FU17 und FU15E - Klare Sache in zwei Fällen27.09.2014

Im Auswärtsspiel gegen den HC Rheintal dominiert die FU17 der Handballriege das Spiel nach Belieben und gewinnt hochüberlegen mit 24:8-Toren. Die FU15-Elite macht es ihnen wenig später nach und schlägt vor heimischen Anhang die HSG Wasserschloss mit 31:16-Toren.

Die Feststellung ist immer dieselbe: die Gegnerinnen haben die körperlichen Vorteile auf ihrer Seite, die Appenzellerinnen zeigen dann aber sehr schnell, wo das spielerische Können liegt. Auch in Heerbrugg mussten sich die Spielerinnen und Zuschauer des Heimteams kurz nach Anpfiff damit abfinden, dass gegen die mit nur 8 Akteuren angetretenen Gäste (die Jüngeren wurden für das FU15-Elite Spiel geschont) kein Kraut gewachsen war. Appenzell agierte aus ihrer gewohnt sicheren Verteidigung mit schnellem Umschalten in die Angriffsbewegung. Im Mittel-Rückraum war es Ronja Manser, die des Gegners Verteidigung zu Statisten degradierte. Sie verteilte die Bälle äusserst präzise nach beiden Seiten, glänzte mit genialen Kreisanspielen und zog immer wieder selber, erfolgreich Richtung Tor. Sie riss die Lücken für ihre Kolleginnen im linken und rechten Rückraum auf. Léonie Schiegg und Andrina Inauen nutzten die sich ihnen bietenden Chancen äusserst kaltblütig. Schiegg war dabei die Effizienz in Person, erzielte aus 7 Versuchen 6 Treffer. Die Rheintalerinnen bemühten sich, konnten die Gäste aber nie in Verlegenheit bringen. Schon nach sieben Minuten, beim Spielstand von 0:5-Toren, bestand keinen Zweifel über den Sieger dieser Partie. Appenzell tat dem Gegner auch nicht den Gefallen, einen Gang zurück zu schalten. Sie liessen nicht nach, überzeugten im Angriff mit variantenreichem Spiel und begeisterten mit kreativen Spielzügen. Defensiv gingen für die Gegnerinnen sehr selten Lücken auf, sie mussten ihr Glück immer wieder aus der Distanz oder aus ganz schlechten Flügelpositionen versuchen. Nach anfänglichen Unsicherheiten steigerte sich auch Anna Trocolli im Tor und trug wesentlich dazu bei, dass die Ausbeute für das Heimteam bis zum Schluss einstellig blieb. Beim Spielstand von 4:13 wurden die Seiten gewechselt.

Auch in Halbzeit zwei blieb die Mannschaft der Handballriege konzentriert und zeigte im konditionellen Bereich erstaunliches Stehvermögen. Ob Flügel, Rückraum oder Kreis, wenn Appenzell loslegte, dann brannte es am gegnerischen Strafraum lichterloh. Zwar mussten in den zweiten 30 Minuten einige schwächere Abschlussversuche zu Kenntnis genommen werden, doch wer mag es den Spielerinnen verübeln, dass sie ob der Überlegenheit mal etwas weniger genau zielten. Trotz vieler Positionswechsel durften sich weiter alle Appenzellerinnen in regelmässigen Abständen als Torschützinnen feiern lassen. Diese Tatsache deutet auf die Stärke des Teams. Keine Schwachpunkte und ein sehr starkes, ausgeglichenes Kollektiv führten zu einem überlegenen 24:8-Sieg gegen den HC Rheintal.

Den U17 Juniorinnen blieb wenig Zeit, den Sieg zu feiern. In der heimatlichen Wühre-Halle hofften die Spielerinnen der FU15-Elite auf lautstarke Unterstützung ihrer Trainingskolleginnen. Mit der HSG Wasserschloss bekamen diese einen Gegner vorgesetzt, über den sie sehr wenig wussten. Schon die bescheidene Kadergrösse des Gegners deutete aber darauf hin, dass an diesem Vorabend die ersten Punkte in Reichweite lagen. Grossgewachsen, mit eher bescheidenen spielerischen Mitteln ausgestattet, kamen die Gäste in den Anfangsminuten richtig unter die Räder. Appenzell, ballsicher, mit viel Zug zum Tor und in der Defensive konsequent zugreifend, schoss vorne die Tore und liess hinten, mit einer Klasse Torfrau in der Person von Zoe Fässler im Rücken, keine derselben zu. Die erste Viertelstunde gehörte ganz dem Heimteam. Die wirbligen Angreiferinnen bewegten sich Geschick in die offenen Räume hinein und erwiesen sich im Abschluss als äusserst effizient. Elena Breitenmoser, die einmal mehr 60 Minuten durchspielte, erwies sich als die omnipräsente, umsichtige Spielmacherin. Sie lenkte das Geschehen und absolvierte dabei ein Pensum für zwei Spielerinnen. Das sie dabei auch noch ihre ersten Saison-Tore bejubeln durfte war Lohn für eine überragende Leistung. Im defensiven Bereich langten die „Kleinen“ richtig zu. Vor allem Elena Schmid erwies sich dabei als grosse Kämpferin und ging keinem noch so ungleichen Zweikampf aus dem Weg. Wie schwierig es ist, gegen eine schwächere Mannschaft das Können optimal ins Spiel einfliessen zu lassen, zeigte sich auch in dieser Partie 10 Minuten vor der Pause, als Appenzell mit 9:2 in Front lag. Die Fehlerquote auf Seite des Heimteams stieg markant an, die Lauf- und Kampfbereitschaft nahm massiv ab. Es wollte nicht mehr viel gelingen und Wasserschloss kam recht einfach zu den Toren und konnte auf ein achtvolles Pausenresultat von 11:7 blicken.

Das Trainergespann und die Zuschauer wollten in Halbzeit zwei die Mannschaft der ersten 20 Minuten sehen. Entsprechend engagiert machten sich die Appenzellerinnen wieder ans Werk. Doch wie so oft, findet man nur schwer wieder aus einem Tief. Es brauchte dazu wieder einmal einen deutlichen Weckruf. Dieser kam in Form eines kleinen Schocks für das Team. Nach einer unglücklichen Intervention von Lea Rohner und dem damit verbundenen Ausschluss, musste das sonst schon kleine Team, alle Reserven anzapfen, um die Gegnerinnen auf Distanz halten zu können. Die bis zu diesem Zeitpunkt kämpferisch überzeugenden Riana Streule, Elena Schmid und natürlich Elena Breitenmoser bekamen ab Mitte der zweiten Halbzeit Unterstützung von Cristel Palmisano, die bis dahin wenig Akzente setzte und ihre Möglichkeiten nicht annähernd ausnütze. Spät, aber immerhin noch rechtzeitig, wusste sie doch noch zu überzeugen. Ihr Durchsetzungsvermögen und die Abschlussstärke kamen der Mannschaft zu Gute. Ein schönes Tor nach dem anderen steuerte die wurfgewaltige Spielerin zum grossartigen Resultat bei. Wasserschloss wurde auf Distanz gehalten und gegen Ende der Begegnung sogar noch klar distanziert. Mit 31:16-Toren gewann die FU15-Elite in aller Deutlichkeit und durfte die ersten beiden Meisterschaftspunkte feiern.

Bericht: Hansruedi Rohner

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