FU15 mit traumhaftem Endspurt21.04.2013

Die FU15 der Handballriege lsst das finale Meisterschafts-Wochenende zu einem Handballfest werden. Am Samstag wird der HC Uzwil deklassiert und am Sonntag sichert sich die Mannschaft in extremis gegen den Meister Kreuzlingen einen Punkt und holt sich damit den Vize-Meistertitel!

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Vom vierten Platz aus nahm die FU15 die letzten beiden Spiele in einer Doppelrunde in Angriff. Mindestens drei Punkte waren gefordert um eine fantastische Saison auf dem nie erwarteten zweiten Meisterschaftsplatz zu beenden. Die Aufgabe im Samstagsspiel schien von der Papierform her machbar. Appenzell ging als Favorit in die Partie und genau so gab die Mannschaft den Tarif bekannt. Schon frh liess das Heimteam keinen Zweifel offen, wer die beiden Punkte holen wrde. Konzentriert, kreativ und gewohnt tempofest nahmen die Appenzellerinnen das gegnerische Tor unter Dauerbeschuss und erhhten die Score in regelmssigen Abstnden. Beim Spielstand von 8:2 verabschiedeten sich dann aber einige Spielerinnen gedanklich schon in die Pause. Uzwil fand besser in die Begegnung, profitierte bei der kurzfristigen Aufholjagd vor allem auch von Nachlssigkeiten in den Abwehrreihen der Einheimischen. Das Glck der St. Gallerinnen whrte aber nur kurze Zeit, denn bald schon griff das orange Rderwerk wieder und diesmal spielte Appenzell das Ding bis zur letzten Minute durch. Das Gezeigte gedieh zu einer Handballgala erster Gte. Dabei konnten sich alle Spielerinnen mehrfach auszeichnen und einmal mehr wurde klar ersichtlich, ber welch starkes Kollektiv die FU15 der Handballriege verfgt. Schnes Detail am Rande: Lea Heeb schoss in dieser Begegnung unter grossem Jubel der Mannschaftskolleginnen ihr erstes Meisterschaftstor! Appenzell durfte zum Schluss mit 29:15-Toren den hchsten Saisonsieg feiern und wahrte die Chance auf den zweiten Tabellenrang.

Dafr musste 24 Stunden spter an gleicher Stelle gegen den HSC Kreuzlingen mindestens ein Punkt geholt werden. Obwohl Kreuzlingen schon seit lngerem als Meister feststand, liessen sie es sich nicht nehmen, in bestmglicher Besetzung anzutreten. Sie waren gewillt, Appenzell so richtig in die Schranken zu weisen. Vor einer Zuschauerkulisse, die ein FU15-Spiel noch nie erlebt hatte, traten die beiden besten Mannschaften der laufenden Saison zum letzten Spiel an. Die Partie begann ganz nach dem Gusto des fanatisch mitgehenden Publikums. Kein Abtasten, kein ballsichern, sondern schnelle, schnrkellose Angriffsbemhungen, die den Gsten gar nicht mundeten. Nach wenigen Minuten lag Appenzell mit 3:1 in Front und hatte bis dahin alles richtig gemacht. Wie gefhrlich Kreuzlingen sein kann, bewiesen sie ab der 5. Minute. Kleinste Fehler wurden kaltbltig ausgenutzt und weil das Heimteam zu wenig platziert abschloss, blieben die Gste auf Tuchfhlung. Bis zum Pausenpfiff legte Appenzell immer wieder vor, konnte sich aber nicht mehr entscheidend absetzen und so wurden die Seiten bei ausgeglichenem Spielstand gewechselt.

Nach dem Pausentee passierte nicht viel, was fr Appenzeller Verhltnisse ein eher schlechtes Zeichen ist. Der Ball lief nicht mehr so sicher wie zu Beginn der Begegnung. Kreuzlingen witterte seine Chance und setzte zum finalen Zwischenspurt an. Das Gsteteam wurde mit jedem Gegentreffer etwas nervser und so blieb dem Trainergespann nichts anderes brig, als schon nach gut 10 Minuten das Team-Timeout zu nehmen. Eindringlich wurde das jngste Team der Meisterschaft geweckt und alle hrten, sprten und nahmen den Weckruf auf. Von diesem Zeitpunkt an, bei einem Rckstand von 11:15-Toren spielte nur noch eine Mannschaft und mit jeder Minute Spielzeit die ins Land strich, wurde es in der Sporthalle lauter und der Hexenkessel begann zu brodeln. Jede erfolgreiche Verteidigungsaktion und es waren in dieser Phase der Begegnung deren viele - weckte Emotionen, trieb das Heimteam an und liess es zu einem Hhenflug ansetzen, der in einem grandiosen Finale endete. Einige Spielerinnen wuchsen ber sich hinaus und setzten entscheidende Impulse. Und doch war es am Schluss die Leistung der ganzen, verschworenen Truppe, die Kreuzlingen zum Wanken brachte. Bis auf ein Tor, zum Spielstand von 17:16, kamen die Appenzellerinnen nochmals heran. Brachten sich aber 50 Sekunden vor Schluss mit einer vergebenen Chance um den vermeintlichen Punktgewinn. Verzweiflung, Resignation, nacktes Entsetzen in den Augen von Spielerinnen, Trainern und dem mitleidenden Publikum. Kreuzlingen konnte sich Zeit lassen, musste nur noch dem Ball Sorge tragen, konnte gelassen auf die Schlusssirene warten. Und pltzlich rasten die Sekunden auf der Anzeigetafel dreimal schneller als normal. Und genau in diesem Moment, als die Zeit so flugs verstrich, Weisungen von der Trainerbank nichts mehr bringen wrden, genau in diesem Moment, 28 Sekunden vor Ende der Begegnung, schoss eine Spielerin von Kreuzlingen auf das Tor. Der Ball landete przise in den Armen von Zoe Fssler und schon ging Appenzell in den ultimativ letzten Angriff. Glcksgttin Fortuna hatte kurz geblinzelt und den Appenzellerinnen einige Sekunden geschenkt um das Unmgliche doch noch mglich zu machen. Doch der Angriff wurde unterbunden, wertvolle Sekunden verstrichen, das Leiden ging weiter. Ein letzter Freiwurf 7 Sekunden vor Schluss. Die Kreisspielerin stand frei, doch wer sollte in dieser Hektik noch die bersicht haben? Niemand. Ein Pass zur Mitte und von dort auf die linke Seite. Keine Zeit mehr. Das Horn machte sich bereit, Appenzell mit seinem hsslichen Klang um einen verdienten Punkt zu bringen. 4 Sekunden bevor es ertnte, hielt Cristel Palmisano den Ball in ihren Hnden, ihre Beine liefen was das Zeug hielt. Aus dem Sprungwurf heraus zischte der Ball Richtung weites Lattenkreuz und zappelte genau 2 Sekunden vor dem jetzt so wunderschnen Sirenenton im Netz. Der Rest ist riesiger Jubel, unglaubliche Emotionen, ein Publikum, das die Mannschaft zum schnsten Erfolg gefhrt hat und eine Siegerehrung, die wrdiger nicht htte sein knnen.

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Die FU15 der Handballriege des TV Appenzell hat alle Erwartungen bertroffen. In ihrer ersten Meisterschaftssaison mssen sie sich nur dem HSC Kreuzlingen beugen und holen verdientermassen die Silbermedaille!

Bericht/Bilder: Hansruedi Rohner/Dani Gmnder

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