Auch FU15 traumwandlerisch zum Turniersieg01.09.2012

Seit heute ist auch im zrcherischen Affoltern eindrcklich bekannt, dass in Appenzell Handball gespielt wird; besser als vielen wohl lieb ist. Nach dem morgendlichen, grossartigen Auftritt der MU15 beim TV Unterstrass-Turnier am Stadtrand von Zrich, lag es an der Mdchenmannschaft FU15, gegen renommierte Teams ebenfalls richtig tiefe Spuren zu hinterlassen.

Das Team des HC Rorbas wollte nicht richtig glauben, dass sie von den "halben Portionen" aus dem Appenzellerland nur annhernd gefordert wrden. Als sie die Erfahrung gemacht hatten, dass Spielkultur nichts mit Krpergrsse zu tun hat, wurde ihnen vom Gegner bereits das sprichwrtliche Sgemehl von den Schultern gewischt. Appenzell liess ihnen whrend der ganzen Spielzeit nicht den Hauch einer Chance. Die Mdchen hatten einen grossen Tag und konnten sich sogar den einen oder anderen Fehler erlauben, ohne je Gefahr zu laufen, das Spiel noch aus der Hand zu geben. Das Resultat von 14:2 spricht Bnde und zeigt dann doch auf, dass Mannschaften aus Appenzell nicht an ihren krperlichen Voraussetzungen gemessen werden sollten.

Nach dem gelungenen Start in das Turnier war die Mannschaft gewillt, den Elan in den Vergleich gegen das Heimteam des TV Unterstrass mitzunehmen. Obwohl nicht mehr alles so glnzte wie im Erffnungsspiel, dominierten die Appenzellerinnen auch diese Begegnung nach Belieben. Das Schlussresultat von 12:6 sollte sich im Nachhinein aber als das beste Resultat aller Mannschaften gegen den TV Appenzell herausstellen.

Nach zwei Partien stand fest, dass alles auf ein Finalspiel Appenzell gegen Spono Nottwil hinauslaufen wrde. Nottwil ist bekannt als namhafte Adresse im Frauenhandball, woher auch der amtiernde FU15-Schweizermeistrer kommt. Bis es soweit sein sollte, musste noch die Hrde HC Rheintal genommen werden. Wenn man ber etwas an diesem ansonsten perfekten Nachmittag den Mantel des Schweigens legen will, dann ber Halbzeit eins gegen den Kantonsnachbarn. Seit mehr als 11 Stunden waren die Mdchen auf den Beinen (und die Shopping-Tour am Morgen hatte auch seine Spuren hinterlassen), erste Ermdungserscheinungen machten sich bemerkbar. Kam hinzu, dass auch die Konzentration etwas nachliess, was dazu fhrte, dass Rheintal eine Chance sah, das Spiel zu gewinnen. Nach der Tor armen ersten Halbzeit sofern man den Pausenstand von 2:1 fr Appenzell berhaupt noch torarm nennen darf - raffte sich der Favorit aber nochmals auf und schaltete einen Gang hher. Rheintal gelang im Gegenzug in Halbzeit 2 kein Tor mehr. Mit einem 8:1 Sieg trugen die Appenzellerinnen das Ihrige dazu bei, dass in der letzten Partie gegen Nottwil der Turniersieger ermittelt wrde.

Handballfoto

Nach einer kurzen Pause, whrend der nochmals die Beine hochgelagert wurden, stellten sich die Appenzellerinnen zwischenzeitlich mehr als 13 Stunden auf den Beinen - den Spielerinnen, die einen grossen Handballnamen auf ihrem Leibchen tragen. Nach weiteren 30 Minuten Spielzeit wurde die Hierarchie an diesem Turnier neu geschrieben und nur noch ein Name war in aller Munde. Die FU15 des TV Appenzell spielte auf, wie man es noch nie gesehen hatte. Es war als gbe es keine mden Beine und Arme, als wre es das leichteste, den Ball wie an einer Schnur gefhrt von Mdchen zu Mdchen gleiten zu lassen. Es war als wre Handballspiel die einfachste Sache der Welt, die so viel Spass machen kann. Spono Nottwil kam nicht dazu, sich ehrenvoll aus der Sache zu retten. Sie mussten sich in der ersten Halbzeit mit lediglich einem Treffer begngen. Die Appenzellerinnen waren es, die das Publikum begeisterten. Egal ob die sechs Feldspielerinnen whrend der ersten 15 Minuten (Pausenstand 9:1) oder die anderen sechs Feldspielerinnen whrend der zweiten Halbzeit, alle erbrachten eine fantastische Leistung, die an diesem Nachmittag seinesgleichen suchte. Die FU15 der Handballriege liess auch Spono Nottwil keine Chance und gewann mit 15:4-Toren. Was die MU15-Jungs am Morgen vorgemacht hatten, taten nun auch die FU15-Mdchen und gewannen das TV Unterstrass-Turnier in Zrich auf berzeugende Weise.

Bericht: Hansruedi Rohner

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