FU18 steigt in die Interklasse auf!26.11.2016

Mit einer – vor allem in der zweiten Halbzeit – überragenden Leistung und einem klaren 30:16 Sieg gegen den Tabellenleader HC Arbon qualifiziert sich die FU18 der Handballriege als erste Mannschaft für die ab Januar gespielte Inter-Meisterschaft.

Es war ein Augenschmaus, was die Juniorinnen dem begeisterten Publikum, das einmal mehr ihre Mannschaft fantastisch unterstütze, im zweiten Durchgang boten. Dem Weg zum Gala-Auftritt ging aber ein Startdurchgang voraus, der auch schwächere Momente beinhaltete. Die Vorbereitung auf dieses Schicksalsspiel hätte nicht besser sein können, die Mannschaft ging bestens eingestellt und hoch motiviert in das Spiel gegen einen der wenigen ihrer Angstgegner. Appenzell übernahm sofort das Spieldiktat und schon nach wenigen Minuten war dem Fachpublikum klar, dass sich Arbon am heutigen Tag an der Defensive der Appenzeller die Zähne ausbeissen würde. Beweglichkeit und das Auge für die sich bietenden Balleroberungen zeichnete die Arbeit des Heimteams vor dem eigenen Tor aus. Die Gäste fanden keinen Raum, kamen nur selten in aussichtsreise Abschlusspositionen und befanden sich beim Spielstand von 4:1 schon arg in Rücklage. Nicht das erste Mal in dieser Saison, kam es wie aus heiterem Himmel zum Bruch im Spiel der Appenzellerinnen. Die Spielerinnen überraschten damit auch in diesem Spiel ihren Trainer, der beim Stand von 4:4 das Team Timeout in Anspruch nehmen musste. Der Weckruf wirkte, man fand den Tritt wieder zog auf 10:5 Toren davon. Doch auch nach dieser guten Phase wollte das Team der Handballriege die Partie noch nicht entscheiden, liess sich wieder etwas in den Lehnstuhl fallen und gab das Zepter aus der Hand. Arbon nahm dankend an, verkürzte auf 10:7 Toren und war zum Pausenpfiff noch gar nicht geschlagen.

Das Zaubermittel, welches in der Kabine des TV Appenzell gereicht wurde, bleibt geheim, liess aber mit der Wirkung gar nicht lange auf sich warten. Was heisst nicht lange! Appenzell zündete mit Anpfiff den Turbo, schoss innerhalb von 4 Minuten sagenhafte 6 Tore und zwang Arbon in die Knie. Ausgangspunkt einer fulminanten zweiten Halbzeit war die aufsässige und doch unglaublich kompakte Verteidigung. Man verhinderte nicht nur Abschlüsse des Gegners äusserst erfolgreich, sondern eroberte ein gutes Dutzend Bälle die zu einfachen Gegenstosstoren führten. Und wenn dann doch mal ein Abschluss aufs Gehäuse der Appenzellerinnen kam: die junge Svenja Manser fühlt sich ihrer Aufgabe immer besser gewachsen und brillierte mit einer Traum-Abwehrquote. Appenzell liess während 25 Minuten keine Sekunde nach, erledigte die Aufgaben mit grosser Hingabe und vielen persönlichen Erfolgserlebnissen. Gegen Schluss wurden noch einige Gastgeschenke verteilt, was dem Topp-Auftritt des ganzen Teams keinen Abbruch tat. Natürlich fielen die beiden Gegenstoss-Spezialisten Léonie Schiegg und Andrina Inauen besonders auf. Der klare 30:16-Sieg war aber einer des starken Kollektivs. Jede Spielerin durfte sich nach Abpfiff die Bestnoten abholen. Still, ohne grosses Tamtam wurde die definitive Qualifikation für die Inter-Meisterschaft gefeiert, eben auch typisch für dieses erfolgsorientierte Team. Die Gedanken schon wieder beim nächsten grossen Auftritt. Am Mittwoch um 20.15 Uhr wartet ein weiterer Höhepunkt auf die FU18 der Handballriege. Im regionalen Cup dürfen die Juniorinnen zu Hause in der Wühre das routinierte 2. Liga-Team des SV Fides herausfordern. David gegen Goliath mit allen Vorteilen auf St. Galler Seite, wäre da nicht der unbändige Siegeswille des Handballriegen-Teams. Spektakel garantiert.

Bericht: Hansruedi Rohner

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