FU15 gewinnt in der Höhle des Löwen27.10.2012

Die FU15 besteht die erste Bewährungsprobe und gewinnt den Spitzenkampf gegen das zuletzt überzeugende Brühl mit 19:17-Toren!

Handballfoto

Den LC Brühl als Gegner und dann noch in der Sporthalle Kreuzbleiche, da sollte es schwer werden, seine Nervosität nicht offenkundig zu zeigen. So überraschte es nicht, dass die sich Spielerinnen der Handballriege vor dem Anpfiff zwar zuversichtlich gaben, nach Spielbeginn aber doch etwas weiche Knie bekamen. Seit Tagen fieberte das Team auf den Vergleich gegen die St. Gallerinnen hin und als es dann soweit war, lief doch einiges anders als geplant. Dabei liessen die Gäste gegen das körperlich hoch überlegene Heimteam in der Verteidigung nichts anbrennen. Ein offensives 1:5 trieb den Gegner zur Verzweiflung. Die Grünen fanden keine Lücken und mussten sich vorwiegend mit meist harmlosen Abschlüssen aus dem Rückraum begnügen. Waren die Appenzellerinnen während der ersten 10 Minuten in der Defensive eine Klasse für sich, lief nach vorne wenig bis gar nichts. Zu viele technische Fehler liessen ein schnelles, kreatives Angriffsspiel gar nie zu. Appenzell hätte mit dem gewohnt ballsicheren Spiel schon in der Anfangsphase entscheidend wegziehen können, so aber stand es nach 11 Minuten 2:1 für die Brühlerinnen. Den übergrossen Respekt vor dem Namen des Gegners legte Appenzell nach einer guten Viertelstunde ab. Sie fanden ins Spiel und die leicht angeschlagene Elena Breitenmoser verteilte die Bälle mit gewohnt grosser Übersicht. Nach drei Fehlversuchen in den Anfangsminuten fand nun plötzlich auch Cedrine Zeller auf der rechten Flügelposition die Lücken in der gegnerischen Verteidigung. Unwiderstehlich verwertete sie die jetzt schnell und präzise vorgetragenen Angriffe. Sie sollte sich bis zum Schluss der Partie als erfolgreichste Torschützin hervorheben. Hatte jetzt das Angriffsspiels Fahrt aufgenommen, so lief es plötzlich in der Defensive nicht mehr nach Wunsch. Brühl erkannte, dass sie mit viel Körpereinsatz und sehr vielen Schritten um die Gegnerinnen herum immer wieder aufs Tor ziehen konnten. Glücklicherweise zeigte Zoe Fässler zwischen den Pfosten eine gewohnt sichere Leistung. Appenzell konnte zwar nicht entscheidend wegziehen, liess sich aber trotzdem eine 10:8 Pausenführung gutschreiben.

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Nach der Pause fand Appenzell sofort wieder den Tritt und agierte sehr sicher. Die Tore wurden schön herausgespielt und nach Hinten standen sie den St. Gallerinnen nur wenige Chancen zu. Sie kämpften, was sich an den Beispielen der beiden Jüngsten Riana Streule und Lea Rohner zeigte. Immer wieder versuchten sie am Kreis durchzubrechen. Appenzell zog auf 15:11 davon und hatte alles unter Kontrolle. Was sehr gut begann, ging leider weniger glücklich weiter. Wieder schlichen sich kleine, aber entscheidende Fehler ein. Brühls Spielerinnen nutzten die Schwächen der Schiedsrichterin – dutzende von Schritt- und Doppelfehlern wurden nicht gepfiffen – gekonnt aus und liefen immer wieder durch die Verteidigungsreihen. Beim Spielstand von 16:16 nahm der Trainer das Team Timeout und baute seine Spielerinnen nochmals auf. Mit der Einwechslung von Corina Fässler zog er zudem noch den Hauptgewinn der Partie. In der Defensive zeigte Fässler, dass mit unermüdlichem Kampfgeist jede Gegenspielerin zur Verzweiflung gebracht werden kann. Sie ignorierte Ellbogen auf Kopfhöhe, kratzige Nägel und ein deutliches mehr an Körpergewicht, das auf sie einstürmte. X-mal warf sie sich in den Kampf und liess bis zum Schluss der Partie keine Spielerin an sich vorbei. Dieses Signal erkannten die Mitspielerinnen und bliesen zur Schlussoffensive. Man traf wieder und konnte den Sieg ganz zum Schluss doch noch recht souverän nach Hause tragen. Obwohl nicht alle Spielerinnen in Bestform agierten, gewann Appenzell auch seine zweite Meisterschaftspartie. Der grosse Name, zittrige Beine und flatternde Nerven, die Mädchen haben ihre Feuertaufe bestanden und fuhren mit einigem Stolz und neu verdientem Selbstbewusstsein aus der Höhle des Löwen hinauf an den Fuss des Alpsteins.

Bericht: Hansruedi Rohner

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