FU18 lässt erneut seine Klasse aufblitzen21.01.2017

In einem äusserst unterhaltsamen Spiel zeigt die FU18-Inter-Mannschaft der Handballriege seine ganze Klasse und deklassiert auswärts die Mannschaft des SPL1-Vertreters Yellow Winterthur mit 16:30 Toren.

Es war ganz grosses Kino, was das dezimiert angetretene Team aus Appenzell an diesem frühen Abend in der altehrwürdigen Eulachhalle zum Besten gab. Was während etwas mehr als einer Stunde auf dem Spielfeld zu sehen war, überraschte zwar den Gegner, nicht aber den Appenzeller Staff, der schon vor dem Anpfiff seiner Mannschaft angesehen hatte, dass diese, trotz widriger äusserer Umstände gewillt war, ihre Haut so teuer wie möglich zu verkaufen. Dass die Spielerinnendecke etwas dünn war und Feldspielerin Andrina Inauen in einen Überzieher gekleidet zwischen den Pfosten ein neues Dasein suchte, sollte sich im Verlauf der Partie als Glücksfall erweisen. Einerseits agierte die Mannschaft von Beginn weg sehr konzentriert, gab schon in den ersten Minuten entscheidend den Tarif bekannt, andererseits konnten die Appenzellerinnen einmal mehr ihr spielerisches Können, ihre Ballsicherheit und die Variante mit dem 7. Feldspieler – die niemand so beherrscht wie diese Mannschaft- äusserst wirkungsvoll einsetzen. Mit ihrer aggressiven Verteidigungsarbeit, die keine Schwächen zeigte, kauften die Gäste dem körperlich klar überlegenen Gegner den Schneid schon in den ersten 5 Minuten ab. Was doch noch aufs Tor kam, wurde zumeist eine sichere Beute der neuen Entdeckung im Tor. Andrina Inauen war es dann auch, die das schnelle Umschalten von Verteidigung auf Angriff äusserst gekonnt praktizierte. Sei dies mit einem präzisen Gegenstosspass, ein äusserst variables Mittel an diesem Abend, oder indem sie sich gleich selbst in den Angriff einbrachte. Der stolze Hinweis sei erlaubt: alleine in der ersten Halbzeit war die Torhüterin für 5 Tore selber verantwortlich. Eine eher seltene Quote! Die Attraktivität der Partie ging aber nicht nur mit der grossen Klasse der Gäste einher, sondern fand auch seinen Grund darin, dass der Gegner das Tempo mitging, seine Chancen suchte und lange in Schlagdistanz bleiben konnte. Erst in der 26. Minute, als Appenzell innert Sekunden zwei herrliche Treffer erzielen konnte und sich mit vier Toren auf 6:10 absetzte, war der Widerstand des Gegners etwas gebrochen. Individuell wussten die Winterthurerinnen aber weiterhin zu gefallen, spielerisch fanden sie aber bis zum Schluss gegen die bissig bleibenden «Kleinen» kein Rezept. Mit 8:15 ging es in die Pause. Ein gefährliches Resultat, gleichzeitig aber auch die Basis, für einen sich anbahnenden, grossen Sieg.

Während der ersten 10 Minuten von Durchgang zwei unternahm Yellow nochmal alles, um den Gegner zu verunsichern, ihn zu Fehlern zu verleiten. Appenzell liess sich aber nicht aus der Ruhe bringen, suchte zwar einige Male den Abschluss etwas zu früh, statt den Ball geduldig laufen zu lassen, bügelte Fehler aber immer wieder mit einer unglaublichen Präsenz im Defensivbereich aus. Was die Appenzellerinnen während der 60 Minuten an kollektivem Kampfgeist vor dem eigenen Tor boten, war Extraklasse. Yellow gelang es nie, sich näher als 6 Tore an den Gegner zu pirschen, das Spiel war fest in Hand des Handballriegen-Teams. In der 51. Minute stand es 16:22 und ab diesem Zeitpunkt sollte nur noch eine Mannschaft Tore erzielen. Die letzten Minuten verkamen zu einer Gala an Spielfreude, Spielintelligenz und dem Auftritt einer Mannschaft, die nach Schlusspfiff von allen Seiten mit Lob überhäuft wurde. Ursprung des besten Spiels dieser Saison war ein geschlossener Auftritt eines Teams, dass sich durch missliche Situationen nicht aus dem Tritt bringen lässt, sondern bereit ist, solche Herausforderungen anzunehmen, und dann, wenn es niemand erwartet, richtig zuzuschlagen. Die kleine, aber treue Fangemeinde wurde an diesem Abend, beim 16:30 Sieg ihrer Mannschaft, Zeuge eines solchen Auftrittes.

Bericht: Hansruedi Rohner

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