FU18 mit Sieg im Spitzenkampf06.11.2016

Im Duell der beiden noch ungeschlagenen Mannschaften setzt sich die FU18 der Handballriege in Arbon mit 25:23 Toren durch.

Wenn es gegen Arbon geht, und zudem noch in der altehrwürdigen Stacherholzhalle gespielt wird, dann hat sich die Mannschaft des TV Appenzell schon immer sehr schwer getan. Es sollte auch dieses Mal nicht anders sein, obwohl die Rollenverteilung klarer als andere Jahre war. Appenzell, das Team mit dem grösseren spielerischen Potential, ging als Favorit in die Begegnung. Dieser Favoritenrolle wurden sie aber nur in den ersten 3 Minuten gerecht. Der Einstieg gelang der Mannschaft wunschgemäss. Schnell lag man mit 2:0 in Führung und hatte mehrere Chancen, schon früh ein klares Polster zwischen sich und dem Gegner zu legen. Des Übels Kern, die durchs Band äusserst schwache Chancenauswertung, verhinderte eine Vorentscheidung zum möglichst frühen Zeitpunkt. Zweiter Schwachpunkt an diesem Tag war das ungenügende Verhalten im Defensivbereich. Die Zuordnung passte höchst selten, der sonst dem Team eigene Kampfgeist liess man nur sporadisch aufblitzen. Und so kam es, wie es nie hätte kommen dürfen: der HC Arbon nutzte die Schwächen des Gegners kaltblütig aus, spielte sich in eine Euphorie und setzte der Partie den Stempel auf. In der 10. Minute musste sich die lautstarke Innerrhoder Fangemeinde doch erstmals Sorgen um ihre Lieblinge machen, Arbon zog auf 7:3 Toren davon. Es war dann die individuelle Klasse der Appenzeller Spielerinnen, die dem klaren Treiben des Heimteams ein Ende bereitete. Die Chancenauswertung wurde etwas besser, der Verteidigungsriegel um das eigene Tor stand nun mehrheitlich. Kam hinzu, dass die beste Spielerin an diesem Nachmittag, FU16-Torhüterin Svenja Manser, sich mit den Gepflogenheiten in der höheren Stufe immer besser zurechtfindet. Sie strahlte eine grosse Sicherheit aus und ihre guten Paraden, vor allem auch in der Schlussphase der Partie, hielten das Team im Rennen. Es war echte Knochenarbeit, wie sich Appenzell Tor um Tor an den Gegner heranarbeitete. Der Ausgleich zum 8:8 in der 16. Minute hatte seinen Ursprung in einer schnellen Ballstafetten, wie sie Appenzell in diesem Match viel zu selten spielte. Auch nach dem Ausgleich hatte der Gast mehrfach die Möglichkeit, um einige Tore davon zu ziehen. Unerklärlicherweise liess man auch diese Chance aus. Arbon schlug zurück. Die Pausenführung von 12:11 Toren war die logische Folge einer mageren Darbietung während der ersten 30 Minuten.

Die Hoffnung, dass in Halbzeit zwei alles besser werden würde, sollte sich nicht erfüllen. Arbon spielte das, was sie konnten und dies machten sie sehr gut. Sie stellten Appenzell mit ihrer defensiven Verteidigung immer wieder vor grösste Probleme. Appenzell dagegen liess zwar den Ball sehr gut laufen, verpasste aber immer wieder den richtigen Moment, um in die Tiefe zu stossen. Auch wurden die freistehenden Flügelspielerinnen zu oft übersehen. Trotzdem lag das Team der Handballriege durchs Band in Führung. Sie hatten mehrmals die Möglichkeit die Partie zu entscheiden, gingen aber weiterhin mit besten Torchancen äusserst fahrlässig um. 3 Tore und mehr lagen die Gäste meist in Front, bis 5 Minuten vor Schluss der berühmte Hexenkessel in der Stacherholzhalle zu brodeln begann. Erinnerungen an frühere Spiele, die immer erst in den Schlussminuten entschieden wurden, erwachten. Dieses Mal behielt aber Appenzell das bessere Ende für sich und konnte in der Schlussminute den Zweitore-Vorsprung sicher verwalten. Gegen ein nie aufgebendes Arbon setzte sich das etwas stärker besetzte Team eindeutig zu knapp durch. Mit diesem Sieg bleibt Appenzell in dieser Meisterschaft weiter ungeschlagen und ist auf bestem Weg, ab Januar 2017 in der Interklasse zu spielen.

Bericht: Hansruedi Rohner

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