteren Mitteln, um den Gegner zu stoppen. Von den Schiris hagelte es Zweiminutenstrafen - zwlf Stck allein in der zweiten Hlfte - was die Stimmung zustzlich anheizte.

Lange blieben die Zrcher, nachdem sie den Appenzellern die Einpunkte-Fhrung wieder abgenommen hatten, den Gastgebern eine Nasenlnge voraus. Zwar wagten die Innerrhoder vermehrt den schnellen Abschluss, die meisten Torschsse waren aber wenig druckvoll, sodass Torwart Josip Katicic kaum gefordert wurde. Erst in der 44. Minute gelang den TVA-Handballern wieder ein Fhrungstreffer. Am Kreis konnte sich endlich Marco Sutter in Szene setzen und er erzielte zwei wichtige Treffer, sodass Appenzell unverhofft zu einer Zweipunkte-Fhrung kam. Nachdem Gabor Busa auch noch einen Siebenmeter hielt und Florian Bolting mit einem Flgeltreffer zur 27:24 Fhrung ausbaute, schien dies der lang ersehnte Befreiungsschlag zu sein. Trotz neu gefasstem Selbstvertrauen setzten die Innerrhoder mehrere Wrfe neben das Tor. Sofort profitierten die Zrcher und mit erfolgreicher Gegenwehr sowie einem verwandelten Penalty gelang ihnen in der letzten Minute der Ausgleichstreffer. Nachdem Urdorfs Tarek Grendelmeier noch die rote Karte sah, kam Andreas Inauen in letzter Sekunde frei zum Schuss, scheiterte aber zum Schrecken der Zuschauer an Torhter Carlo Filippi. Obwohl Dietikon-Urdorf unerwartet stark gespielt und vor allem in der ersten Halbzeit deutlich mehr frs Spiel geleistet hatte als die Appenzeller, stand den TVA-Handballern die Enttuschung ber das Unentschieden ins Gesicht geschrieben. "Wir htten die Zweipunktefhrung in der drittletzten Spielminute mit allen Mitteln halten mssen"; meinte Coach Richard Metzler nach der Partie zerknirscht. Fr den TV Appenzell gilt es nun, in den verbleibenden drei Partien den zweimaligen Heimvorteil zu nutzen und ein Abfallen in der Tabelle unbedingt zu verhindern.

Bericht und Fotos: Thomas Hutter

TV Appenzell - HC Dietikon-Urdorf 28:28 (17:16)

Sporthalle Whre - 200 Zuschauer - Sr. Jucker, Ulmann.

Appenzell mit: Masina/Busa (Tor); A. Inauen; Leslie (8), Knzler (10), Geisser (5), Erdin (1), Wthrich, Bolting (1), T. Sutter (1), M. Sutter (2), S. Sutter

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