Frauen 1 dank grossem Kampfgeist im Viertelfinal26.11.2017

In einem kräfteraubenden Spiel behalten die körperlich stark unterlegenen Einheimischen die Nerven und drehen das Geschehen in den letzten Minuten zu ihren Gunsten. Mit einem Sieg von 24:20 gegen die Mannschaft des SC Frauenfeld qualifizieren sie sich für den Regiocup-Viertelfinal.

Handballfoto

Bereits beim Einspielen konnte man den grossen Unterschied, was den Körperbau anbelangt, feststellen. Die Gegnerinnen warteten mit einigen sehr grossen Spielerinnen auf, welche sicherlich beabsichtigten die Tore durch Weitschüsse über die kleinen Gegnerinnen zu erzielen. Bereits in den ersten Minuten wurde dann auch eine Manndeckung auf eine gegnerische Spielerin angeordnet, welche bis zum Ende des Spiels beibehalten wurde. Fruchten wollte diese Taktik jedoch nicht so recht.

Ausgeglichene erste Halbzeit

Die Damen des SC Frauenfeld – ebenfalls aus der 3. Liga - sind in der Meisterschaft in einer anderen Gruppe eingeteilt, so wussten weder das Heim- noch das Gästeteam um die Qualitäten oder Schwächen des anderen. Schnell bemerkte man jedoch, dass ein ebenbürtiger Kontrahent gegenüber stand und es kein leichtes Unterfangen würde, einen Sieg zu erreichen. So gestaltete sich dann die erste Halbzeit mehr oder weniger ausgeglichen. Die Innerrhoderinnen erzielten zwar das erste Tor, das sollte aber das erste und letzte Mal sein, dass sie in Führung gingen. Die Abwehr der Gäste schien wie eine Mauer und die Appenzellerinnen fanden kaum ein Rezept, diese zu durchbrechen. Zwar konnten sie einige Male mit schnellen Spielzügen Löcher aufreissen, konnten aber die Chance zum Abschluss nicht nutzen. Im Gegenzug kam die Kreisspielerin der Thurgauerinnen mehrmals zu leichten Abschlüssen, was man durchaus auch auf ihre körperliche Veranlagung zurückführen könnte. Beim Spielstand von 8:11 ging es zum Diktat in die Garderobe.

Die letzten 10 Minuten entscheidend

Auch in der zweiten Halbzeit sah lange noch alles nach einer Niederlage aus. Die Gäste konnten immer mit drei Toren den Vorsprung wahren. Das Heimteam verteidigte zwar stärker, die Abschlüsse aber scheiterten mehrmals an der gegnerischen Torfrau. Einmal mehr war es Nadja Koller-Rossi, welche den Schaden mit ihren Paraden in Grenzen halten und verhindern konnte, dass die Konkurrenz noch weiter davon zieht. In den letzten 10 Minuten dann aber geschah das grosse Wunder. Durch beherzte mutige Angriffe, schnelle Spielzüge und eine kompaktere Defensive gelang es den Appenzellerinnen erstmals den Anschlusstreffer zu erzielen. Dies schien ein enormer Motivationsschub ausgelöst zu haben. Die Begegnung wurde schneller, obwohl die Kräfte schwanden. Man bemerkte plötzlich, dass ein Sieg nicht mehr ausser Reichweite zu sein schien. Das Timeout durch Zeden Tayong nutzten die Gäste für eine radikale Umstellung der Verteidigung. Das Spektakel, das sich dann bot, entzückte die Zuschauer gleichermassen, wie die Spielerinnen selbst. Die durch Frauenfeld angeordnete offensive Verteidigung mit enger Manndeckung auf jede Spielerin entpuppte sich für die Gegnerinnen als Eigentor. Die Innerrhoderinnen reagierten postwendend, lösten sich schnell von den gegnerischen Kletten, liefen mit schnellen Beinen in Freiräume, boten sich der Ballbesitzerin immer wieder gekonnt an und erzielten so die letzten, entscheidenden drei Tore. Dass die TVA Damen das Blatt noch auf so eine spektakuläre Art wenden könnten, hätte bis zu diesem Zeitpunkt wohl niemand mehr gedacht. Ein weiteres Zeichen jedoch dafür, dass die Spielerinnen der Handballriege über eine enorme Ausdauer und einen noch grösseren Kampfgeist verfügen.

Bericht u. Bilder: Eveline Schiegg

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