FU13 mit unermüdlichem Kampfgeist27.11.2011

Beim U13-Spieltag in St.Gallen liessen es die Mädchen der Handballriege wahrlich nicht an Wille und Einsatz mangeln; gegen die übermächtigen Knabenteams war aber für sie kein Kraut gewachsen.

Für einmal war nicht Handball im üblichen, sondern im besonderen Sinn angesagt. Statt 6 gegen 6, massen sich in jeder Feldhälfte 3 gegen 3 Spieler. Da war von vornherein klar, dass Appenzell nicht auf sein starkes Kollektiv setzen konnte, sondern den Kampf Frau gegen Mann aufnehmen musste. Mädchen gegen Knabe, da waren die Karten doch etwas einseitig verteilt. Kam noch hinzu, dass es die Spielerinnen genau bei dieser, für sie schwierigen Spielform mit zwei der stärksten U13 Mannschaften zu tun bekamen. Für einmal waren daher die Erwartungen des Trainers an sein Team eher bescheiden. Das Ziel hiess: In der ersten Partie wollte man bereit sein und mit dem Anpfiff die Schokoladenseite zeigen.

Mögen es die abschätzenden Gesten der gegnerischen Spieler gewesen sein, oder einfach nur der Name des Teams sei dahingestellt, Tatsache war, gegen den TSV St. Otmar St. Gallen legten die Mädchen los wie die Feuerwehr. Kein Kniefall vor dem grossen Namen, kein Abtasten oder auf Sicher spielen, sondern keck den Torerfolg suchend gingen die Mädchen zum Angriff über. In der Verteidigung wurde eingesteckt und respektlos ausgeteilt. Nach den Balleroberungen fand der Ball immer den schnellsten Weg in die Angriffshälfte. Dort warteten die schnellen Beine und magischen Hände von Leonie Schiegg auf ihren Einsatz. Sie überraschte ihren Gegenspieler ein ums andere Mal und zog unwiderstehlich Richtung Tor. Während der Torhüter noch seine Position suchte, zappelte das Leder schon im Netz. Aus 6 Angriffen verbuchte sie 6 Tore und streute Panik im gelbschwarzen Ensemble. Die Gangart wurde härter, vor allem dann wenn der Schiedsrichter nicht genau hin sah. Mehrmals wurden die Leibchen der Appenzellerinnen dem ultimativen EMPA-Reisstest ausgesetzt. 15 Minuten lang spielten die Innerrhoderinnen wie aus einem Guss und hielten das Spielgesehen offen. In der Defensive wuchsen Elena Breitenmoser und Ronja Manser über sich hinaus und hängten sich wie Kletten an ihre Gegenspieler. Im Angriff ackerten Lea Rohner und Riana Streule, wohlbemerkt die beiden Kleinsten im Team, unermüdlich und verdienten sich die besten Noten. Dass gegen die körperlich klar überlegenen St. Galler die Kräfte nicht bis zum Schluss reichen würden, war abzusehen. Gegen Schluss der Partie wurden die abwesenden Cedrine Zeller, Zoe Neff und Andrina Inauen schmerzlich vermisst. Mit ihrer Routine wäre beim Schlusspfiff das Resultat nicht so klar zu Gunsten des Heimteams ausgefallen. Für einmal hatte Appenzell seinen Motor schon in der ersten Begegnung auf Hochtouren laufen lassen, das Tagesziel war nach dieser hervorragenden Leistung schon erreicht.

Ob es an dieser Tatsache lag, oder dem grossen Kräfteverschleiss nach einem aufopferungsvollen Kampf, mögen die Götter wissen. Auf jeden Fall konnten die Mädchen das Gezeigte gegen die beiden weiteren Gegner nicht wiederholen. Es war aber auch ein Kampf gegen Windmühlen für das Team der Handballriege. Mit jeder gespielten Minute machte sich die körperliche Unterlegenheit mehr bemerkbar und da war dann verständlich, dass sich irgendwann auch eine Prise Resignation breit machte. Einmal mehr zeigte sich, dass die Spielform zweimal 3 gegen 3 nicht das Zusammenspiel im Team, sondern die besseren Individualisten bevorteilt. Der Trainer musste im Verlauf des Spieltages an zwei Partien noch etwas Positives abgewinnen, was ihm sehr schwer fiel. Da liess man doch lieber die ersten 15 Minuten gegen Otmar Revue passieren und genoss nochmals die fantastische Mannschaft.

Bericht: Hansruedi Rohner

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