Herren 1 mit Pech an den Fersen16.10.2010

Die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell mssen nach einer weiteren knappen Niederlage auf den ersten Sieg in diesem Jahr warten. Am Samstagabend unterlagen die Innerrhodern den Gsten aus Frauenfeld mit 23:25 (14:18). Damit sind die Spitzenpltze in die Ferne gerckt.

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Die Vorzeichen fr einen Sieg des TV Appenzell standen nicht gut. Die Verletzten-Liste beim Tabellensechsten ist inzwischen so lang, dass Spielertrainer Rolf Erdin gegen Frauenfeld ein neu zusammen gewrfeltes Team aufstellen musste. Prominentester Abwesender auf Seiten des TVA war Martin Geisser. Bei den tumultartigen Vorkommnissen am Ende der Partie vor einer Woche gegen Kreuzlingen wurde der Rckraumspieler vom Platz gestellt und fr zwei Spiele gesperrt. TVA-Coach Richard Metzler zog seine Mannschaft zwei Sekunden vor Schluss nach umstrittenen Entscheiden der Unparteiischen zum Schutz der eigenen Spieler vorzeitig zurck. Fr dieses Verhalten wird der TVA vom Schweizerischen Handballverband bestraft. Das Spiel wird mit einem Forfait-Sieg von 10:0 Toren fr Kreuzlingen gewertet und der TV Appenzell wird mit einer Busse von Fr. 500.- belegt.

Der sportliche Leiter des TVA, Kbi Hrler nahm dazu Stellung: "Dieses Spiel sorgte in der vergangenen Woche fr viel Gesprchsstoff im Umfeld des TV Appenzell. Wir haben dem Verband eine Stellungnahme zukommen lassen, um unsere Sichtweise der Geschehnisse zu prsentieren. Die ausgesprochenen Bussen werden vom TVA aber akzeptiert". Fr die Mannschaft sah Rolf Erdin auf Grund dieser Vorkommnisse keine Beeintrchtigung: "Obwohl das Spiel gegen Kreuzlingen im Umfeld des TVA hohe Wellen geworfen hat, nahm dies auf die Vorbereitung der Mannschaft keinen Einfluss. Wir haben das Spiel intern diskutiert und schnell abgehakt".

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Frauenfeld erfolgreicher Aufsteiger

Anders standen die Vorzeichen beim SC Frauenfeld. Die Aufsteiger aus dem Thurgau reisten mit dem Selbstvertrauen zweier Siege in Folge gegen die starken Gegner Kreuzlingen und Albis Foxes nach Appenzell. Das gefestigte Team von Trainer Marcel Keller fhlt sich in der 1. Liga sichtlich wohl, strotzt vor Selbstvertrauen und besass whrend 40 Minuten klare Spielvorteile. Gefhrlich waren die Frauenfelder vor allem mit ihren wirkungsvollen Gegenstssen durch die schnellen Nathanael Hug und Ren Frei. Dem TV Appenzell blieb kaum Zeit, die Deckung zu organisieren, bevor der Ball im Netz landete.

In der offensiven 3-2-1-Deckung agierte der SC Frauenfeld krperbetont und liess die Innerrhoder beinahe verzweifeln. Ein besonderes Auge richteten die Thurgauer auf TVA-Topskorer und den national fnftbesten 1.-Liga-Torschtzen Roman Knzler. Kaum im Ballbesitz, wurde der 24-jhrige Rckraumspieler oft an der Grenze des Erlaubten gestoppt und konnte sich somit kaum gefhrlich in Szene setzen. Ein kleiner Trost blieb Knzler trotzdem: Sein Treffer in der 47. Spielminute zum 18:24 war gleichbedeutend mit seinem 100. Saisontor. Frauenfeld baute den Vorsprung ab dem 6:6 nach 10 Minuten kontinuierlich aus, fhrte zur Pause mit 18:14 Toren und lag in der 42. Minute vorentscheidend mit sieben Toren (24:17) in Fhrung

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Aufholjagd zu spt

Das Heimteam holte das Optimum aus der gegebenen Situation heraus. Dass eine Mannschaft mit einem gnzlich neuen Gesicht auf dem Platz stand und die Jungen wie Philipp Mathies, Fabian Wthrich, Lloyd Leslie oder Diego Goldener Verantwortung bernehmen mussten, konnten die Gastgeber nicht verbergen. "In diesen Aufstellungen haben wir nie trainiert. So konnten Mechanismen nicht greifen und es erstaunt nicht, dass wir das Spiel in den ersten 40 Minuten verloren haben", sagte Erdin. Nachdem einige der zahlreichen Zuschauer ihre Mannschaft bereits abgeschrieben hatten, kehrte pltzlich das Spielgeschehen. TVA-Goalie Gabor Busa lutete die Wende ein. Innert 8 Minuten (36.-44. Minute) parierte Busa gleich drei Siebenmeter und dmpfte damit das Selbstvertrauen der Gste.

Als erfolgreiches Mittel erwies sich auch die Manndeckung auf Frauenfelds Nathanael Hug. Ab dem Stand von 17:24 fr den SC Frauenfeld in der 42. Minute blieben die Gste whrend einer Viertelstunde torlos und der TVA kam bis auf einen Treffer zum 23:24 heran. Die Zuschauer trieben ihr Team lautstark nach vorne, doch fr einen Punktgewinn erwies sich das Handicap von sieben Treffern als zu gross. Die Thurgauer, die gegen Ende der Partie komplett das Konzept verloren, konnten sich am Ende bei ihrem Torhter bedanken, dass sie die Heimreise doch noch als Sieger antreten konnten. "Das Pech haftet in dieser Saison an unseren Fersen. Erfreulich ist zwar, dass wir auch mit der neu formierten Mannschaft und vielen Jungen mit einem guten Gegner mithalten konnten. Dennoch ist mit dieser Niederlage der Zug nach vorne leider abgefahren", sagte Kbi Hrler.

Bericht: Thomas Rohrer/Fotos: Sabrina Frischknecht

TV Appenzell - SC Frauenfeld 23:25 (14:18)

Sporthalle Whre - 180 Zuschauer - Sr. Fleischli, Widmer.

Appenzell: Andreas Masina (11.-30.)/Gabor Busa, Roman Knzler (4 Tore/2 Penalty), Florian Bolting, Rolf Erdin(6/1), Sven Sutter (2), Diego Goldener, Urs Inauen, Philipp Mathies (1), Marco Sutter (2), Lloyd Leslie, Michael Goldener (4), Andreas Inauen (3), Fabian Wthrich (1).

Strafen: Appenzell 7-mal 2 Minuten, Frauenfeld 7-mal 2 Minuten (60. Rote Karte Thomas Haussener)

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