Frauen 1 verpasst das "Unmögliche" um Haaresbreite 29.10.2016

Aufgrund einer unwahrscheinlich starken Willensleistung, wie sie von niemandem erwartet wurde, hielt das Team Frauen 1 gegen gegen den haushohen Favoriten Goldach/Rorschach bis zum Schluss dagegen und musste mögliche Punkte erst in allerletzter Sekunde entgleiten lassen.

Das war definitiv ein Frauen-Handballspiel von der nichtalltäglichen Sorte und hatte entsprechend hohen Unterhaltungswert. Vor allem das Appenzeller-Team bot völlig unerwartet einen famosen Auftritt, der die Zuschauer des Öfteren nur noch ungläubig die Augen reiben liess. Die Innerrhoderinnen kämpften bis zum Umfallen und lieferten dem Publikum eine wohl unvergessliche Darbietung. Und dies unter Vorzeichen, bei denen von einer "Notsituation" gesprochen werden muss. Das Team war nicht vollständig. Die Damen haben sich im Vorbereitungstraining auf den Match Gedanken machen müssen: "Wie schaffen wir das ohne Ersatzspieler zu spielen?" Mit Unterstützung von Maria Infanger und grossem Engagement der spielteilnehmenden Damen gelang es ein Team zu stellen. Deshalb ging die Mannschaft des TVA zusätzlich mit gemischten Gefühlen in dieses Heimspiel gegen den Tabellenführenden. Der Start gelang den Appenzellerinnen gut. Sie konnten mit ihren Gegnerinnen von Beginn weg sauber mitziehen und lagen bei Halbzeit lediglich mit einem Treffer im Rückstand.

Nach einem kurzen Hänger am Start der zweiten Halbzeit haben die Spielerinnen des Tv Appenzell wieder Vollgas gegeben und führten in den Schlussminuten gar mit einem Tor Vorsprung. Die letzten Minuten gestalteten sich spannend, die Frauen kämpften um jedes Tor. Es stand 17:17 und die letzte Minute begann. Nach einem unglücklichen Abschluss (Lattentreffer) aus den Reihen der Einheimischen bekam Goro nochmals die Gelegenheit für einen schnellen Angriff. In der Schlusssekunde hielt eine Gegnerin einfach mal drauf und der Ball passte genau in die obere Ecke. Die Gäste konnten sich auf das Glück des Tüchtigen verlassen und feierten überschwenglich ihren hauchdünnen 18:17-Erfolg. Dem "Underdog" blieb einmal mehr die Rolle desjenigen, der am Schluss mit leeren Händen da steht und für einen aufopferungsvollen Einsatz nicht belohnt wird. Dennoch dürfen unsere Appenzellerinnen stolz sein, denn sie haben heroisch gekämpft und einen äusserst eindrücklichen Teamgeist bewiesen.

Bericht: Eveline Bleiker

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