FU18 sorgt für unnötige Spannung 01.10.2016

Bestens eingestellt auf einen Gegner, der eigentlich keine Probleme bereiten sollte, holte sich die FU18 trotz langem Zittern mit 25:21 Toren beide Punkte.

Während der ersten Halbzeit dieser Begegnung zweier Mannschaften mit grossen Ambitionen, wähnte man sich irgendwo in einer italienischen Provinz. Da hängt ein Fahrplan aber kein Buschauffeur hält sich daran. Jede Spielerin tat etwas, aber eben nicht das, was als Marschroute in den Köpfen der Protagonisten hätte in Stein gemeisselt sein sollen. Das Defensivkonzept, das sich auf die Spielmacherinnen des Gegners ausrichtete, griff nie. Der Vorsatz, vor allem über die Flügelpositionen möglichst schnell eine klare Differenz zu erspielen, wurde zum Wunschdenken. Appenzell zeigte eine mangelnde Chancenauswertung, und das gewohnt gute Stellungsspiel kam auch nicht zur Geltung. Goldach-Rorschach nahm die Schwächen zu Kenntnis, baute sich daran auf und spürte, dass heute etwas drin liegen könnte. Bei den Appenzeller Spielerinnen dagegen, war die Marschroute schon längst über Bord geworfen worden, es ging nur noch ums nackte Überleben, und darin waren sie an diesem Abend auch nicht sehr geschickt. Mit der Niederlagen-Angst im Nacken wurde ihr Spiel zu einem krampfhaften, statischen Auftritt. Die St. Gallerinnen dagegen konnten ihr solides Können bis zur Pause halten, liessen sich nicht distanzieren und erhöhten den Druck auf die Heimmannschaft, langsam aber stetig.

Aufrütteln, Halbzeit eins vergessen, Neustart, Plan B…. und doch ging es im gleichen Stil weiter. Je länger die Partie dauerte, desto öfters schwirrte das Wort «Niederlage» in den Köpfen der einheimischen Spielerinnen herum. Goldach-Rorschach dagegen hatte eine Hand schon an der Siegestrophäe. In der 47. Minute beim Spielstand von 15:16 zu Gunsten der Gäste griff der 8. Feldspieler entscheidend ein. Das einmal mehr fantastische Publikum weckte seine Lieblinge. Der Kampfgeist flutschte von der Tribüne auf die Spielerinnen über. Endlich zeigten die roten Teufelinnen wie es für einen Gegner ist, wenn er gegen eine Mauer läuft. Alles wurde gestoppt, abgeräumt und zurückgedrängt. Endlich waren die die glühenden Köpfe zu sehen, Appenzell liess die Muskel spielen. Die Partie wurde in den letzten 13 Minuten in der Verteidigung entschieden. Hinten keine mehr erhalten, nach vorne die nötigen Tore erzielen, diesmal ging die Marschroute auf. Gut, dass der Buschauffeur doch noch rechtzeitig an der Haltestelle ankam. Appenzell gewann dank engagiertem Schlussspurt mit 25:21 Toren.

Bericht: Hansruedi Rohner

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