FU17 besteht in hochklassigem Gipfeltreffen18.01.2015

Die FU17-Affiche hielt, was sie im Vorfeld versprochen hatte. In Winterthur boten die beiden Spitzenmannschaften ein Spektakel auf hchstem Niveau. Yellow Winterthur gegen TV Appenzell endete mit einem leistungsgerechten Unentschieden (17:17).

Kampf auf Biegen und Brechen

Erfahrung und krperliche Vorteile lagen ganz klar auf Seiten des Heimteams. Technische Vorzge, Kampfbereitschaft und ausgeglichenes Kader wollten die Appenzellerinnen in die Waagschale werfen, um dem Favoriten, der diese Saison die Gegnerschaft reihenweise mit Packungen nach Hause schickt, richtig zu fordern. Was genau auf die Mannschaft der Handballriege zukommen wrde, das bekamen sie schon nach wenigen Minuten zu spren. Winterthur war gut vorbereitet, unterschtzte die Kleinen vom Fuss des Sntis whrend keiner Phase der Partie und liess mit Anpfiff der Begegnung die Muskeln spielen. Appenzell nahm die Herausforderung sofort an, liess sich nicht einschchtern und suchte sofort den Kampf Juniorin gegen Juniorin. Schon in den Anfangsminuten wurde deutlich sichtbar, dass hier zwei Mannschaften am Werk waren, die sich nichts schenkten. Dies erkannte auch der Spielleiter. Roland Busenhart bot eine fehlerfreie, ausgezeichnete Leistung und war mitunter der Grund, dass sich eine solch begeisternde Partie entwickeln konnte. Appenzell verfgte ber die flinkeren Beine und setzte diese hervorragend ein. Gegen die offensive 3:2:1-Verteidigung des Heimteams bekamen sie Rume, die auch geschickt genutzt wurden. Whrend der Startminuten war es vor allem Ronja Manser im linken Rckraum, die ihre Rolle als Leaderin des Teams bestens umsetzte und mit druckvollen Aktionen die Gegnerinnen vor grsste Probleme stellte. Sie konnte immer wieder nur durch Fouls gestoppt werden. Elena Breitenmoser, die einmal mehr in der Mitte die Fden sicher in ihren Hnden hielt, glnzte mit grosser bersicht, verlagerte immer wieder das Spiel geschickt auf die rechte Seite, war aber auch selber sehr torgefhrlich. Auf der linken Seite zog Cedrine Zeller das Spiel mit ihrem Ablaufen von der Flgelposition gegen die Mitte und ffnete den Platz fr Lonie Schiegg. Diese hatte nach gut 12 Minuten ihre beste Phase, war steter Unruheherd, zog oft gekonnt gegen das Tor und traf herrlich ins Netz. Fr Stimmung sorgte auch Lea Heeb auf der linken Flgelposition. Mutig suchte sie den direkten Vergleich mit ihren Gegenspielerinnen und war meist nur durch ein Foul zu stoppen. Auch sie durfte beste Saisonleistung auf ihr Matchblatt schreiben. Die beiden Mannschaften gaben alles, vor allem in der Abwehr. Das Spiel wurde von zwei erstklassigen Verteidigungsreihen dominiert. Von Yellow hatte man dies erwartet, was Appenzell aber vor dem eigenen Tor den Gegnerinnen entgegen stellte, verdiente sich ein dickes Ausrufezeichen. Die jngste gegen die erfahrenste FU17-Mannschaft sah das Appenzell als Siegerinnen. Es wurde viel in der Seitwrtsbewegung gearbeitet, keine war sich zu schade, blaue Flecken einzusammeln. Leider konnten in der ersten Hlfte die sonst erstklassig agierenden Torfrauen mit ihren Vorderleuten nicht ganz mithalten. Einerseits darum, andererseits auch wegen schlechter Penalty-Ausbeute (insgesamt wurde vier sieben Meter nicht verwandelt), konnte sich Appenzell nicht absetzen und musste sogar noch schauen, dass sie kurz vor der Pause nicht selber in Rcklage gerieten. Der Schaden hielt sich in Grenzen, Yellow ging mit 10:9-Toren in die Pause.

Appenzeller Dominanz

Was Appenzell nach Wiederanpfiff dem grossen Fan-Anhang bot, verdiente sich das Prdikat berragend. Technisch fehlerfrei drngten die Gste den Meisterschaftsfavoriten an den Rand einer Niederlage. Ein grosser Auftritt gelang dabei Sara Gudalovic. Vom linken Flgel setzte sie immer wieder zu gefhrlichen Aktionen an und zeichnete sich als usserst sichere Torschtzin aus. Auch Andrina Inauen fand mit Fortdauer der Partie immer besser zu ihrem Spiel und beschftige meist zwei Gegenspielerinnen. In der Defensive agierten die Gste noch erfolgreicher, wobei vor allem Selina Fssler und Elena Breitenmoser immer wieder vor Ort waren, um aufkommende Feuer zu lschen. Nun stimmten auch die Aktionen der hintersten Juniorin und passten zur Arbeit ihrer Vorderleute. Anna Trocolli hielt ihre Mannschaft einige Male mit entscheidenden Paraden im Spiel. Beim Spielstand von 14:12 zu Gunsten des Handballriegen-Teams htten sie mehr als einmal den Sack zumachen knnen, vergaben aber beste Chancen. In den dmmsten Momenten zog Appenzell auch noch seine 2 Minuten Strafen ein. Yellow liess sich nicht zweimal bitten. Ihr Endspurt konnte sich sehen lassen. Sie schlossen nicht nur auf, sondern erhhten den Druck auf die Gste merklich.

Dramatische Schlussphase

4 Minuten vor Schluss, setzte es eine Strafe gegen Yellow ab und dies beim Spielstand von 16:16. Appenzell konnte diesen Vorteil nicht nutzen, einer der wenigen technischen Fehler spielte den Vorteil in des Gegners Hand. Zu allem bel kam auch noch eine letzte Strafe dazu und pltzlich lagen alle Vorteile auf Seiten der Winterthurerinnen. Yellow nutzte die Chance und ging, zum ersten Mal in Halbzeit zwei, 90 Sekunden vor Schluss in Fhrung. Appenzell in Ballbesitz, aber in Unterzahl, wollte sich nicht geschlagen geben und setzte nochmals alles daran, wenigstens den mehr als verdienten Punkt zu holen. Bezeichnenderweise war es Andrina Inauen, die ihren Steigerungslauf mit dem letzten Treffer der Partie krnte. Den letzten Angriff des Heimteams bodigte die FU17 der Handballriege mit grsstem Einsatz und verdiente sich gegen einen auf dem Papier bermchtigen Gegner auswrts einen Punkt. Zwei grossartige Mannschaften boten grosses Spektakel. Am 11. April wird es ein Wiedersehen geben. Im Hexenkessel Whre steigen die beiden Mannschaften zum zweiten Mal ber 60 Minuten in den Ring.

Bericht: Hansruedi Rohner

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