FU18I in dramatischem Spitzenkampf11.02.2017

In einem hochstehenden Spitzenspiel der FU18-Inter holen die Appenzellerinnen beim 21:21 Unentschieden gegen KTV Wil Kathi in extremis einen Punkt.

Im Vorfeld dieses Spiels freuten sich alle Beteiligten auf den Vergleich zweier Mannschaften, die für sich in Anspruch nehmen, zu den Besten dieser Inter-Meisterschaft zu gehören. Die Erwartungen an einen Abnützungskampf mit hochstehenden Duellen im Sekundentakt sollten von der ersten Minute erfüllt werden. Zuerst aber musste sich das kleine Kader von Appenzell bis kurz vor dem Anpfiff gedulden, bis Verstärkung in Form dreier FU16 Spielerinnen eintraf, die an diesem Nachmittag selber schon im Einsatz standen. Vor allem die FU16-Torhüterin Svenja Manser liess sich durch die aufgekommene Hektik nicht aus der Ruhe bringen und glänzte schon in den ersten paar Minuten mit hochklassigen Paraden. Dank dem konnte die Heimmannschaft des KTV Wil den erstrebten Start nach Mass nicht realisieren. Appenzells Juniorinnen waren ob des vorgelegten Tempos etwas überrascht und hatten auch etwelche Mühe mit dem dynamisch vorgetragenen Angriffswirbel der Wilerinnen. Sie brauchten einige Minuten um sich zu finden, konnten aber mit Fortdauer der Partie immer mehr das Spieldiktat an sich reissen. Schon in den Anfangsminuten zeigte sich, dass die flache Deckung der Gegnerinnen dem Team der Handballriege nicht behagte. Immer wieder liefen sie in die kompakt stehenden Defensive des Gegners auf. Zuwenig oft handelten sie nach dem Motto «Augen zu und durch», suchten zu umständlich eine Durchbruchmöglichkeit und mussten sich die Tore mit sehr viel Geduld erarbeiten. Da sich aber auch Appenzells Verteidigung immer besser auf den Gegner einstellte, begannen sie das Spielgeschehen ab Mitte der 1. Halbzeit zu kontrollieren. Tore blieben aber Mangelware, dafür wurde das Publikum mit prickelnden Torraumszenen im Sekundentakt entschädigt. Langweilig wurde niemandem, die schnelle, hochstehende, von technischen Fehlern mehrheitlich verschonte Partie hielt was sie im Vorfeld versprochen hatte. War es in einer Minute Appenzell, dass sich zu verabschieden gedachte, wendete sich das Blatt wenig später schon wieder zu Gunsten der Gegnerinnen. Die Folge davon war ein logischer 10:10 Pausenstand und auf einen Sieger wollte zu diesem Zeitpunkt niemand wetten.

Appenzell hatte sich vorgenommen, zu Beginn des zweiten Durchganges das Tempo noch etwas zu erhöhen und die Wilerinnen in die Ermüdung zu spielen, doch Wil zeigte keine Schwäche, ging das Tempo bis zum Ende mit. Dafür prägte ein Übel das Spiel entscheidend und spielte dem Heimteam in die Hände. Appenzell ging mit seinen Chancen äusserst fahrlässig um, schloss die besten Angriffe äusserst schwach ab. Statt sich abzusetzen, rannte man plötzlich einem Rückstand hinterher. Wil wurde stärker und spürte, dass sich einige Spielerinnen des Gegners schwertaten, sich auf das Brecheisen statt die feine Klinge versteiften. Andrina Inauen, die den Überblick behielt, sich als Torschützin und Organisatorin die besten Noten holte, war es zu verdanken, dass den Appenzellerinnen nicht die Felle davon schwammen. Zweimal holte man 4 Tore auf, glaubte auch noch 3 Minuten vor Schluss an ein positives Resultat. Die Mannschaft zeigte sehr viel Moral, bäumte sich auf und machte in den letzten 5 Minuten den klaren Rückstand wett. 35 Sekunden vor Schluss erzielte man den Ausgleich und liess danach nichts mehr anbrennen, kam sogar noch zu einem Gegenstoss, der aber von der Schlusssirene unterbunden wurde. Die Wilerinnen war nahe dran, ein sehr gutes und spannendes Spiel für sich zu entscheiden, darum hatten sie auch etwas länger am Unentschieden zu beissen. Appenzell dagegen hatte nach einer schwächeren 2. Halbzeit ein schon verloren geglaubtes Spiel zu einem Punktegewinn gedreht. Vorwiegend dank einer One-Women-Show von Andrina Inauen, die ihre Mannschaftskolleginnen zum richtigen Zeitpunkt wecken konnte.

Mit diesem Unentschieden verteidigt die FU18 der Handballriege ihre Tabellenführung und darf feststellen, dass gegen den wohl härtesten Widersacher auswärts ein Punkt geholt wurde.

Bericht: Hansruedi Rohner

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