FU15-Elite mit brillianter Vorstellung!15.03.2014

In einem mitreissenden Derby muss die FU15-Elite der Handballriege erst in den letzten Sekunden den Ausgleichstreffer hinnehmen. Brhl Appenzell 24:24.

Handballfoto

Verkehrte Welt

Die Reaktionen nach dem Schlusspfiff gaben das Spielgeschehen bestens wieder. Auf Seiten von Brhl frenetischer Jubel, bei den Appenzellerinnen lange Gesichter und grosse Enttuschung, obwohl sie sich ob dem Gezeigten genauso htten freuen drfen. Nur eben, wenn man den Sieg so gut wie in der Tasche hat und dann wenige Sekunden vor Schluss, nach einem ungerechtfertigten Penaltypfiff, doch noch den Ausgleich hinnehmen muss - dann rgert das schon.

Handballfoto

Totale berlegenheit in Halbzeit eins

Nach den letzten Spielen, bei denen nicht alles nach Wunsch lief und die Mannschaft zu viele Fehler machte, war diese Woche viel Arbeit im mentalen Bereich angesagt. Der Saison-Tiefpunkt, mit der klaren Niederlage in Uster, musste verarbeitet werden. Eine Leistungssteigerung im Hinblick auf das Spiel gegen Brhl musste her um bestehen zu knnen. Die FU15 der Handballriege zeigte eine Reaktion, die ihr nicht mal die Trainer zugetraut haben. Die Mdchen machten vom Start weg alles richtig und boten den begeisterten Zuschauern eine ganz grosse Show. Auswrts beim grossen Brhl machte Appenzell die Musik. Brhl hatte in den ersten 25 Minuten dem druckvollen, kreativem Spiel der Gste ausser offenen Mndern und staunenden Augen nichts entgegen zu setzen. Vor einer Woche in Uster musste Appenzell ganz unten durch, in St.Gallen war Feuer, Engagement und unbndiger Kampfeswille das Markenzeichen des Aussenseiters. Auch die schrfsten Augen konnten keinen Schwachpunkt ausmachen, weil es keinen auszumachen gab. Dies ist auch der Grund, warum keine der Spielerinnen aus dem unglaublich starken Kollektiv herausstach. Elena Breitenmoser trieb aus dem mittleren Rckraum ihre Mitspielerinnen in die gefhrlichen Zonen und verblffte mit berraschenden, genialen Zuspielen, vor allem an den Kreis, wo Selina Fssler Durchsetzungsvermgen zeigte, dass sie sich selber nie zugetraut htte. Ein glnzender Auftritt. Im linken Rckraum bot Cristel Palmisano die Partie ihres noch jungen Sportlerlebens. Ihre Power und die Abschlussstrke stellten die Brhlerinnen immer wieder vor unlsbare Probleme. Auf der anderen Seite war es Andrina Inauen, die heute, wie schon seit Wochen auf hchstem Level Handball spielt und mit ihrer mannschaftsdienlichen Spielart fr das Team unersetzbar ist. Ein Lichtblick war sicherlich auch die Besetzung auf den Flgelpositionen. Sara Gudalovic blhte mit Verlauf der Partie richtig auf, machte praktisch keine Fehler und schoss herrliche Tore. Selina Koch auf der anderen Flgelposition, hin und wieder noch etwas zgerlich, nutzte jede sich bietende Gelegenheit um in den Abschluss zu gehen, ein mutiger Auftritt. Appenzell musste nach wenigen Minuten auf die kranke, in der Defensive unentbehrliche Cedrine Zeller verzichten, liess sich aber dadurch und auch durch den zwischenzeitlichen Ausfall von Ronja Manser, die sich den Fuss vertrag, nicht verunsichern. In der Verteidigung wurde viel gesprochen, dirigiert und angetrieben und einmal mehr konnte man sich auf eine gewohnt starke Zoe Fssler im Tor verlassen. Die Angriffsauslsungen funktionierten hervorragend, das horrende Tempo konnte problemlos durchgehalten werden und daher berraschte es nicht, dass die Gste kontinuierlich davonzogen. Schon nach einer Viertelstunde lagen sie mit 9:4 in Front und ein Ende war nicht abzusehen, wren da im Verlauf der ersten Halbzeit nicht einige technische Fehler und ein paar Unkonzentriertheiten in der Verteidigungsarbeit dazugekommen. Statt den Vorsprung halten zu knnen, musste man Brhl bis zum Pausenpfiff auf 13:10 Toren aufrcken lassen.

Handballfoto

Weiterhin dominant

Bis weit in die zweite Halbzeit hinein nderte sich das Bild nicht. Appenzell strotzte weiter vor Selbstvertrauen und liess sich auch durch eine enge Deckung auf Cristel Palmisano nicht aus der Ruhe bringen. Es war die hohe Ballsicherheit, mit der das Team der Handballriege agierte und berraschte. Es waren aber auch die vergebenen Chancen, denen man am Schluss nachweinen wrde. Mehrmals htten die Gste das Spiel entscheiden knnen, liessen aber beste Gelegenheiten, unter anderem vom Penaltypunkt, aus und gaben dadurch Brhl immer wieder die Hoffnung zurck. Ronja Manser konnte gegen Ende der Begegnung nochmals mittun und gab dem Angriffsspiel von Appenzell neue, wertvolle Impulse. Die etwas schwerer werdenden Beine machten sich dann in der Verteidigung als erstes bemerkbar. Brhl kam zu einfachen Abschlssen und Appenzell bekam ab der 53. Minute immer intensiver den Atem des Gegners im Nacken zu spren. In dieser Phase der Partie brachte der Schiedsrichter ungewnschte Hektik in die faire Partie. Mit jedem Angriff der Appenzellerinnen ging sein Arm zum Zeitspiel immer schneller in die Hhe und auch seine Linie, was das Aussprechen von 2 Minuten Strafen gegen beide Mannschaften betraf war nicht elitewrdig. Brhl kam bis auf 2 Tore heran und in den Reihen der Appenzellerinnen konnte man die aufkommende Nervositt frmlich schneiden. Ganz kurz vor Schluss kam es dann so, wie es in solchen Fllen eben kommen kann. 15 Sekunden vor Schluss, nach einer Verteidigungsaktion, die nie und nimmer einen Strafstoss zur Folge haben darf, weil die Angreiferin in keiner Art und Weise in Abschlussposition war, entschied der Schiedsrichter das Spielgeschehen und schenkte den Brhlerinnen einen Punkt, den sie sich nicht verdient hatten. Im ersten Moment konnte sich die FU15-Elite der Handballriege ber das Unentschieden nicht freuen, durfte in der Nachschau aber feststellen, dass sie auf berzeugende Art aus einem Tief herausgefunden hatten und in St. Gallen ein dickes Ausrufezeichen setzten.

Bericht: Hansruedi Rohner / Bilder: Dani Gmnder

»Zurck zur letzten Seite«

Hauptsponsoren

Co-Sponsoren

Ausrüster

Gastgeschenk