FU16 mit Start nach Mass03.09.2016

Eine Saison mit vielen neuen Komponenten hat einen ersten Sieger. Die Juniorinnen der FU16 der Handballriege überzeugten bei ihrem Saisondebut in vielen Belangen und liessen dem Team des HC Uzwil keine Chance. 19:7 (12:3) lautete nach 60 Minuten das klare und verdiente Verdikt.

Neue Regeln, neue Alterskategorien, neue grosse Macht. Im Vorfeld hatten verschiedene, eingreifende Änderungen vielerorts für Diskussionen gesorgt. Im Nachhinein darf grad im Juniorinnenbereich von einem Schritt in eine gute Richtung gesprochen werden. Wir stehen vor einer der interessantesten und spannendsten Meisterschaftssaisons seit Jahren. Neu läuft alles über den Schweizerischen Handballverband (SHV). Die Regionalverbände sind noch in der Pflicht, was die Durchführung des Cup-Wettbewerbes betrifft. Für Spannung im Juniorinnenbereich (FU14, FU16 und FU18) sorgt neben den drei neuen Kategorien (FU15, FU17 und FU19 wurden begraben) auch der neue Modus im Hinblick auf die zu gründende Inter-Kategorie. In 12 Promotionsgruppen, eingeteilt nach Regionen in der ganzen Schweiz, werden bis Ende Jahr die Gruppensieger gesucht. Diese haben danach, nach einem weiteren, entscheidenden Barragespiel, die verlockende Möglichkeit, ab Januar 2017 der zweithöchsten Schweizer Liga anzugehören. In der Appenzeller Gruppe sind noch der HC Flawil und die Mannschaft des KTV Wil 2 vertreten. Es wird eine Doppelrunde gespielt.

Ein erster Schritt

Eine neue Meisterschaft und immer dieselbe Frage: wie stark sind die Gegnerinnen? Eine erste, äusserst starke Antwort hat Appenzell in ihrer Eröffnungspartie gegen Uzwil gegeben. Zwar waren die ersten paar Minuten von grosser Nervosität geprägt, viele technische Fehler auf beiden Seiten. Appenzell, das seinem Publikum die neuen Gesichter, Ursina Bless, Ariana Dörig und Mirjam Rusch erstmals präsentieren konnte, streifte die Anfangsnervosität als erstes Team ab. Aus einer gewohnt starken, äusserst offensiven Verteidigung heraus fand das Heimteam ab der 8. Minute immer besser ins Spiel. Die alles überragende Riana Streule, in der Defensive wie im Offensivbereich Schaltstelle des Teams, liess sich von den ersten 7 Toren 6 gutschreiben und sicherte dem Heimteam nach einem Viertel der Begegnung einen beruhigenden 7:2 Vorsprung. Das 8:2 gehörte Laraina Schmid, die mit einem ihrer seltenen Tore das Publikum verzückte. Nach der Auswechslung von Streule liess die Torproduktion etwas nach, dafür übernahmen grad im defensiven Bereich andere Spielerinnen die Verantwortung, zeigten vorhandenes Potenzial. Vor allem Elena Schmid stand meist am richtigen Ort und half immer dort aus, wo Not am Fräulein war. Die ganze erste Halbzeit blieb Appenzell vor dem eigenen Tor aggressiv und aufsässig. Dank gutem Auge und Stellungsspiel eroberte man sich dadurch diverse Bälle, zog den schnellen Gegenstoss gekonnt auf und kam so auf einfache, den Gegner demoralisierende Art, zu den Toren 11 und 12. Beim Spielstand von 12:3 wurden die Seiten gewechselt.

Das erste Tor in Halbzeit zwei gehörte dem Gast. Appenzell hatte noch etwas Mühe, sich in der neuen, defensiveren 6:0 (später 5:1) Deckung zurecht zu finden. Während einiger Zeigerumdrehungen wurde Riana Streule noch etwas Auslauf gelassen -sie liess sich nicht zweimal bitten- danach war eine enge Deckung auf die Goalgetterin angesagt. Diese Massnahme erzielte eine gute Wirkung. Appenzells Versuche, Streule mit angesagten Spielzügen in gute Positionen zu bringen, scheiterten meist kläglich. Es war an der Zeit, dass die Last auf andere Schultern verteilt wurden. Jasmine Ebneter, nach einer mässigen ersten Halbzeit immer besser ins Spiel findend, erwies sich aus dem Rückraum als äusserst torgefährlich. June Fritsche, Lea Inauen und Medea Neff machten ihre Sache gut, dürfen, was das direkte, schnörkellose Spiel Richtung Tor betrifft, noch etwas mehr Mut zeigen. Im Tor lieferte Svenja Manser eine gewohnt gute Leistung und überraschte mit einer neuen, klaren Körpersprache.

Die letzten, gut 10 Minuten des Spiels liess die Konzentration auf beiden Seiten etwas nach. Die Partie war entschieden, begann etwas dahin zu plätschern, hatte aber doch noch aussergewöhnliche Auftritte zu bieten. Zwei ganz junge Spielerinnen zogen durch ihre kecke, freche und selbstbewusste Spielweise das Augenmerk auf sich. Lorina Sutter, sich in der Defensive als furchtlose Abräumerin einen Namen gemacht, zeigte auch in ihren Angriffsbemühungen ein gutes Auge und viel Drang Richtung gegnerisches Tor. Ursina Bless (wer ist denn diese Nummer 6?) spielte mit, als würde sie dies schon seit Jahren tun. In der 48. Minute belohnte sie sich mit ihrem 1. Meisterschaftstor gleich selber. Auf Sparflamme brachte das Team der Handballriege einen souveränen Erstrundensieg ins Trockene. Mit dem 19:7 ist ein erstes, sehr deutliches Ausrufezeichen gesetzt worden.

Bericht: Hansruedi Rohner

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