Frauen 1 fehlt ein Tor fehlt zum Aufstieg

Frauen 1 fehlt ein Tor zum Aufstieg 28.04.2018

Trotz solider Leistung der Innerrhoderinnen ist der Traum „Aufstieg“ ausgeträumt. Die Frauen des HSC Kreuzlingen wenden das Blatt buchstäblich in den letzten Sekunden zu ihren Gunsten. Das Unentschieden von 18:18 bedeutet für die Appenzellerinnen den Verbleib in der 3. Liga.

Handballfoto

Obschon die Appenzellerinnen die wohl grösste Herausforderung in dieser Saison mit Bravour meisterten, zogen sie am Samstag in Kreuzlingen den Kürzeren. Dank dem besseren Torverhältnis aus der Aufstiegsrunde durfte sich der HSC Kreuzlingen als Aufsteiger feiern lassen. Nichts desto trotz zeigte das junge Gästeteam, dass sie in der nächsten Saison durchaus wieder zu den Aufstiegsfavoriten gehören.

Der Beginn der kräfteraubenden Partie begann harzig für die Appenzellerinnen. Die Gegnerinnen spielten schnell einen drei Tore Vorsprung heraus und vieles deutete darauf hin, dass die Damen des TVA den Platz als Verliererinnen verlassen würden. Kreuzlingen legte ein rasantes Tempo vor, wollte das Ding ins Trockene bringen. Je früher, umso besser. Doch da hatten sie die falschen Gegnerinnen vor sich. In der 7. Minute begann dann auch Appenzell sich in Richtung Tor zu bewegen. Obwohl sie immer mit zwei bis vier Toren im Rückstand lagen, liessen sie sich nicht aus der Ruhe bringen, legten vermehrt das Augenmerk auf die Verteidigung. Bis zur Pause verkürzten die Innerrhoderinnen auf zwei Tore Rückstand (9:11).

Die Ansage des Trainers – Daniel Hunziker – dürfte in der Pause deutlich ausgefallen sein. Wieder in Erinnerung gerufen, dass ein Sieg Pflicht sei, wenn der Aufstieg gelingen wolle, begaben sich die Spielerinnen konzentriert ans Werk. Beide Teams starteten mit Fehlern in die 2. Halbzeit. In der 46. Minute schaffte Appenzell dann den Ausgleich zum 15:15. Das Rennen war wieder offen, die Nerven lagen auf beiden Seiten blank. Das Spiel ging ausgeglichen weiter, wobei die eine oder andere Entscheidung des Schiedsrichters zumindest als umstritten bezeichnet werden konnte. Eine beiläufige Äusserung des Innerrhoder Trainers, dass er das Spiel doch bitte nicht entgleiten lassen soll, schmeckte dem „Unparteiischen“ gar nicht. Schon war Hunziker mit einer roten Karte ausser Gefecht gesetzt. Durch diese wohl unnötige Aktion liessen sich die Gäste aber nicht beirren. In der 58. Minute erzielten sie den Führungstreffer und liessen die favorisierten Kreuzlingerinnen ein weiteres Mal zittern. Beim Spielstand von 17:18 und zwei Minuten vor Schluss war die Mannschaft guter Dinge, die Partie doch noch für sich entscheiden zu können und für die Überraschung zu sorgen. Trotz solider TVA-Abwehr gelang es den Kontrahentinnen aber in den letzten Sekunden den Ausgleichstreffer zu erzielen, was somit gleichzeitig das „Aus“ für die Appenzellerinnen bedeutete. Trotz einer beachtlichen Teamleistung muss sich der TVA nun mit dieser bitteren Pille abfinden.

Die Tatsache, dass das Team völlig neu formiert und aufgestockt mit vielen jungen Spielerinnen in die Saison startete, dass sich zudem Zeden Tayong kurzerhand als Trainerin zur Verfügung stellte und aus der Not half, darf sich die Mannschaft trotz diesem unglücklichen Saisonende stolz in die Sommerpause verabschieden. Appenzell hat sicherlich mit der konstanten Leistung während der Saison ein Ausrufezeichen gesetzt und wird sich in kommender Saison mit neuem Trainer wiederum den Aufstieg zum Ziel setzen.

Bericht: Eveline Schiegg

»Zurück zur letzten Seite«

Hauptsponsoren

Co-Sponsoren

Ausrüster

Gastgeschenk