FU17E mit einem Traumstart!12.09.2015

Die FU17 der Handballriege startete mit einer Doppelrunde in ihre erste Elite-Saison. Am Samstag wurde vor eigenem Anhang GC Amicitia Zrich auf sensationelle Art und Weise mit 29:24 Toren besiegt. Am Sonntag holte das Team auswrts beim 30:14 Sieg gegen den TV Mhlin die Punkte 3 und 4.

Handballfoto

Selbstvertrauen und technisches Flair

Endlich gilt es ernst, Appenzells einziges Elite-Team macht sich auf, den besten Mannschaften der Schweiz Paroli zu bieten. Als Auftaktgegner nahm man sich das renommierte GC Amicitia Zrich zur Brust. Ein erster richtiger Gradmesser, gleich zu Beginn der Meisterschaft. Wir werden alles geben, um gegen die ambitionierten Zrcherinnen gut auszusehen! Die Aussichten von Trainer Hansruedi Rohner liess auf ein spannendes, hochstehendes Auftaktspiel hoffen. Die Erwartungen wurden mehr als erfllt, die Partie bot Handballsport auf hchstem Niveau. Das zahlreich anwesende, frenetisch mitgehende Publikum wurde aufs Beste unterhalten. Noch nicht zu Beginn der Partie, denn Appenzell misslang der Start in die Begegnung grndlich. Zu viele leichte Ballverluste prgten die ersten Angriffsbemhungen der Einheimischen. Amicitia nahm die Geschenke gerne an, nutzte die Fehler gnadenlos aus und zog mit 3:0 Toren davon. Der Favorit gab den Tarif durch. Appenzell liess sich nicht beirren. Trug die Angriffe weiterhin ruhig, konzentriert und ab der 5.Minute auch mit der notwendigen Przision vor. Das Prunkstck des Heimteams, die Verteidigung, fand sich immer besser mit dem druckvollen, krperbetonten Angriffsspiel der Zrcherinnen zurecht und liess diese mal fr mal auflaufen. In der Defensive machte Appenzell praktisch keine Fehler, nutzte dafr diejenigen des Gegners gnadenlos aus. Das Spiel nahm Fahrt auf. Das hohe Tempo auf beiden Seiten, liess Spektakel im Minutentakt beklatschen. Appenzell bernahm das Spieldiktat, der Hexenkessel Whre erwachte zum Leben. Als wre es das Selbstverstndlichste der Welt, setzte der Aufsteiger die erfolgsverwhnten Zrcherinnen immer mehr unter Druck. Herrliche Flgelanspiele, Abschlsse ber den Kreis, Durchbrche aus dem Rckraum, rotschwarz verzckte! Natrlich mussten sich einige der mitfiebernden Zuschauer ob des Pausenresultats die Augen reiben; Appenzell lag nach 30 Minuten mit zwei Toren in Front.

Siegeswille, Leidenschaft und Mut

Ich habe selten eine solch geschlossene Mannschaftsleistung gesehen. Eure Krpersprache zeigt in aller Deutlichkeit: ihr wollt diesen Sieg! Also, holt ihn euch! Viel mehr gab der Trainer in der Pause nicht von sich, schon nach wenigen Minuten standen die Appenzeller Spielerinnen wieder auf dem Spielfeld, bereit zu zeigen, was man noch so zu bieten hatte. Es sollte einiges sein. Vorweg: einmal noch mussten die Innerrhoderinnen eine kritische Phase berstehen, als Amicitia ein letztes Mal (17:16 / 45. Minute) in Fhrung lag. Doch nicht mal diese brenzlige Situation brachte Unruhe in die Reihen der Heimmannschaft. Im Gegenteil, just zu diesem Zeitpunkt blies Appenzell zum Endspurt. In der Defensive wurde noch leidenschaftlicher zugepackt, im Angriff begeisterten Ballstafetten genauso wie mutige Duelle im eins gegen eins. Nicht mal schmerzhafte Armprellungen oder Krmpfe in den Beinen liessen den Schnellzug stoppen. Wenn eine Spielerin ausfiel, stand eine andere da und bot Fantastisches. Es war, als htte Appenzell eine Bank mit endlos vielen Spielerinnen und Eine nach der Anderen wuchs ber sich hinaus. Amicitia war wie paralysiert, starrte der Schlange in die Augen und liess sich fressen! Die letzten 5 Minuten der denkwrdigen Partie wurden zu einem Triumphlauf der FU17-Elite des TV Appenzells. Zuschauer, Trainer und Spielerinnen waren aus dem Huschen, sahen die letzten beiden grossartigen Paraden ihrer Torhterin und bejubelten einen grandiosen, nicht zu erwartenden 29:24 Sieg gegen Amicitia Zrich. Das wunderbare an dem gelungenen Start in die neue Saison: es war ein eindrcklicher Auftritt einer harmonischen Mannschaft, die den Sieg um alles in der Welt wollte!

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Knapp 24 Stunden spter

Nach dem gelungenen Start in die Meisterschaft musste Appenzell am Sonntag bereits wieder antreten. Gegen den am Vortag spielfreien, ausgeruhten TV Mhlin galt es den Schwung des Vortages mitzunehmen. Ein schwieriges Unterfangen bei all den schmerzenden Muskeln und Knochen. Doch mit dem Anpfiff galt das Augenmerk dem Geschehen auf dem Spielfeld, schmerzende Glieder traten in den Hintergrund. Die Appenzellerinnen merkten schnell, dass Mhlin bei weitem nicht die Klasse von Amicitia besass. Dass aber auch solche Mannschaften Fehler des Gegners ausnutzten und das Geschehen lange ausgeglichen gestalten knnen, wurde den Gsten schnell einmal klar. Es dauerte dann aber doch seine Zeit, bis das Team der Handballriege zu ihrem gewohnten, schnellen, technisch hochstehendem Spiel fand. Von diesem Moment an musste man sich keine Sorgen mehr um Punktezuwachs machen. Mehr Sorgen machten dem Trainergespann die teils doch sehr rustikalen Verteidigungsaktionen des Heimteams. Einige schmerzende Prellungen kamen hinzu. Bis zur Pause durfte Mhlin noch nicht ganz abgeschrieben werden (7:11 Tore). Die zweiten 30 Minuten gestaltete Appenzell dann aber hoch berlegen. Es schien, als htten sie am Samstag spielfrei gehabt. Keine Spur von Mdigkeit. Kleine Zaubereien und viele schne Tore erfreuten die wenigen Freunde der Appenzeller Mannschaft. Nun, die Geschichte ist schnell erzhlt: Appenzell liess Mhlin keine Chance, gewann mit 30:14 Toren und steht nach zwei Spielen mit 4 Punkten an der Tabellenspitze der FU17-Elite-Meisterschaft. Das sieht sich wirklich gut an und weckt Vorfreude auf die nchsten Begegnungen.

Bericht: Hansruedi Rohner / Bilder: Dani Gmnder

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