MU19 beeindruckt als Team 21.01.2012

Die Geschichte des zweiten Finalrundenspiel der MU19 ist schnell erzählt. Gegen die hervorragend agierende Defensive der Appenzeller hatte Weinfelden nie den Hauch einer Chance. Die Gäste gewannen im Thurgau mit 26:17 Toren und überzeugten auf der ganzen Linie.

Mit dem Sieg gegen Vorderland in der Tasche fuhren die Appenzeller zu ihrem zweiten Auswärtsspiel und hatten sich zum Ziel gesetzt, das zweite Punktepaar einzufahren. Gleichzeitig erinnerte sich die Mannschaft an das Spiel vor einem Jahr an gleicher Stelle, als eine klare Führung aus der Hand gegeben wurde und nur mit viel Glück ein Sieg gefeiert werden konnte. Über die Stärke der Thurgauer wusste man nicht viel, da die Mannschaft in der Finalrunde noch kein Spiel bestritten hatte. Zu Spielbeginn konnte das Heimteam gut mithalten, was durch die ungenauen Abschlüsse der Innerrhoder unterstützt wurde. Nach 3 Minuten drehten aber die Gäste auf und Weinfelden blieb buchstäblich nur noch eine Statistenrolle. Unter der magistralen Führung von Sven Lämmler und Mario Broger fielen im Angriff die Tore wie reife Früchte, eines schöner als das Andere. Der Angriff wusste zu gefallen, die Leistung in der Abwehr war eindrücklich. Im Unterschied zum Spiel gegen Vorderland dirigierte Abwehrstratege Silvan Neff seine Nebenleute fehlerlos. Mit viel Kampfgeist, Emotionen und grossartigem Stellungsspiel steuerte die Mannschaft ihr Schiff durch die Angriffswellen. Das Heimteam musste sich bis 5 Minuten vor Halbzeit mit lediglich fünf erzielten Treffern begnügen. Erst ganz zum Schluss dieser ersten Spielhälfte unterliefen den Appenzellern zwei kleine Fehler. Beim Spielstand von 14:7 Toren wurden die Seiten gewechselt.

Auch in Halbzeit zwei wollte Appenzell sofort das Heft in die Hand nehmen und Weinfelden gar nicht mehr ins Spiel kommen lassen. 17 Minuten lang zeigte nur eine Mannschaft ihr erfreuliches Potential. Die Appenzeller spielten ganz gross auf. Aus einer Deckung heraus, die in dieser Zeitspanne nur gerade zwei Tore hinnehmen musste, wurde im Angriff über alle Positionen wunderschöne Tore erzielt. War der Weitschuss gefragt, wurde er gewählt, sprach ein Kreisanspiel für Erfolg, bekam der Kreisspieler den Ball und schloss kaltblütig ab. Die Verteidigungsreihen standen weiterhin wie eine mobile Mauer. In den Personen von Lukas Manser, Fabian Sabljo und Raffael Zeller wurde auf den Aussenpositionen nochmals eine Spur respektloser zugelangt. Beim Spielstand von 21:9 nahmen die Trainer Rochaden vor und liessen einige Spieler auf ungewohnten Positionen spielen. Da die Gäste nun auch nicht mehr mit letzter Konsequenz zu Werke gingen, gelang den Thurgauern noch eine Resultatkosmetik zu betreiben. Appenzell feierte zum Schluss einen nie gefährdeten 26:17 Sieg und positioniert sich augenblicklich in der Tabelle im Kreise der Meisterschaftsfavoriten.

Bericht: Hansruedi Rohner

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