FU15 im Generationenduell der Superlative!25.05.2013

In einem hochstehenden, ausgeglichenen, bis zur letzten Sekunde auf Messers Schneide liegenden Vergleich zwischen den ehemaligen Handballgrssen und dem gegenwrtigen FU15-Dream-Team behielt die Jugend nicht unverdient das bessere Ende fr sich.

Handballfoto

Seit Wochen schon hatte sich das Spiel FU15-Elite gegen die arrivierten Handballcracks vom Fusse des Alpsteins in der Tages- und Klatschpresse seinen Platz gesichert und so erstaunte es nicht, dass gestern Nachmittag die Tageskassen nicht mehr geffnet wurden, es gab fr den Anlass des Jahres schlichtweg keine Tickets mehr. Alle Augen waren nach Appenzell gerichtet, in grosser Erwartung auf ein Spiel, das dies sei vorweg genommen - halten wrde, was es versprochen hatte. Bevor dann aber die Partie angepfiffen werden konnte, kam es zum Eklat. Das erfahrene sterreichische Schiedsrichterpaar hatte erst am Vorabend von der Bedeutung der Begegnung erfahren und sich daher kurzfristig entschieden, sofort wieder die Heimreise anzutreten. Glcklicherweise befand sich in der ausverkauften Sporthalle Whre ein erprobter, durch viele heikle Partien gesthlter Schiedsrichter, der sich spontan bereit erklrte, die heikle Aufgabe anzugehen. Dieser Entscheid sollte sich zum Schluss als Glcksfall herausstellen, denn der Spielleiter bot eine kompetente und hervorragende Leistung. Whrend der ganzen 50 Minuten musste er nur mal eben 2 gelbe Karten verteilen, was auch fr die Fairness auf dem Spielfeld sprach.

Handballfoto

Unter tosendem Applaus stellten sich die beiden Mannschaften dem Shakehands und schon da war klar ersichtlich, dass es fr die FU15 eine schwere Aufgabe werden wrde. Die gross- und breitgewachsene Gegnerschaft prsentierte sich wie eine Schar junger Fohlen, unruhig, voller Tatendrang ihre sportlichen Krper in das Rennen zu schicken. Etwas eingeschchtert nahm daher das Mdchenteam Aufstellung und harrte der Dinge, die in den nchsten Minuten wie ein Wirbel-sturm ber sie hereinbrechen wrden. Die Partie erfuhr noch eine kurze Verzgerung, da Spieler-trainer Silvio Breitenmoser in letzter Sekunde noch einen kurzen Regelkurs durchfhrte, danach aber mit seiner strksten Formation zum Anspielkreis trabte. Schnell zeigte sich, dass die Routiniers zuerst noch etwas zueinander finden mussten, das Zusammenspiel wollte in der Anfangsphase nicht richtig in die Gnge kommen. Dem stockenden Motor der Oldies antworte die FU15 mit einem hochtourig laufenden V8-Motor mit Turboschaltung. Fehlschsse der zu hastig abschliessenden Gegnerschaft wurden mit schnellen Gegenstssen beantwortet. Die Lcher in der (verstndlicherweise) zu langsam agierenden 2:1:3-Verteidigung der lteren Semester wurden gnadenlos ausgenutzt. Die FU15 konnte sich ganz leicht absetzen, was auch ntig war, denn ab Mitte der ersten Halbzeit fand der Gegner immer besser ins Spiel. Im Aufbau konnten die Routiniers Kurt Zeller und Ivo Inauen dank grossem Krpereinsatz immer wieder durchbrechen, scheiterten aber des fteren am hervorragend disponierten gegnerischen Torhter oder an der Tatsache, dass die Tore einfach schwerer zu treffen sind als in frheren Tagen. Mit raffinierten Tuschmanvern leitete Silvio Breitenmoser regelmssig grossartige Aktionen ein, die meist mit gefhrlichen Abschlsse von den Flgelpositionen aus endeten. Die antrittsschnelle, technisch versierte Eveline Schiegg und die ballgewandte, trickreiche Yvonne Koch deuteten ihr grosses Knnen mehrmals an, und deckten eklatante Schwchen im Verteidigungsdispositiv des Gegners auf. Auch durch eine grosse Anzahl von Fehlschssen liess sich die ltere Mannschaft nicht aus dem Tritt bringen, sie legte einen Zahn zu, agierte in der Verteidigung noch offensiver und verleitete den Gegner zu berhasteten Abschlssen. Mit Ivo Fssler stand ein Turm in der Brandung, der ohne Rcksicht auf (Brillen) Verluste immer wieder Gegenstsse erfolgreich abschloss. Wenn die FU15 auf der rechten Seite die Rume eng machte, verlagerte sich das Spiel der lteren Generation ber links, wo Melanie Streule mit raffinierten Krpertuschungen die Gegnerinnen vor schier unlsbare Aufgaben stellte. Die wieselflinken Irene Breitenmoser und Luzia Rohner waren ebenfalls kaum zu bremsen und rissen das Publikum mit ihren blitzschnell vorgetragenen Lufen der Seitenlinie entlang zu Begeisterungsstrmen hin. Wenn dann noch Lisa Fssler, die Scharfschtzin vom Dienst, die Blle mit grosser Kraft auf das Tor knallte, wurde es einem Angst und Bang um die Torhterin. Sina Streule, Neo-U16-Nationalspielerin, mit einer Speziallizenz fr die Senioren und Seniorinnen spielberechtigt, liess ihr grosses Knnen mehrmals aufblitzen und trug das Ihrige dazu bei, dass die Partie spannend blieb. Die Routiniers kamen immer besser in Fahrt und die FU15-Elite wankte, konnte aber mit letzter Kraft den immer kleiner werdenden Vorsprung bis in die Pause retten.

