Frauen 1 wollten den Sieg und kämpften verbissen26.10.2019

Vor der beeindruckenden Kulisse von 125 Zuschauern erkämpften sich die Aufsteigerinnen vom TV Appenzell gegen den Tabellenführer aus Wil einen verdienten 25:24 Erfolg.

Handballfoto

Die Gäste aus Wil kamen in Scharen angereist und trugen einen schönen Beitrag zur tollen Kulisse dieses Spitzenspiel bei. Brisant neben der Tabellenkonstellation war die Tatsache, dass Hansruedi Rohner als Trainer der Wilerinnen an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückkehrte. Ebenfalls für den KTV Wil liefen die ehemaligen TVA Spielerinnen Leonie Schiegg (mit total sieben Treffern) und Cristel Palmisano auf. Appenzell musste auf seine routinierten Carole Koller und Jasmin Kölbener verzichten. So kamen bei den Innerrhoderinnen die Juniorinnen June Fritsche, Lea Inauen und Elena Schmid zum Zuge, welche ihre Sache insgesamt sehr gut machten.

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Da der Trainer der Wilerinnen das Team des TVA gut kannte, konnten sie sich taktisch gut auf Appenzell einstellen. Auf Seiten der Innerrhoderinnen mit Trainer René Kold Jörgensen sah das schon anders aus. An Zündstoff im Vorfeld des Spiels mangelte es somit nicht. Appenzell zeigte sich von all dem wenig beeindruckt und von Beginn weg bereit für diese Aufgabe. Mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen gingen die Platzherrinen entschlossen ans Werk und legten einen soliden Start hin. Dieser verlief so ganz nach dem Geschmack des Heimpublikums und trug Appenzell eine 2:0 Führung nach drei gespielten Minuten ein. Danach folgte eine Phase mit vielen technischen Fehlern hüben wie drüben. Dank etwas besseren Abschlüssen gelang es Appenzell, das Skore auf 5:1 zu erhöhen. Nadja Koller-Rossi - mit einer Abwehrquote von 47 Prozent übertraf sie ihr Gegenüber klar - war der gewohnt starke Rückhalt. Immer wieder entschärfte sie erfolgreich die Schüsse aus den Reihen der Gegnerinnen. Dies war mit ein Grund, dass die Innerrhoderinnen ihren Vorsprung halten und zwischenzeitlich gar bis auf 9:3 ausbauen konnten. Beim Stand von 12:7 ging es in die Pause.

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Nach fünf gespielten Minuten in Halbzeit 2 besannen sich die Wilerinnen vermehrt auf ihre Qualitäten und stellten auch ihre Abwehr um. Zwei an Appenzell ausgesprochene Zeitstrafen in kurzer Folge brachten dem Gastteam zusätzlichen Auftrieb. Damit einige Spielerinnen des TVA zwischenzeitlich zu einer Verschnaufspeise kamen, mussten auch jüngere Spielerinnen - im Rückraum und in der Abwehr - Verantwortung übernehmen. Die Innerrhoderinnen spielten deswegen aber keineswegs schlecht. Wil konnte aber aufholen und in der 42. Minute zum 16:16 ausgleichen. Und 180 Sekunden später führten die Gäste auch erstmals mit einem Treffer Differenz. Appenzell konnte aber unter der unermüdlichen Spielführung von Zeden Zürcher reagieren und jeweils den Eintore-Rückstand zumindest postwendend wieder ausgleichen. Und auf der Flügelposition verfügten die Einheimischen mit Celine Oberle mit sieben Toren bei sieben Versuchen über eine sehr zuverlässige Spielerin. Auch Ronja Manser steckte nie auf und steuerte acht Treffer zur kämpferischen Teamleistung bei. Ein unbändiger Siegeswille und eine glänzende Torhüterin als Rückhalt liessen die Appenzellerinnen auch diese heikle Spielphase überstehen. Knapp zehn Minuten vor dem Ende lag Appenzell mit 19:20 das letzte Mal im Rückstand, um nach dem Ausgleich wieder in Führung zu gehen. Den Gästen gelang es aber in der 58. Minute nochmals auf 23:23 auszugleichen. Dann erzielte Andrina Inauen den 24:23 Führungstreffer. Der darauf folgende Angriff der Wilerinnen war ein weiteres Mal Beute der TVA-Keeperin Nadja Koller. Kurz danach reüssierte Celine Oberle in überzeugender Manier und Appenzell führte 40 Sekunden vor dem Ende mit 25:23. Das Team-Timeout des KTV Wil hatte lediglich noch den Anschlusstreffer zum Schlussresultat von 25:24 zur Folge und die Appenzeller Mannschaft durfte sich feiern lassen.

Bericht: Martin Kradolfer / Bilder/Bericht: Dani Gmünder

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