FU15-Elite erfüllt mehr als nur Pflicht11.01.2014

Spiele gegen vermeintlich einfache Gegner sind meist schwierige Pflichterfüllung. Die FU15-Elite löste diese Aufgabe recht souverän und besiegte das Team des TV Unterstrass mit 37:16-Toren.

Handballfoto

Die aus Sicht der Zuschauer leichte Aufgabe der FU15-Elite der Handballriege im Meisterschaftsspiel gegen den TV Unterstrass hatte für Trainer und Spieler einige ganz brisante Nebenschauplätze. Einerseits kann die Tordifferenz im Kampf um Medaillen oder Abstiegsplätze noch eine entschei-dende Rolle spielen, andererseits mussten einige Spielerinnen zeigen, dass ihr erfrischender Auftritt im denkwürdigen Spiel gegen Amicitia Zürich nicht nur ein Zufallsprodukt war. Die Forderungen des Trainergespanns gingen von „Powern wie wenn es gegen ein Spitzenteam ginge“ bis zu „eine möglichst hohe Tordifferenz erzielen“. Wer nicht mit vollem Einsatz zu Werke ging, der hatte an diesem Nachmittag trotz mittelmässiger Klasse des Gegners, wenig Aussichten auf viel Spielzeit. Das es keine einfache Partie werden würde, war spätestens dann klar, als die Zürcherinnen schon wenige Minuten nach Anpfiff im Angriff statt des Torhüters mit einer 7. Feldspielerin agierten. Da gab es für das Heimteam vor dem eigenen Tor viel Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Bis zum 4:0 lief alles nach Plan. Appenzell powerte und liess sich in der Defensive nicht überrumpeln. Doch schon nach wenigen Minuten geriet die Angriffsmaschinerie ins Stocken, technische Fehler häuften sich. Unterstrass erhöhte die Drehzahl und witterte seine Chance. Die Vorstellung, schon zur Halbzeit etwas für die Torstatistik getan zu haben, blieb Wunschdenken. Beim Spielstand von 6:4 musste das Team-Timeout für klare Verhältnisse sorgen. Nach der Auszeit besannen sich die Appenzellerinnen auf ihr wahres Können und wirbelten das generische Ensemble wild durcheinander. Herrliche Ballstafetten, schnell vorgetragene Angriffe, die Zuschauer bekamen alles zu sehen, was das Handballerherz höher schlagen lässt. Beim Spielstand von 13:7-Toren wurden die Seiten gewechselt.

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Es gab eine kurze Phase in der zweiten Halbzeit, da verlor Appenzell für einige Minuten den Faden. Davor, wie auch danach, spielte das Team der Handballriege aber wie aus einem Guss und vergrösserte die Distanz zum Gegner immer deutlicher. Kurz vor Schluss wurde die Marke von 20 Toren Differenz geknackt. Mit 37:16-Toren konnte der erwünschte, klare Sieg dann auch realisiert werden. Appenzell machte mit diesen beiden gewonnen Punkten in der Tabelle einen weiteren Schritt Richtung erweiterte Spitze. Trotz des deutlichen Sieges ist aber bei einigen Spielerinnen noch Steigerungspotential festzustellen. Dies vor allem im Hinblick auf die schweren beiden Spiele gegen Herzogenbuchsee und Nottwil. Vorläufig dar sich das Team aber darüber freuen, dass sie ihren guten Platz inmitten der Spitzenteams gefestigt hat.

Bericht/Bilder: Hansruedi Rohner/Dani Gmünder

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