Handballfoto

Fr Halbzeit nahm FU15-Coach Bernhard Wthrich personelle Vernderungen vor, um den Gegner zu verwirren. Die alte Garde setzte dem seine nie erlahmende Kampfkraft entgegen. Das Spiel wurde weiterhin mit gesunder Hrte gefhrt, ohne je unfair zu werden. Dann schlug die Stunde von Reto Streule und Angelo Palmisano. Streule, schon immer bekannt als gefhrlicher Distanz-schtze, packte seine besten Hammerwrfe aus und liess die Torhterin zweimal innert krzester Zeit ganz alt aussehen. Palmisano seinerseits, der schon frher als Fussballtorhter in der Seria A die italienischen Strmer zum Verzweifeln gebracht hatte, erinnerte sich an seine ganz schnellen Reflexe, warf sich von Pfosten zu Pfosten und entschrfte fast alles, was aufs Tor flog. Bis dahin hatte sich Joker Martin Fssler zurckgehalten. In Halbzeit zwei lief er aber zur ganz grossen Form auf, kam mehrmals aussichtsreich in Abschlusspositionen, hatte dabei aber grosses Pech. Seine satten Schsse streiften samt und sonders ganz knapp ber die Torlatte. Da auch die nervs gewordenen Spielerinnen der FU15 im Abschluss sndigten, blieb das grossartige Spiel bis in die Schlussphase spannend. Trainer Wthrich wollte nichts mehr anbrennen lassen und liess statt des Torhters im Angriff eine siebte Feldspielerin auflaufen. Unbeeindruckt von dieser Massnahme zog das nie nachlassende Mixed-Team seine Sache durch und kam nach einem herrlich heraus-gespielten, sehenswerten, wunderbar ins leere Tor abgeschlossenen Treffer durch Melanie Streule nochmals ganz nahe heran. Die Gegnerinnen sprten den heissen Atem der Routiniers im Nacken und mussten die letzten Reserven mobilisieren und all ihr Knnen in die Waagschale werfen um den Schlussspurt des Gegners abzuwehren. Das letzte Aufbumen der Alten kam etwas spt, es sollte trotz aufopferungsvollem Kampf nicht mehr reichen. Die FU15 brachte den Vorsprung ber die Runden und konnten sich nach dem Schlusspfiff des Spielleiters (habe ich schon gesagt, dass er die Begegnung hervorragend leitete!) siegestrunken in den Armen liegen. Die Gestandenen haben sich sehr teuer verkauft und den Gegner an den Rand einer Niederlage gedrngt.

Bericht: Hansruedi Rohner

»Zurck zur letzten Seite«

Hauptsponsoren

Co-Sponsoren

Ausrüster

Gastgeschenk