MU15 mit vorbildlichem Einsatz 22.01.2012
Die MU15 der Handballriege wurde nach einem heroischen Kampf schlecht belohnt und verlor ihr drittes Finalrundenspiel gegen die körperlich weit überlegenen Burschen des BSG Vorderland um einige Treffer zu hoch mit 16:22 Toren.
In der Qualifikationsrunde hatte Appenzell den BSG Vorderland an den Rand einer Niederlage geführt. Die Gäste wollten es dieses Mal in Heiden noch besser machen und gingen entsprechend motiviert in die Begegnung. Vorderland agierte in der Defensive recht offensiv, was den schnellen Appenzellern Raum bot, den sie auch meist geschickt ausnutzten. Kam hinzu, dass die enge Deckung auf den Goalgetter der Ausserrhoder, die durch Simon Manser hervorragend interpretiert wurde, schon bald Früchte trug. Die Tormaschine kam während der ersten 15 Minuten zu keinem einzigen Treffer. Währenddessen machten die technisch versierten Innerrhoder im Angriff den Ball immer wieder schnell und kamen so zu sehr guten Torchancen, die auch kaltblütig ausgenutzt wurden. Die Achse Simon Manser, Fabio Hörler und Rouven Inauen strotzte während dieser Spielphase förmlich vor Selbstvertrauen und stellte die gegnerischen Spieler immer wieder vor unlösbare Probleme. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit lag Appenzell mit 7:6-Toren in Führung, der Fahrplan stimmte. Dann warfen zwei Ereignisse die Pläne der Appenzeller über den Haufen. Einerseits wurde einmal mehr an diesem Tag ein Versuch von der rechten Flügelposition schlecht abgeschlossen, andererseits verletzte sich Manser und musste ausgewechselt werden. Sofort war der Torminator der Heidner zur Stelle und liess sich die ersten Treffer gutschreiben. Für einige Minuten verloren die Gäste den Faden. Dies genügte dem Gegner um vorentscheidend mit 3 Toren in Front zu gehen.
Trotzdem glaubte das Team der Handballriege auch zu Beginn der zweiten Halbzeit an die Wende, doch auch Vorderland hatte in der Pause seine Aufgaben gemacht. Ultra defensiv standen sie von nun an, agierten förmlich auf der Kreislinie. Sie griffen die körperlich unterlegenen Aufsteiger des Jahres gar nicht mehr an, sondern warteten, bis diese in die fleischgewordene Mauer liefen. Während dieser Phase der Partie zeigte die Mannschaft des TV Appenzell, dass der Kampfgeist erst zuletzt stirbt. Immer wieder nahmen sie Anlauf, suchten die Lücken oder die Hände des Kreisspielers, schonten sich nicht und steckten alle Schläge weg ohne zu murren. Vorderland sah sich mehrmals als Sieger, doch Appenzell kämpfte sich immer wieder bis auf zwei Tore heran. Dies dank einer weiterhin geschlossenen Leistung in der Verteidigung, einmal mehr unterstützt von einem gross aufspielenden Thomas Brülisauer im Tor. Ganz heran kamen die Gäste aber nie und irgendwann schwanden die Kräfte und auch der Glaube an einen Sieg. Vor allem auch darum, weil Vorderland wirklich gut spielte und weiterhin auf die erwähnt kompakte Verteidigung und ein sehr kraftvolles Angriffsspiel zählen konnte. Auch wenn in den letzten Minuten, nach einer sehr fraglichen 2-Minutenstrafe, das Resultat noch unverdient hoch ausfiel, durften alle Spieler hoch erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen. Heute war der Gegner altersmässig und vor allem körperlich zu überlegen. Ihnen gehört die Gegenwart, das Team aus Appenzell sit auf gutem Weg und scheint ein Versprechen für die Zukunft.
Bericht: Hansruedi Rohner










