FU18I gewinnt, aber...05.03.2017

Der Inter-Tabellenleader gab sich gegen das Schlusslicht keine Blösse. Die FU18 konnte beim 33:21 Sieg gegen Yellow Winterthur nur bedingt überzeugen, erfüllte aber die Pflicht und hat im Rennen um den Inter-Meistertitel die besten Karten.

Die Ausgangslage, 4 Runden vor Schluss ist äusserst eng. Flawil, Wil und Appenzell liefern sich in dieser Meisterschaft ein Rennen auf Augenhöhe. Spannender könnte die Ausmarchung nicht sein. Für Trainer und Spielerinnen war schon vor Anpfiff klar, dass man so viel wie möglich für die Tordifferenz machen wollte, dafür aber Geduld haben musste, denn wie schon im Hinspiel präsentierten sich die Winterthurerinnen in den Anfangsminuten als die harte Nuss, die es mit Fortdauer der Partie zu knacken galt. Der Beginn des Spiels war geprägt von zwei Verteidigungsreihen, die sich bestens auf die Angreiferinnen eingestellt hatten. Das Tore schiessen wollte gelernt sein und ohne die nötige Geduld lief nur wenig. Erst in der 10. Minute machte es den Anschein, als könnte sich Appenzell entscheidend absetzen. Mehr als 2 Tore Differenz liess der Gegner in jenem Moment aber noch nicht zu, kämpfte sich immer wieder heran. Einige Zeigerumdrehungen später ging Appenzell erstmals mit 3 Längen in Front. Verdientermassen, führten sie doch spielerisch die feinere Klinge und waren personell auf fast allen Positionen besser besetzt. Es dauerte dann aber nochmals gute 10 Minuten, bis das Heimteam den Vorsprung ausbauen konnte und mit 16:10 Toren zum Pausentee ging.

Im Kampf um Platz 1 kann eine gute Tordifferenz in der Endabrechnung das Zünglein an der Waage spielen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf bot die Mannschaft bis zur 49. Minute grosses Kino. Ursprung der Torflut war die offensiv agierende Verteidigung. Der Gegner wurde zu Abspielfehlern verleitet. Die Folge davon: Gegenstösse, schnelle zweite Welle und eine Chancenauswertung die ihrem Namen gerecht wurde. Kontinuierlich baute Appenzell den Vorsprung bis auf 17 Tore aus und war auf gutem Weg, das Torverhältnis entscheidend zu verbessern. 10 Minuten vor Schluss kam es wie aus heiterem Himmel zum Knick. Die Spielerinnen verloren völlig den Faden, machten unverständliche Fehler, liessen jeglichen Kampfgeist missen und mussten sich vom Gegner sogar noch dominieren lassen. Das schöne Torverhältnis verabschiedete sich abrupt. Was lange Zeit sehr gut ausgesehen hatte, wandelte sich zu einem Warten auf den Schlusspfiff. Nach 60 Minuten, beim Spielstand von 33:21 Toren, eben hatte Yellow das letzte Tor der Partie geschossen, kam dann auch die erlösende Sirene. Immerhin: Sieg geholt und damit Pflicht erfüllt. Um etwas beruhigender in die entscheidenden Begegnungen gegen Wil und Flawil gehen zu können, hätte der Schlusspfiff 10 Minuten früher ertönen müssen. So bleibt die Tatsache, dass Appenzells Juniorinnen in der Schlussphase einen äusserst zwielichten Eindruck hinterlassen haben.

Bericht: Hansruedi Rohner

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