FU17 zum Dritten – Turniersieg in Zürich31.08.2014

Nachdem die aktuelle FU17 in den letzten beiden Jahren das beliebte Einladungsturnier des TV Unterstrass für sich entscheiden konnte, lag es auf der Hand, dass der begehrte, mit vielen Leckereien gefüllte Siegeskorb, auch dieses Jahr wieder nach Appenzell gehen sollte.

Abgesehen von der Heimmannschaft des TV Unterstrass, stellten sich in diesem Jahr dem Team aus Appenzell mit dem HC Dietikon-Urdorf und dem TV Möhlin neue Namen und Gesichter. 3 Spiele innerhalb von 2 ½ Stunden zeigt nicht nur auf, ob die Mannschaften kurz vor dem Saisonstart körperlich in Höchstform sind, sondern stellt auch hohe Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit und Anpassung an wechselnde Gegner. Es sei vorweggenommen, das Team der Handballriege kam mit der hohen Intensität sehr gut zurecht. Schon im Startspiel gegen Dietikon-Urdorf dominierte Appenzell nach Belieben, agierte aus dem ihnen eigenen, offensiven Verteidigungssystem mit schnell vorgetragenen Angriffen. Der Ball fand immer wieder auf direktestem Weg die freistehenden Mitspielerinnen und da die Kaltblütigkeit in den Abschlüssen nicht zu wünschen übrig liess, bekamen dass die Zürcherinnen auch resultatmässig deutlich zu spüren. Das Spiel ging mit 18:2 Toren an die Gäste aus der Ostschweiz. Die beiden erhaltenen Gegentore zeigen aber auch auf, über welch hochklassige Verteidigerinnen das Team verfügt - und dies war eine der erfreulichen Erkenntnisse des Turniers. Die FU17 verfügt mit Zoe Fässler nicht nur über eine hervorragende Torhüterin, sondern mit Sara Gudalovic über eine zweite Torfrau, die mit erstklassigen Interventionen zu glänzen wusste.

Nach einer kurzen Pause ging es sofort in Spiel zwei, wo die ausgeruhten Juniorinnen des TV Unterstrass auf weiss/rot warteten. Dieses Team kannte man aus der letzten Saison. Unterstrass hatte wie Appenzell die FU15-Elite Meisterschaft bestritten. Einmal mehr liess der Trainer keinen Stein auf dem Anderen und setzte die Spielerinnen auf allen nur erdenklichen Positionen ein. Oft wurde gleich Blockweise gewechselt. Für einmal liessen die Appenzellerinnen das kompromisslose Einsteigen vor dem eigenen Tor vermissen und agierten nicht konsequent genug. Dies nutzten vor allem die erfahrenen Rückraum-Spielerinnen gekonnt aus. Die Zürcherinnen hielten das Spielgeschehen über weite Strecken offen. Nach zwei Dritteln der Spielzeit legte Appenzell dann aber einen Zahn zu und konnte diese Partie mit 15:11-Toren gewinnen.

Ein Spiel Pause und schon ging es wieder zur Sache. Möhlin, das im Auftaktspiel Unterstrass bezwingen konnte, durfte sich sogar noch Hoffnungen auf den Turniersieg ausrechnen. Das Finale entwickelte sich dann aber zur grossen Show der Appenzellerinnen. Gekonnte Auslösungen, raffinierte Kreisanspiele, verschiedenste Verteidigungsformen: vom flachen 6:0 über ein 5:1 bis zur Mann(Frau)deckung (sogar in Unterzahl), schnelle Gegenstösse; während der 30 Minuten bot Appenzell alles, was das Handballerherz höher schlagen lässt. Den Gegnerinnen liess sie keine Chance. Das Spiel wurde mit 15:7-Toren gewonnen und damit ging der Turniersieg zum dritten Mal in Folge nach Appenzell. Appenzell überzeugte in Zürich durch ein starkes Kollektiv und technisches Können auf höchstem Niveau. Über das ganze Turnier wurden kaum Schwächen offenbart. Die grossartige Mannschaftsleistung wurde von einer Spielerin überstrahlt. Lea Heeb trat aus dem langen Schatten ihrer Mitspielerinnen. Als sicherer Wert in der Defensive oder als kaltblütige Vollstreckerin zeigte sie auf, dass langjähriges Beissen in den Trainings früher oder später den Durchbruch bringen wird. Ihr ist dieser als beste Spielerin des Turniers in Zürich gelungen.

Bericht: Hansruedi Rohner

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