FU18I bricht völlig ein06.05.2017

Für die FU18 der Handballriege wird es nichts mit dem Aufstieg in die Elite-Klasse. Das Hinspiel in Appenzell, vor einer begeisternden Kulisse, endete nach einer guten ersten Halbzeit im Dilemma. Gegen den HC Muotathal zog man mit 18:31 Toren den Kürzeren.

Man muss weit zurückblättern und wird wohl doch nicht fündig. Über 200 Zuschauer, darunter eine grosse Anzahl von lautstarken, gegnerischen Schlachtenbummlern, verwandelten die Sporthalle Wühre in einen Hexenkessel und sorgten für einen mehr als würdigen Rahmen. Schon beim Einspielen zeigte sich, dass die Gäste in den letzten Tagen nicht untätig gewesen waren und sich bis kurz vor dem Spieltag mit der Vergabe von Talentförderungslizenzen verstärkten. Appenzell dagegen musste immer noch auf die verletzte Ronja Manser verzichten. Dazu kam, dass Cedrine Zeller und Lina Hehli angeschlagen in die Partie gingen. Ein Blick auf die Auswechselbank zeigte, dass sich die Innerrhoderinnen keine weiteren Ausfälle mehr leisten konnten. Es ging um einiges in dieser finalen Partie. Die Nervosität bekam vor allem Appenzell lange Zeit nicht in den Griff. Viele kleine technische Fehler machten es dem Gegner einfacher, ins Spiel zu finden. Sie verzeichneten den besseren Start, führten schnell einmal mit 4:2 (6. Minute). Es dauerte bis zur 12. Minute, als das Heimteam erstmals in Schlagdistanz kam und das Anschlusstor zum 5:6 schoss. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich eine attraktive Partie, während der die Führung immer wieder wechselte. Was bei Appenzell weiterhin auffiel, waren die vielen Fehler, die es ihnen immer wieder verwehrten, den Gegner entscheidend zu distanzieren. Auch bekam man die beiden Leaderinnen, die bis zum Schluss für 2/3 aller Tore Muotathals verantwortlich waren, nicht unter Kontrolle. Sie genossen zu viel Freiraum, den sie auch gekonnt nutzten. Für Appenzell gesellte sich zu den Fehlern auch noch Pech dazu. In der 14. Minute musste Regiesseurin Elena Breitenmoser verletzt das Spielfeld verlassen und würde nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Bis zur Pause (11:12) gelang es der Mannschaft dank viel Kampfgeist den Ausfall zu kompensieren.

In Halbzeit zwei fehlte dann aber die Teamstütze an allen Ecken und Enden. Der Anfang vom Ende bahnte sich schon kurz nach Wiederanpfiff an, als Appenzell einen Fehlwurf nach dem Anderen verzeichnete und die Gäste davonziehen lassen musste. Bevor die Beine erlahmten, machte der Kopf nicht mehr mit. Die Appenzellerinnen liessen ihn hängen, taten vor allem in der Defensive nicht mehr das, was nötig gewesen wäre, um den Gegner nochmals fordern zu können. Die Ausfälle wiegten einfach zu schwer, Muotathal hatte leichtes Spiel und nutzte jede sich bietende Chance, eine möglichst grosse Tordifferenz zu realisieren. Appenzell kam unter die Räder. Immerhin, in den letzten 10 Minuten hielten sie noch einmal dagegen und boten dem Gegner wenigstens einigermassen die Stirn. Das letzte Tor der Partie schoss Elena Schmid. Die junge Spielerin stach durch ihren Kampfgeist, Willen und die Torgefährlichkeit hervor und verdiente sich zurecht das Prädikat beste Spielerin des Heimteams. Trotz dieser schönen Randgeschichte musste das Handballriegen-Team die schwer zu verdauende Kanterniederlage (18:31 Toren) akzeptieren. Der Zug in die Elite-Klasse fährt ohne die Appenzeller ab. Die Chancen, mit einem Mini-Kader nächsten Sonntag in Würenlingen den Rückstand noch wett zu machen, ist unrealistisch.

Bericht: Hansruedi Rohner

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