FU15E setzt weiteres Ausrufezeichen!10.01.2015

Vor gut 3 Wochen forderte die FU15-Elite der Handballriege dem amtierenden Schweizermeister und noch ungeschlagenen Tabellenleader Herzogenbuchsee alles ab. Am Samstag brachten die Appenzeller in der Hhle des Lwen denselben Gegner ganz arg in Verlegenheit, mussten sich aber zum Schluss unverdient mit 15:20 Toren geschlagen geben.

Im Abschlusstraining am Samstagmorgen wurden die wenigen Schwachpunkte des Gegners aufs Genauste unter die Lupe genommen und eine entsprechende Taktik gegen die Angriffsmaschinerie des Gegners festgelegt. Es darf vorweggenommen werden, die FU15-Elite des TV Appenzells setzte die Vorgaben hervorragend um und brachte die Juniorinnen des HV Herzogenbuchsee zum Verzweifeln. Vor allem das disziplinierte Verhalten vor dem eigenen Tor darf getrost als Extraklasse bezeichnet werden. Herzogenbuchsee kam nie dazu, ber Gegenstsse, eine schnelle Mitte oder druckvolle zweite Welle zu einfachen Toren zu kommen. So konnte es nicht berraschen, dass sich der Plan des Gegners, schon in der Anfangsphase fr klare Verhltnisse zu sorgen, nicht in die Tat umsetzen liess. Appenzell biss sich fest, hielt den Gegner auf Sichtweite und liess nicht locker. Zwar konnte das Heimteam nach einem Viertel der Partie das Score auf 4:2 erhhen, wusste aber schon zu diesem Zeitpunkt, dass aus dem erhofften Spaziergang nichts werden wrde. Wenig spter zndeten die Gste den Turbo, brillierte mit variantenreichem Angriffsspiel, setzte die Gegnerinnen durch die hervorragende Defensive vor einer grossartig haltenden Zoe Fssler immer mehr unter Druck und verfhrte diese zu Fehlern. Es spielte nur noch eine Mannschaft. Der Aussenseiter schpfte aus dem Vollen, begeisterte und zog am Gegner vorbei. Der Spielstand von 5:10 Toren war fr die erfolgsverwhnten Bernerinnen ein ganz neues Gefhl. Sie mussten all ihr grosses Knnen in die Waagschale werfen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Dies gelang ihnen gut, auch weil Appenzell gegen Ende der ersten Halbzeit mehrmals beste Chancen nicht verwerten konnte. Der Favorit kam wieder heran, musste aber den Halbzeit-Sieg den Appenzellerinnen berlassen. Das unglaubliche Resultat von 9:11 Toren strahlte von der Matchuhr herunter.

Die 9 erhaltenen Tore gegen einen Gegner, der normalerweise doppelt so viele erzielt, zeigen in aller Deutlichkeit auf, was fr eine fantastische Leistung das Team in der Verteidigung gezeigt hat. Der aufopferungsvolle Kampf hatte natrlich seine Spuren hinterlassen, die Krfte liessen nach und Herzogenbuchsee witterte eine Chance. Sie nahmen das Zepter in die Hand erhhten Druck und Tempo. Bei Appenzell leerten sich aber nicht nur die Batterien, auch die Chancenauswertung, vor allem von den Flgelpositionen, liess zu wnschen brig. Um einen Gegner wie den Tabellenleader besiegen zu knnen, mssen gute Chancen auch optimal genutzt werden. So konnte es nicht berraschen, dass der Favorit seiner Rolle doch noch gerecht wurde und das Blatt zu seinen Gunsten wendete. Grundstzlich drfte die FU15-Elite der Handballriege trotz der 20:15-Niederlage auf ein weiteres, sehr gutes Resultat gegen einen ganz grossen Gegner blicken, tat dies aber nicht. Es spricht fr den Ehrgeiz und den Willen der Mannschaft, dass nach dem Schlusspfiff nicht Freude, sondern Enttuschung obsiegte. So nahe dran, den Gegner aber doch nicht vom Sockel gestossen. Das Team hat im neuen Jahr dort weiter gemacht, wo es im alten Jahr aufgehrt hat. Sie rgern die prominenten Teams, machen ihnen das Leben schwer und begeistern ber Kantonsgrenzen hinaus.

Bericht: Hansruedi Rohner

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