FU17 bleibt eine Klasse für sich28.02.2015

Die FU17 der Handballriege gibt sich gegen Goldach-Rorschach keine Blösse und wahrt nach dem 22:16-Sieg als einziges Team der Finalrunde ihre Ungeschlagenheit.

Wer Regionalmeister werden will, der darf sich keinen Ausrutscher erlauben. Nach Halbzeit dieser spannenden Finalrunde kann nur noch Appenzell von sich behaupten, diesem Grundsatz auch richtig nachzuleben. Die Juniorinnen des HC Goldach-Rorschach hatten letzten Samstag überraschend deutlich den anderen grossen Meisterschafts-Favoriten Yellow Winterthur geschlagen und wollten dieses Kunststück auch bei Favorit Nummer zwei wiederholen. Trotz dreier meist klarer Siege gegen diesen Gegner in der laufenden Spielzeit, nahmen die Spielerinnen der Handballriege die Partie nicht auf die leichte Schulter. Sie gingen konzentriert und engagiert zu Werke. In den Anfangsminuten war unübersehbar, dass der Tabellenleader mit verständlicher Nervosität zu kämpfen hatte. Es war aber auch unübersehbar, dass die klar stärkere Mannschaft die Leibchen des Heimteams trug. Appenzell zog das Spiel immer wieder in die Breite, agierte mit weiten, schnellen Passfolgen und hielt den Gegner immer in Bewegung. Die Rückraumspielerinnen setzten sich mit viel Zug Richtung Tor, gekonnten Täuschungen und meist genauen letzten Pässen in Szene. Vor allem Léonie Schiegg auf Linksaussen konnte kaum gestoppt werden. Sehr gut wussten auch die Flügelspielerinnen zu gefallen. Zum grossen Schaulaufen setzte dabei Sara Gudalovic ab der 15. Minute an. Am linken Flügel streute sie Angst und Schrecken und glänzte auch noch als variantenreiche Torschützin. Appenzell hatte das Spielgeschehen jederzeit im Griff, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. Grund dafür waren nicht immer sattelfeste Aktionen im Defensivbereich. Hier wollte der Trainer für Halbzeit zwei eine Verbesserung sehen.

Beim Spielstand von 10:6 ging es in den zweiten Durchgang. In der Vorwärtsbewegung konnte Appenzell weiterhin überzeugen, nutzte die sich bietenden Chancen sehr gut aus und hätte das Spiel auch früh entscheiden können, wenn da nicht die vielen kleinen Unstimmigkeiten vor dem eigenen Tor gewesen wären. So konterten die Seeländerinnen jeweils postwendend und wahrten sich eine kleine Chance auf einen Punktgewinn. Appenzell trat in den entscheidenden Phasen dann aber doch wie ein Meisterschafts-Favorit auf. Der Ball lief gut, die technische Klasse war bestens auszumachen und ab der 50. Minute wurde jedem Zuschauer klar, dass die Appenzellerinnen diese Begegnung nicht mehr aus den Händen geben würden. Einige äusserst sehenswerte Tore rundeten einen guten Auftritt der Heimmannschaft ab. Das beste Spiel hatten sie nicht gezeigt, die Vorgaben aber erfüllt und sich mit 22:16 Toren gegen einen nicht zu unterschätzenden Gegner durchgesetzt. Wer Regionalmeister werden will, der muss solche Spiele gewinnen, auch wenn es manchmal nicht Gala, sondern Knochenarbeit ist. Die FU17 der Handballriege hat die Pflicht erfüllt und damit ihre grosse Klasse unter Beweis gestellt. Nach Halbzeit der Finalrunde steht Appenzell ungeschlagen an der Tabellenspitze und hat sich in die Favoritenrolle gespielt. Es ist heute schon empfehlenswert, sich den 11. April 2015 rot in der Agenda anzustreichen. Dann spielen um 19.45 Uhr in der Sporthalle Wühre Appenzell gegen Yellow Winterthur und wenn nicht alles über den Haufen geworfen wird, kann sich eine der beiden Mannschaften ab jenem Abend Regionalmeister nennen.

Bericht: Hansruedi Rohner

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